Linux frustriert? Oder bin ich zu dumm?

Theoden

treuer Stammgast
Da ich keine passendere Rubrik gefunden habe poste ich das hier. Ich habe inzwischen drei Jahre damit verbracht einen versuch zu starten auf Linux umzusteigen.Doch das was am meisten haften bleibt ist der frickel Frust. Versucht habe ich es mit Ubuntu, Suse, Fedora, Mandrake, Debian. Doch immer fummele ich mir ein Ast und dann geht dies das oder jenes nicht.Oder es läuft im vergleich zu XP sehr träge. Teilt jemand die Erfahrung oder bin ich Windows süchtig ? Oder lässt der so oft beschworene Lernwillen, von Linuxusern, ab 37 arg nach ?
Ein Erfahrungsaustausch wäre mal ein Einblick ob ich alleine da stehe oder ob weitere User diese Erfahrung gemacht haben. Ich danke allen Mitwirkenden.
 

Las_Bushus

schläft auf dem Boardsofa
1. Tipp es gibt sogar eine Rubrik die sich glaube "Alles Rund um Linux" nennt^^
2. mein dad ist locker über 37 und er arbeitet mit linux (natürlich auch mit win) ich versuch auch gerade umzusteigen =P und ich hab mir hilfe von 2 leuten gehohlt die es drauf haben und so krieg ich das langsam aber sicher auf die reihe, träge find ich linux nicht unbedingt (ich geh hier jetzt mal immer von debian aus) es kommt halt drauf an das du einen passenden window manager/ desktop manager für deine hardware und dich findest, z.b. ist ein kde auf einem 500mhz rechner nicht gerade clever, und ja das sieht dann seeeehr sehr träge aus... , nimmt man jedoch ein gnome oder gar ein FVWM rennt linux win (hier als vergleich xp) locker den rang ab, und da du auch mit einer alten oberfläche deine brand neue software nutzen kannst (hatte noch keine probleme) hat man da doch schon einen vorteil gegenüber win, find ich.
okey ich bin noch nicht 37 ich bin nichtmal halb so alt, und ich lerne einen beruf in der richtung, trotzdem find ich linux nicht wirklich schwieriger als win, wir haben uns nur fast alle an win so gewöhnt das wir es einfach beherschen und bei linux müssen wir uns erst mal kurz reinfitzen. Ich hab mich jetzt auf Debian eingeschossen da ich das konzept ganz cool find. mir ist schon aufgefallen das es doch tlw. erhebliche unterschiede zwischen den linux distribus gibt, somit sollte man sich doch nach testen einiger distribs, auf eins einigen und dabei bleiben, (vorallem wenn das mit dem lehrnen nicht mehr so einfach geht)

soweit erstmal von mir

MfG

Las_Bushus
 

Threepwood

UnBunt.
Moin..

die schwierigkeiten hatte ich damals beim ersten mal SuSe, habs aufgegeben. Jahre später kam dann Debian, erste Erfolge (file-/etwicklungsserver), kurz drauf dann KUbuntu bis jetzt mit der aktuellen Version. Allerdings nur als Spiele-, Entwicklungs-, File-, Printserver. Naja und um einfach mit linux selbst zu arbeiten. Mein Hauptrechner ist nach wie vor XPler.

Probleme sehe ich allerdings selten, sei es der Einbau einer Festplatte inkl. Sicherung aller NTFS Daten die noch drauf waren, sei es Samba, oder sonstwas. Bei der fetten Community find ich das auch arg übertrieben, solange man seine Hausaufgaben macht, Suchfunktionen nicht scheut, und ggfs dann zumindest höflich fragt und gleich alle relevanten Infos rausrückt (sofern man weiss oder ahnt, was relevant sein könnte).

LG
 

Bio-logisch

Moderator
Teammitglied
Frickeln hat so einen negativen Anklang.
Fakt ist, es ist deutlich anspruchsvoller in der Administration.

Schau mal in Deine Signatur ;)
"Windows is userfriendly but linux ist expertfriendly" Linus Torvalds

Das heißt, es gibt jede Menge Schalter, Konfigurationen, und ähnliches, die man betätigen kann. Das geht runter bis auf Quelltextebene und Optimierungen beim kompilieren. Noch dazu ist das ganze dezentral organisiert: Jeder Dienst und jedes Programm hat seine eigenen Konfigurationsdateien und jeweils seine Eigenheiten.

Ist für Experten eine wahre Spielwiese, für den Einsteiger schlicht erschlagend.
SuSE und Ubuntu haben da sicher viel getan, um das ganze beherschbarer zu machen (Suse mit Yast und Sax, Ubuntu mit dem ausgezeichneten wiki), aber manchen kann man es halt nicht leicht genug machen ;)

Sie es mal von der Seite:
Bei Linux hat man wenigsten die Chance, etwas selber zu "frickeln". Bei Windows bist Du immer auf den einen Hersteller angewiesen...
 

Hans- Peter

dem Board verfallen
Es ist meiner Meinung nach definitiv nicht möglich, aus irgendeiner beliebigen Distribution ein System zu machen, das in allen Belangen gut und fehlerfrei läuft und zudem noch einfach einzurichten ist!

