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Thema: Mit der Mehrwertsteuer steuern

  1. #16
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Mit der Mehrwertsteuer steuern

    Zitat Zitat von Gamma-Ray Beitrag anzeigen
    Der Verbraucher wird zum Beispiel auch nicht bei der Deklaration von Lebensmitteln gefragt. Also was da teilweise auf den Tisch kommt, das hat wenig mit Selbstbestimmung zu tun und wir wir alle Hintergründe kennen würden, dann wäre uns vermutlich kotzübel.
    Das ich auch bei vielen anderen Dingen im Leben keine echte Wahl habe ist aber eine seltsame Begründung dafür meine Wahlmöglichkeiten noch weiter einzuschränken.

    Nach wie vor bin ich der Meinung das es nicht richtig sein kann den Konsumenten für eine "falsche" Konsumentscheidung zu bestrafen und gleichzeitig die "falschen" Konsumgüter unverändert zu produzieren und auf dem Markt zu belassen.

    So zu verfahren macht nur Sinn, wenn man politisch eigentlich darauf vertraut, dass die Konsumenten weiterhin die "falschen" Güter kaufen und man dann die höheren Steuereinnahmen einkassieren kann.

    Die EU muss bei allen Produkten, deren Konsum in der jetzigen Form bzw. den derzeitigen Mengen gesundheitsschädlich ist sofort alle Subventionen stoppen, sonst haben wir die gleiche Situation wie bis vor kurzer Zeit beim Tabak: der Tabakanbau wurde subventioniert und gleichzeitig gab die EU Millionen für Anti-Raucher-Kampagnen aus (angeblich sind die Tabaksubventionen inzwischen eingestellt, vielleicht heißen sie jetzt aber auch nur anders und sind an anderer Stelle im EU-Haushalt versteckt).
    Beim Zucker ist es übrigens ganz ähnlich und beim Fleischkonsum (und der daraus resultierenden Massentierhaltung) genau so.

    Bin ich denn der einzige, der so etwas für totalen Schwachsinn hält?
    Und ist es nicht sinnvoll, den ersten Schritt vor dem zweiten zu tun und nicht umgekehrt?

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  3. #17
    ist wieder öfter hier Avatar von gisqua
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    AW: Mit der Mehrwertsteuer steuern

    Zitat Zitat von Grainger Beitrag anzeigen
    Nach wie vor bin ich der Meinung das es nicht richtig sein kann den Konsumenten für eine "falsche" Konsumentscheidung zu bestrafen und gleichzeitig die "falschen" Konsumgüter unverändert zu produzieren und auf dem Markt zu belassen.

    So zu verfahren macht nur Sinn, wenn man politisch eigentlich darauf vertraut, dass die Konsumenten weiterhin die "falschen" Güter kaufen und man dann die höheren Steuereinnahmen einkassieren kann.
    Danke, dass Du meine Gedanken in Worte gefasst hast.
    Zitat Zitat von Grainger Beitrag anzeigen

    Bin ich denn der einzige, der so etwas für totalen Schwachsinn hält?
    Und ist es nicht sinnvoll, den ersten Schritt vor dem zweiten zu tun und nicht umgekehrt?
    Nein, Du bist sicher NICHT DER EINZIGE, aber es ist eben viel bequemer, anders zu denken - bzw. die anderen denken zu lassen.

  4. #18
    Modeberater Avatar von Gamma-Ray
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    AW: Mit der Mehrwertsteuer steuern

    Vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt.
    Es bezog sich auf den Satz von @Sheldor:
    Leute lassen sich bei der Ernährung nicht gern etwas vorschreiben.
    Die Ernährung wird aber auch durch eine falsche Deklaration vorgeschrieben.
    Mit anderen Worten: man jubelt dem Verbraucher sehr oft etwas unter und er weiß es gar nicht.

