[Politik] Globalisierung nur eine Luftnummer?

The Mad Hatter

assimiliert
Globalisierung nur eine Luftnummer?

Auf tagesschau.de ist ein netter Bericht zum Thema Standort-Verlagerung, Know-How-Diebstahl und die Auswirkungen der Globalisierung im allgemeinen.

Link zum Bericht

Im Prinzip nichts neues, aber doch immer wieder schön es schwarz auf weiß zu haben. Denn der Bericht bestätigt mir mehr oder minder meine Meinung. Nicht Deutschland ist unfähig - es sind unsere Politiker und Manager, die im bürokratischen Sumpf versinken oder sich von China und Co. das Know-how stehlen lassen. Unfähigkeit auf politischer Ebene und Gier auf wirtschaftlicher Ebene, daß sind unsere Probleme. Nicht der faule Arbeitslose oder der unflexible Arbeitnehmer.

Wie lautet doch der Slogan der CDU - "Deutschland kann mehr!" Und dem kann man nur zustimmen. Deutschland könnte viel mehr, wenn unsere derzeitige Führungselite nicht mehr hinter ihren Schreibtischen sitzen würde, sondern an den Müllverwertungsanlagen um Essensreste betteln müsste.
 

chmul

Moderator
Teammitglied
Jetzt bin ich beruhigt. Endlich sind die Schuldigen überführt, ihre Schuld zweifelsfrei belegt und mein eigenes Verhalten damit per Absolution frei jeden Tadels. Somit kann ich weiterhin gegen den Tod von Grundig wettern und mich über meinen neuen Sony-Flatscreen freuen, ich kann für die 28-Stundenwoche demonstrieren und mir einen neuen Mazda kaufen und ich kann die Abschaffung der Agrarsubventionen fordern und weiterhin meine irische Butter kaufen.

Das Leben ist schön. Schön einfach. Ein bisschen schwarz-weiß vielleicht, aber hey, man kann nicht alles haben.
 

The Mad Hatter

assimiliert
Wer behauptet das?

Wenn du dir die Mühe gemacht hättest, dir den Bericht durchzulesen, hätte dir das Zauberwort "schlechte Binnennachfrage" auffallen müssen. Und woran liegt die schlechte Binnennachfrage? Richtig! Die Leute kaufen weniger und schauen auf's Geld. Und woran liegt das? Geldmangel? Deutschland ist eines der reichsten Länder dieses Planeten. Geld ist also genug da. Ist halt bloß die Frage, wer wieviel hat. Und hier greift meine Kritik an der Politik. Wir haben eine schlechte Binnennachfrage. Und was macht unsere Regierung? Sie erhöht die Mehrwertsteuer. Damit sind die Leute A) verunsichert und B) haben logischerweise noch weniger Geld in der Tasche, daß sie ausgeben können. Gleichzeitig sollen die Leute mehr für die Rente sparen und mehr Geld ins Gesundtheitssystem pumpen. Wieder kommt es zu A) Verunsicherung und B) weniger Geld in den Taschen der Leute, welches sie ausgeben können.
Die Arbeitgeber hingegen verlangen Lohnverzicht und streichen Arbeitsplätze. Zu was führt das? Zu A) Verunsicherung derer die noch Arbeit haben und B) zu weniger Geld in den Taschen derjenigen die keine Arbeit mehr haben.

Fällt dir was auf?

Zumal man sich auch mal fragen muss, wieso man manche deutschen Produkte noch kaufen soll. Beispiel Autos. Jeder redet von der Klimaerwärmung und der allgemeinen Umweltverschmutzung. Hat Volkswagen den Rußpartikelfilter als erster Serienmäßig eingeführt? Hat BMW die ersten Hybridfahrzeuge in Masse produziert?
Oder wie ist es mit "Made in Germany"? Ist Mercedes für solide Qualität bekannt?
 