Schon wenn man normale Updates durchführt, kann einem das gesamte System der voneinander abhängigen System- und Anwendungsdateien zusammenbrechen.

Am besten sieht man das bei .rpm basierten Systemen, aber es gab in jüngster Zeit mehrere Beispiele, wo auch die supersicheren .deb Systeme abgekackt sind.

Wenn Du eine Anwendung installieren willst, die es für deine Distri nicht gibt und Du eine Softwarequelle zusätzlich integrierst, hast Du im Prinzip schon verloren.
Irgendwann knallt es einfach...

Die grafische Oberfläche, ich sage mal KDE oder Gnome muß träger sein, weil bei Linux ein extra X-Server betrieben werden muß, bei Windows ist das Grafikgeraffel im Kernel integriert.
Mann kann einen beschleunigten Treiber installieren, das bringt im Bezug auf die Oberfläche aber nix und meistens handelt man sich mit dieser Maßnahme anderen Schlamassel ein.

So @Arathon, nun hast Du dich 3 Jahre mit Linux beschäftigt und mußt feststellen, daß das alles nix bringt.

Ich habe mich noch um einiges länger mit Linux gequält und bin zu der Erkenntnis gelangt, daß Linux nix weiter als ein Zeitdieb ist.

Ein paar Kenntnisse vorausgestzt, hat man schnell einen Rechner mit XP aufgesetzt, der schneller, stabiler und genauso sicher ist wie einer mit Linux.
Darüber hinaus hat man alle Anwendungen installiert, die man so braucht und selbst die Freeware Anwendungen für Windows sind um Klassen besser als 95% des Linux-Zeugs, das sich Programm nennt.

Ich kann Linux seit einiger Zeit nix mehr abgewinnen und in der Zeit, in der ich unter Linux Probleme gelöst habe, die ich mit Windows nicht hatte, kann ich fernsehen, lesen, Musik hören, Motorrad fahren oder sonst was...

@Bio-logisch

"Windows is userfriendly but linux ist expertfriendly" Linus Torvalds

Was bringt mir der Expertenstatus?

Bin ich stolz, weil ich eine xorg.conf händisch erstellen kann oder per Konsole alle Dateien, in denen "mrb" vorkommt, auflisten kann?

Brauch' ich nicht!
 

Bio-logisch

Moderator
Teammitglied
Womit wir zum dritten mal dieses Jahr die gleiche Diskussion haben, viper. tlx, deever und -erich- werden wieder das Gegenteil behaupten und der Mod hängt wieder zwischen allen Stühlen :cry:
 

Viper

treuer Stammgast
Womit wir zum dritten mal dieses Jahr die gleiche Diskussion haben, viper. tlx, deever und -erich- werden wieder das Gegenteil behaupten und der Mod hängt wieder zwischen allen Stühlen

Stimmt! :) Diesmal aber nur in einem Satz:
Man kann mit Linux schneller/produktiver und leistungsfähiger arbeiten, allerdings hat man dafür auch einen _deutlich_ höheren Administrationsaufwand, als bei Windows.

Gruß
 

Theoden

treuer Stammgast
Einige sehen mich wegen meines Beitrags als Noob.Davon bin ich weit entfernt! Aber ich wollte wissentlich die Thematik anstoßen.Nicht weil ich flamen wollte.Aber Hans-Peter trifft es ziemlich ! Man fummelt und fummelt und wozu ?
 

Bio-logisch

Moderator
Teammitglied
Arathon schrieb:
Einige sehen mich wegen meines Beitrags als Noob.Davon bin ich weit entfernt! Aber ich wollte wissentlich die Thematik anstoßen.Nicht weil ich flamen wollte.Aber Hans-Peter trifft es ziemlich ! Man fummelt und fummelt und wozu ?

Neuling oder Experte, alles relativ. Das Du hier zu den erfahreneren Fummlern Nutzern gehörst, ist mir schon klar. Wahrscheinlich hast Du auch weit mehr Praxis, als ich in letzter Zeit hatte.

Jedenfalls hatten wir von diesen Diskussionen in letzter Zeit mehr als genug (zuletzt war das LUMIX-Projekt Auslöser).
Ehrlich gesagt, habe ich keinen Bock das alles noch mal durchzukauen.

Wenn ihr spielen wollt, ok, aber schlagt euch nicht! Sonst mach ich hier ratz fatz dicht :boesermod
 

ZuluDC

assimiliert
Linux ist meiner Ansicht nach schon anspruchsvoller in der Einrichtung als XP, dass ja fast jeder Depp auf die Reihe bringt zu installen (ausser die Hardware 'beisst' sich oder so). Wobei dieser Satz aber so auch nicht stimmt, denn ich hab sehr oft Kontakt mit Leuten, die reine Anwender sind. Wenige knien sich mal richtig rein und wissen nach längerer Zeit z.B nicht mal wie man Software deinstalliert in Windows. So gesehen ist selbst Windows nicht ganz einfach.