  5. #19
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Mit der Mehrwertsteuer steuern

    Zitat Zitat von Gamma-Ray Beitrag anzeigen
    Die Ernährung wird aber auch durch eine falsche Deklaration vorgeschrieben.
    Mit anderen Worten: man jubelt dem Verbraucher sehr oft etwas unter und er weiß es gar nicht.
    Aber auch da ist die Politik gefordert. Natürlich würde es auch niemand lesen, wenn an jedem Joghurt eine armlange Liste mit Zutaten und Zusatzstoffen hängt.

    In anderen Ländern hat man durchaus Erfolge mit einer "Lebensmittelampel" gemacht, also auf jedem Lebensmitteletikett ist eine Ampel mit grün, gelb und rot aufgedruckt.
    Aber auch das macht nur Sinn, wenn die Rahmenbedingungen entsprechend streng sind, überwacht werden (und zwar nicht von der Industrie selbst!) und Verstöße streng geahndet werden.

    Wer mal auf Seiten wie Foodwatch ein bisschen quer gelesen hat weiß aber, dass es in Deutschland z.B. reicht mit einem hochwertigen Bestandteil (Macademia-Nüsse, Cranberries, usw.) werben zu dürfen, wenn nur 3% davon enthalten sind und der Rest mit anderweitigen billigen Ersatzstoffen (lebensmitteltechnisch behandelte Rosinen oder Erdnüssen, usw.) aufgefüllt wird.
    Auch die Bezeichnung "naturidentische Aromastoffe" ist ein grandioser Einfall der Marketing-Abteilungen, dass heißt nur das dieser Aromastoff irgendwo in der Natur vorkommt, möglicherweise im Verdauungstrakt von Hühnern oder in Schweineborsten.

    So lange in Deutschland Verbraucherrechte und -informationen vom Gesetzgeber so stiefmütterlich behandelt werden braucht man sich über etwas anderes nicht groß Gedanken zu machen, die Hersteller nutzen mit Sicherheit jedes legale Hintertürchen.

  6. #20
    assimiliert Avatar von Timelord
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    AW: Mit der Mehrwertsteuer steuern

    Zitat Zitat von Grainger Beitrag anzeigen
    In anderen Ländern hat man durchaus Erfolge mit einer "Lebensmittelampel" gemacht, also auf jedem Lebensmitteletikett ist eine Ampel mit grün, gelb und rot aufgedruckt.
    Aber auch das macht nur Sinn, wenn die Rahmenbedingungen entsprechend streng sind, überwacht werden (und zwar nicht von der Industrie selbst!) und Verstöße streng geahndet werden.
    Ich kann mir die Umsetzung in Deutschland schon ausmalen:
    Alles ist grün, der Unterschied liegt in den verschiedenen Farbschattierungen (hellgrün = alles toll, hellgrün +1 Schattierung dunkler = besser nicht Essen, mittelgrün = nahezu tödlich) - man Vergleiche die Energiekennzeichnungen, bei denen die Anzahl der "+" Zeichen hinter dem A (das eigentlich für Energiesparend stehen sollte) kennzeichnet, ob das Gerät 0,5% weniger Energie benötigt ...


    Zitat Zitat von Grainger Beitrag anzeigen
    Wer mal auf Seiten wie Foodwatch ein bisschen quer gelesen hat weiß aber, dass es in Deutschland z.B. reicht mit einem hochwertigen Bestandteil (Macademia-Nüsse, Cranberries, usw.) werben zu dürfen, wenn nur 3% davon enthalten sind und der Rest mit anderweitigen billigen Ersatzstoffen (lebensmitteltechnisch behandelte Rosinen oder Erdnüssen, usw.) aufgefüllt wird.
    Auch die Bezeichnung "naturidentische Aromastoffe" ist ein grandioser Einfall der Marketing-Abteilungen, dass heißt nur das dieser Aromastoff irgendwo in der Natur vorkommt, möglicherweise im Verdauungstrakt von Hühnern oder in Schweineborsten.
    Der aktuelle Hype ist "Vegan". Entsprechende Kennzeichnungen prangen auf so ziemlich allem, bis hin zum Wasser.
    Bei den BIO-Getränken kommt seit einiger Zeit ein Label in Mode, wie toll recyclebar die Plastikflasche drumherum ist ...

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