B

Brummelchen

Gast
Auf deine letzten Fragen - nö, kam aus Frankreich, DB ist nicht mehr "rock stable".

"Made in Germany" - die Leute sind ja China gegangen, um dort billig produzieren zu
lassen - und natürlich, um dort den Markt zu bekleckern - und sind auf die Schnauze
gefallen. Nicht alle - aber alles, was gut war, wurde kopiert. Das ist doch nichts neues,
oder? Man bedenke die traditionellen Sportartikel.
Was mich nur stört, dass genau jene Kleingeister unter Schröder heute warnen, obwohl
die Thematik damals auch schon nicht neu war. "Ich bin der Chef, was ist los?"
Aktuell ist Abwanderung gewisser Sparten trotzdem noch, Beispiel Post. Und wer ist
Schuld? ne, nicht der kleine Mann - die da oben ham's wieder versaut.
Das *ist schwarz-weiss (bzw rot-grün).
 

Grainger

Praktizierender Atheist
Am tollsten finde ich aber das unsere Wirtschftsbosse und Politiker (allen voran unsere Bundeskanzlerin) sich öffentlich darüber aufregen das die Chinesen Patente und geistiges Eigentum nicht respektieren würden.

Haben die den Knall überhaupt noch gehört?

Wenn man Geschäfte mit einem kommunistischen Land macht braucht man sich über so etwas doch nicht zu wundern, im Kommunismus gibt es so etwas wie persönliches (geistiges) Eigentum ja schon per Definiton nicht, da ist nun mal alles Volkseigentum.

Warum also sollte China westliches geistiges Eigentum respektieren?
 

The Mad Hatter

assimiliert
Grainger schrieb:
Wenn man Geschäfte mit einem kommunistischen Land macht braucht man sich über so etwas doch nicht zu wundern, im Kommunismus gibt es so etwas wie persönliches (geistiges) Eigentum ja schon per Definiton nicht, da ist nun mal alles Volkseigentum.

Die sind schon lange keine Kommunisten mehr, die sind das Paradebeispiel für einen kapitalistischen Staat. Und zwar im negativsten Sinne (Kapitalismus ist ja nicht per Definition schlecht).

@Brummelchen: Das ist im Prinzip bei jeder Thematik so. Wer mal in einer Partei oder zumindest in einer Politik-nahen Gruppierung war, lernt schnell, daß der normale Politiker (egal auf welcher Ebene) hauptsächlich im "Jetzt" lebt. Sobald ein Problem auftaucht wird entweder versucht es beiseite zu schieben oder sobald es zu stark ins Licht der Öffentlichkeit gerückt ist, mit kurzfristigen Maßnahmen wieder von der Tagesordnung zu nehmen. Ist ja auch sowohl für den einzelnen Politiker als auch für dessen Gruppierung besser, denn die Leute wollen den Misstand ja möglichst schnell beseitigt wissen. Das Gammelfleisch ist da ein gutes Beispiel. Letzte Jahr hatten wir es schon mal und unsere Politiker versprachen uns "Sofortmaßnahmen" zu ergreifen. Ist seit dem ein Kontrolleur mehr eingestellt worden? Nein. Als das Problem dann erneut auftauchte, wurde es zuerst totgeschwiegen. Als dann die Öffentlichkeit davon erfuhr, wurden wieder harte Maßnahmen versprochen. Irgendwann hat das Thema sich dann totgelaufen und findet nur noch in Kurzmeldungen Beachtung. Mit dem Ergebnis das unsere politische Klasse sich wieder aktuellen Problemen zuwenden wird und der Druck auf die einzelnen Fachbereiche nachlassen wird.

Wenn man dem deutschen Michel irgendetwas an der derzeitigen Situation in Deutschland anlasten will, dann nur den Umstand, daß er sich jedes mal auf's Neue von unsere Politikern abspeisen läßt und lieber den Slogan "brutalstmögliche Sofortmaßnahmen" aus dem Mund unserer Volksvertreter hört, als Sätze wie "Wir arbeiten dran, zaubern können wir zwar auch nicht, aber wir versuchen den Fehler langfristig auszuräumen".
 