Seit gut 2 Jahren bin ich von Windows auf Linux umgestiegen und bereue den Schritt absolut kein bisschen. Ja - Linux heisst ab und zu frickeln - und das nicht zu knapp. Kennt man aber eine Distribution schon länger ist man oft mit den gleichen Problemen konfontiert, die man schon mal hatte und hat die Lösungen immer schneller zur Hand - irgendwie weisst man wo man schrauben oder was getan werden muss damit die Sache wieder tut was sie tun soll.

Ich bin halt nicht so blauäugig und geh an Linux ran mit der Forderung es solle alles können und das auch superbe. Das finde ich reichlich naiv. Auch installiere ich keine Distri mehr, die auf Sid basiert, und meine dann alles müsse laufen vorallem wenn man dann querinstalliert oder immer updated. Die Erfahrung zeigt, dass das oft in die Hose geht.
Kubuntu z.B hab ich auch mal von der 5er zur 6er Version raufgehangelt. Es ging eigentlich sogar fast besser als jetzt von der 6.06 zur 6.10, aber ich hab davon profitiert das schon mal gemacht zu haben, denn ohne Vorwissen und Rumwürgen wäre ich verloren gewesen...so aber läuft nun alles wieder ausser vmware - aber auch das werd' ich irgendwann noch gebacken kriegen. Es eilt ned...

Das man sporadisch bei Linux frickeln muss muss ich klar bejahen, aber ich kann mittlerweilen auch gut leben damit, denn die meiste Zeit tut mein Kubuntu genau das was es muss - still und leise vor sich her arbeiten, sodass da gar kein Bedarf mehr besteht sich irgendwie den Wolf zu holen. Ich gebe aber auch ganz offen zu, dass ich klar debianbasierende Distributionen vorziehe, alleine schon deshalb weil ich recht wichtige und hilfreiche Befehle wie apt (apt-cache search, apt-cache showpkg etc.) kenne und so die Infos zur Hand kriege die ich brauche. Mein Fazit nach über 2 Jahren Linux als Hauptsystem ist halt auch, dass es ohne bash, konsole, xterm etc. nicht vollends geht. Diese Tatsache hab ich akzeptiert und werde sporadisch versuchen mir mehr Befehle und auch Zusammenhänge anzueignen. RPM-basierende Distris sind bei mir unten durch: Suse ist immer Beta, Fedora träge wie ein alter Kaugummi, Mandriva....weisst ned - schon lange nicht mehr installiert. Da würd' ich mir vorher noch Gentoo antun und nochmal richtig reinbeissen oder auch Slakware.

Wozu das Ganze kann man sich fragen wie Hans- Peter? Diese Frage muss jeder für sich selber beantworten. Ich hab die bash oder auch nur schon die konsole immer gehasst. Ich fragte mich wozu soll man sich diesen Frickelscheiss antun anstatt bei Windows nur löcki auf die *.exe zu klicken und schon geht es weiter. Muss man Masochist sei? Machen das nur Leute die genug Zeit haben oder sonstwie nicht wissen was mit der Freizeit anfangen...?

Mittlerweilen hab ich eine Distri gefunden, bei der ich 'fast' alles was ich brauche auch gebacken kriege und so haben sich die Fragen irgendwie schon fast von alleine aufgelöst. Vista reizt mich so stark wie Fusspilz und Mac ist mir irgendwie einfach auch zu 'closed'. Wenn ich denke, dass die Festplatte in diesem Pentium3 von einem ganz anderen Rechner (ein PIV) ist und ich diese einfach frech reinmontiert habe und schlussendlich geschlagene 20 Minuten brauchte bis alle Treiber unter Linux liefen und die Netzwerkeinstellungen sassen muss ich nur noch schmunzeln, denn das Windows auf der gleichen Platte zeigt nur noch irgendwelche Kernelxzeption, Speicheradressierfehler oder sonstwas in zartem Blau beim Starten. Tja...

Wenn ich im Web manchmal so 'Streitereien' rund um Linux lese muss ich meist nur noch gähnen. Vor 2 Jahren hätt' ich mitgesabbert - heute interessiert es mich gar nicht mehr, alles reine Zeitverschwendung, denn ich will und werde weiterkommen.
 

Theoden

treuer Stammgast
Ich danke den unterschiedlichen Standpunkten die hier genannt wurden.Ich für meinen Teil lass erst mal die Finger von Linux.Ich bekomme unter Linux alles so weit eingerichtet das es funktioniert.Aber ich bin es halt müde passende Hardware zu kaufen um dann einen halben Vormittag zu brauchen um Photos zu schießen mit einer Webcam. Die unter Win ohne jeden Treiber nach zu installieren bewegte Bilder bietet.Oder wie bei Ubuntu 6.06.1 erst zu fummeln(in die fstab eintragen) bis ich einen USB-Stick oder MP3 Player nutzen kann.Auch die Schriften in Open Office sind je nach Ansicht Auswahl toll bis übel also auch Einstellungssache.Ich finde Linux in vielen Aspekten toll aber es reicht halt nicht für mein Anwendungsprofil.Vielleicht genügt es mir auch nur Anwender zu sein.
 
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