Grainger

Praktizierender Atheist
The Mad Hatter schrieb:
Die sind schon lange keine Kommunisten mehr, die sind das Paradebeispiel für einen kapitalistischen Staat. Und zwar im negativsten Sinne (Kapitalismus ist ja nicht per Definition schlecht).
Nach eigenem politischen Selbstverständnis ist China nach wie vor ein kommunistisches Land.
Und natürlich ist Kapitalismus nach kommunistischer Definition schlecht.

Ich gebe Dir allerdings recht das der praktizierte Kommunismus in China mehr und mehr kapitalistische Züge annimmt, China geht hier imho den fatalen Weg von den beiden Systemen Kommunismus und Kapitalismus jeweils die größten Mängel zu übernehmen.

Das ändert aber auch nichts daran das die Möglichkeiten persönliches Eigentum zu erwerben (auch geistiges Eigentum) nach geltendem chinesischem Recht sehr stark eingeschränkt sind. Und das muss man einfach wissen wenn man mit solchen Ländern / politischen Systemen Geschäfte machen will.
 

chmul

Moderator
Teammitglied
The Mad Hatter schrieb:
Wenn man dem deutschen Michel irgendetwas an der derzeitigen Situation in Deutschland anlasten will, dann nur den Umstand, daß er sich jedes mal auf's Neue von unsere Politikern abspeisen läßt und lieber den Slogan "brutalstmögliche Sofortmaßnahmen" aus dem Mund unserer Volksvertreter hört, als Sätze wie "Wir arbeiten dran, zaubern können wir zwar auch nicht, aber wir versuchen den Fehler langfristig auszuräumen".

Wenn man dem deutschen Michel irgendetwas an der derzeitigen Situation in Deutschland anlasten will, dann nur den Umstand, dass er sich nicht um die Politik kümmert, so lange er davon profitiert. Und, dass er im negativen Falle nicht etwa aktiv wird, sondern lieber über sie schimpft. Der deutsche Michel hat es sich geradezu zur Aufgabe gemacht keine Verantwortung zu übernehmen. Er denkt nämlich, er habe keine, wenn er nicht ausdrücklich welche übernimmt.

Aber selbst diese Aussage ist fragwürdig, weil sie auf einen deutschen Michel verweist, den es, falles es ihn jemals überhaupt gegeben hat, so nicht mehr gibt. Wer ist das denn, dieser Michel? Jeder, außer den Politikern (ober besser: der politischen Klasse)? Jeder außer der politischen Klasse und den Bonzen? Jeder außer der politischen Klasse, den Bonzen und den unfähigen Managern? Steht der Michel für die Arbeiter oder vielleicht doch auch für den Angestellten? Wie weit oben auf der Leiter darf ein Angestellter stehen um noch von Michel vertreten werden zu dürfen? Und wie sieht's mit den Unternehmern aus? Zumindest der Chef des 3-Mann-Pizzadienstfamilienunternehmens darf sich doch zur Gruppe der Michels zählen, oder? Wie sieht's denn mit der Dame bei der Kfz-Zulassungstelle aus, den Lehrern oder ganz allgemein den Beamten? Der faule Arbeitslose kann es ja nicht sein, den gibt es ja nicht.

Behauptet man, das Volk trage keine Verantwortung für die aktuellen Umstände, dann behauptet man auch, das Volk könne nichts dagegen tun, weil es weder die Mittel noch Möglichkeiten hat. Nun leben wir aber in einer Demokratie, können also politisch Einfluss nehmen oder sogar aktiv werden. Und wir leben in einer Marktwirtschaft, die es uns ebenfalls ermöglicht aktiv am Geschehen teilzunehmen (es ist sogar schwieriger nicht Einfluss zu nehmen) und Entwicklungen zu beeinflussen.

Wenn man also behauptet, das Volk hat weder Mittel noch Möglichkeit etwas zu tun, dann behauptet man, das Volk ist dumm und unfähig. Und das weigere ich mich zu glauben. Wenn man dem deutschen Michel irgendetwas an der derzeitigen Situation in Deutschland anlasten will, dann nur den Umstand, dass er lieber andere kritisiert als selbst Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen.
 

---rOOts---

Senior Member
chmul schrieb:
... Nun leben wir aber in einer Demokratie, können also politisch Einfluss nehmen oder sogar aktiv werden. Und wir leben in einer Marktwirtschaft, die es uns ebenfalls ermöglicht aktiv am Geschehen teilzunehmen (es ist sogar schwieriger nicht Einfluss zu nehmen) und Entwicklungen zu beeinflussen. ...


Jaja ist schon klar! Ich darf alle paar Jahre mein Kreuzchen auf einen Zettel
machen und danach habe ich gefälligst die Schnauze zuhalten.
Und bloß nicht die Gewählten an ihren Versprechen messen!
Aktiv werden, ja nee auch klar, in etwa zwanzig Jahren habe ich es dann
bis nach Berlin geschafft.
Wie funktioniert noch mal Demokratie?
In dem ich eine zeitlich befristete ( wie nennt man das? ) wähle?

Marktwirtschaft!
Auch klar ich habe ja die Freiheit "tolle", "deutsche", "gesunde" Produkte
zukaufen und den Rest des Monats nicht mehr zu essen, diäten ist ja soo
gesund, oder bei Aldi und Co. mein Zeugs zukaufen, egal wo der Kram her kommt und jeden Tag satt zu werden!

Und ich geb dir Brief und Siegel, in Zukunft wird es noch "besser"!
 

chmul

Moderator
Teammitglied
Nicht falsch verstehen. Ich habe weder geschrieben, dass unsere Politiker ganz tolle Menschen sind, deren einziges Interesse das Wohl des Volkes ist und die darüber ihre eigenen Interessen praktisch aufgeben, noch habe ich behauptet, dass die Marktwirtschaft nur gute Seiten hat.

Ich sage nur, dass man etwas tun kann, dass es in Deutschland (vermutlich aber nicht nur hier) aber eher Usus ist, nur über die zu motzen, die versuchen etwas zu tun.

Kein Bock, zwanzig Jahre darauf hinzuarbeiten, in der Politik so weit zu kommen, dass Du etwas bewegen, dass Du etwas besser machen kannst?

Das ist genau wovon ich spreche!
 

---rOOts---

Senior Member
chmul schrieb:
...

Kein Bock, zwanzig Jahre darauf hinzuarbeiten, in der Politik so weit zu kommen, dass Du etwas bewegen, dass Du etwas besser machen kannst?

Das ist genau wovon ich spreche!


Ich weiß.

Doch weißt du nicht, dass jemand, der nicht Studiert hat und auch rhetorisch
nicht so gut drauf ist, nicht sehr weit kommt!
Stadtparlament, wenn überhaupt und dann ist Schluss!
Außerdem bin ich einfach zu ehrlich und käuflich oder gar bestechlich
bin ich auch nicht, somit käme ich nicht mal bei der Stadt an,
da die in fester Hand des Handwerker- und Gewerbevereins ist!
Der wiederum auch mit den Sportvereinen verwoben ist.

Bananenrepublik!!

Da regen sich manche über die MAFIA auf,
bis auf Morden haben wir doch auch Alles!

Und nun sag mir nicht, dass es in Berlin anders läuft.

Politik wird da schon lange nicht mehr für die Menschen,
für die Bürger dieses Staates gemacht.

Wirtschaftsverbände und andere Organisationen bestimmen das
Tagesgeschäft und langsam und unaufhörlich wird der Staat als
solches abgeschafft. Bürger sind Verbrecher und gehören überwacht,
könnte ja sein, dass sie Freiheit einfordern oder Schlimmeres,
echte Demokratie!
 

Bio-logisch

Moderator
Teammitglied
Was heißt denn echte Demokratie?
Das Modell der Räte, wie es Karl Liebknecht wollte?

Na ja, das mit der Globalisierung ist so eine Sache. Aus meiner Sicht ist die ganze Globalisierung nur ein Zeichen dafür, dass Benzin und Kerosin immer noch viel zu billig sind.

Kann doch nicht sein, dass es billiger ist die Krabben in Deutschland zu fangen und in Marokko puhlen zu lassen um sie dann frisch auf dem Fischbrötchen in Deutschland landen zu lassen, als sie direkt vor Ort zu verarbeiten...
 
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The Mad Hatter

assimiliert
@chuml: Schon mal Parteiarbeit gemacht? Schon mal Mandatsträger gewesen? Schon mal die Abläufe unseres politischen Systems von innen kennen gelernt? Und sei es auf kommunaler Ebene (die im Prinzip wie die höheren Ebenen funktioniert, bloß mit geringeren Auswirkungen).
 

---rOOts---

Senior Member
Bio-logisch schrieb:
Was heißt denn echte Demokratie?
Das Modell der Räte, wie es Karl Liebknecht wollte?

...

Ich habe da keine direkte Vorstellung, wie es auf einer so großen Ebene
funktionieren könnte.
Es kann aber doch nicht sein, dass ich jemanden für eine bestimmte Zeit
ans Ruder lasse und er dann schalten und walten kann wie er will
und ich für diese Zeit keine Einflussnahme mehr habe wohin es geht!

Das ist so etwas wie eine zeitlich befristete Diktatur oder so.
Nur mit Demokratie hat DAS für mein Verständnis nichts zu tun.

Ein Beispiel: Die Bundesregierung unter Kohl hat, die ehemalige DDR, annektiert!
Nix war es mit Wiedervereinigung!! Kein einziger Deutscher ist zu dieser Sache
gefragt worden!! Und was ist mit der Verfassung, die sich die Deutschen im Falle
einer Wiedervereinigung geben sollten??
Alles unter den Tisch gekehrt, damit der Dicke sich ein Denkmal setzen konnte!
Anderes Beispiel: EU-Verfassung! Ist auch nur ein deutscher Staatsbürger gefragt
worden, ob er dafür oder dagegen ist? Nein?
Warum wohl?
Über die Köpfe der Deutschen und gegen ihren Willen, ist die EU-Verfassung
von der Regierung angenommen worden.

Das ist UNSERE Demokratie!!
 

Bio-logisch

Moderator
Teammitglied
Demokratie heißt eben nicht, dass man immer seinen Willen kriegt.
Zumal gerade die EU-Verfassung als Beispiel wenig taugt, denn die hätte den direkten Einfluss der Bürger auf die EU verstärkt ;)
 

---rOOts---

Senior Member
Bio-logisch schrieb:
Demokratie heißt eben nicht, dass man immer seinen Willen kriegt.
Zumal gerade die EU-Verfassung als Beispiel wenig taugt, denn die hätte den direkten Einfluss der Bürger auf die EU verstärkt ;)


Es geht nicht darum, dass ich kleine Leuchte Recht bekomme oder nicht!
Und es geht auch in der Demokratie nicht darum!

Mir ist es schon klar, dass die EU-Verfassung uns Bürgern mehr Einfluss
gegeben hätte, aber DARUM ging es gar nicht!
Es ging darum, WIE Deutschland zu dem JA zur EU-Verfassung gekommen ist!
Demokratisch auf jeden Fall nicht!

Ich klinke mich nun hier aus, bevor mich wieder jemand als LINKS abstempelt!
Was ich mit Sicherheit nicht bin.
 
B

Brummelchen

Gast
>> Demokratie heißt eben nicht, dass man immer seinen Willen kriegt.

Was ein Schmarrn... jedenfalls nicht in vollem Umfang.
Aber seit Jahren ist es doch so, dass Wahlversprecher gewählt wurden
und sich die "Typen" da oben recht gut die Eier schaukeln/schaukeln lassen.
Jeder, der auch nur ansatzweise ehrlich war, wurde rausgeekelt.
Mal zog man mehr rechts, mal mehr links - aber alle in dieselbe Richtung: weg
vom Bürger, der sie dorthin brachte. Problem dabei: andere machen es erfolgreich
vor (USA). Die haben mehr Geld - jo, dann wir auch - "eh was los - ich bin der chef"

Auslagerung bzw "Globalisierung" wird immer nur dann angedroht, wenn's nicht
genügend Kohle abwirft - siehe BenQ - siehe... Die Deppen haben verzichtet
deswegen - und sind voll verarscht worden. Oder Post - Stellenabbau, Druck (eher
Zwang) im Briefpostbereich, Wasserkopf. Genau jener Wasserkopf wird jetzt ausgelagert.
Erst die armen Schweine da unten, jetzt die da oben. Und die ganz oben freuen sich
über mehr Rendite. "eh was los - ich bin der chef"

Da ich mir mein Frühstück nicht versauen will, schreibe ich das vorher.
"Ihr Loser solltet euer Geld auch in Aktien investieren" - die Loser hatten nie die
Möglichkeit, in Aktien zu investieren. Womit denn auch?

Die Aktienblase ist 2001 geplatzt - sie wird noch mal platzen - ebenso wie die Webblase.
Geld und Aktien kann man nicht essen - oder mit in den Sarg nehmen.
 
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chmul

Moderator
Teammitglied
Das System das wir hier in Deutschland haben ist definitiv ein demokratisches. Wir beauftragen durch freie, unabhängige und geheime Wahlen Volksvertreter, in unserem Interesse politisch zu handeln. Indirekte Demokratie aber Demokratie.

Ein entscheidendes Argument für diese Form der Demokratie ist die Tatsache, dass auf diese Weise Leute Entscheidungen treffen, die sich intensiv mit den verschiedenen Themen befassen.

Ich höre schon den Sturm aufziehen. Der Sturm der Entrüstung. Was? In Interesse des Volkes? Intensive Beschäftigung mit Themen? Ja und ja!

Im Intresse des Volkes, aber natürlich nicht immer im Interesse jeden Einzelnen, weil die Interessen innerhalb des Volkes sehr unterschiedlich gewichtet sind. Und auch Politiker sind Menschen (auch wenn sie hier manchmal dargestellt werden, als sei es eine spezielle Spezies, dei mit uns nur das Äußere gemein hat), von daher muss man akzeptieren, dass die eigenen Interessen nicht (immer) ausgeklammert werden können.

Intensiv mit einem Thema befassen? Ja. Nicht so intensiv wie es wünschenswert wäre, aber immer noch intensiver als der Durchschnitt der Bevölkerung. Mag sein, dass die Mitglieder unseres Forums das Urheberrecht grundsätzlich anders gestaltet hätten, aber ob das der Renter von nebenan, die Blonde Friseurin und Bahnhofskioskstammgast genau so sehen, darf bezweifelt werden. Viele Leute machen sich noch nicht mal Gedanken darüber, was sie so den Tag durch daherschwätzen.

@Brummel

Woher hast Du die Informationen, dass halbwegs ehrliche Politiker (huch, ich dachte das ist in sich schon unmöglich) rausgeekelt wurden? Woher die Gewissheit, dass sie die Eier schaukelen/schaukeln lassen? Was lässt Merkel schaukeln? Stichwort: Stammtisch

Dass Auslagerung und der Hinweis auf die Globalisierung nur dann zum Thema wird, wenn die Rendite nicht stimmt, ist etwa so neu wie die Tatsache, dass es bei uns nachts dunkel ist.
 
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