"Kostenkontrolle" ist auch in der deutschen Mobilfunkwerbung ein vielbemühtes Schlagwort. Der österreichische Netzbetreiber One bietet nun mit ABS (Anti-Belastungs-Service) in Tarifen mit Rechnungslegung (Postpaid) einen Dienst, der unliebsame Überraschungen vermeiden hilft. Jeder Privatkunde kann ab sofort ein Limit zwischen 15 und 150 Euro festlegen, das pro Abrechnungsmonat nicht überschritten werden kann. "So etwas gibt es noch nicht am Markt und auch international sehr sehr selten", sagte One-Chef Jørgen Bang Jensen heute, Mittwoch, in Wien. Bedenken, mit ABS dem Umsatz zu schaden, hat er nicht: "Wir erwarten, dass die Kunden mit ABS mehr telefonieren als vorher. Denn sie haben mehr Sicherheit."


Der ABS kostet monatlich einen Euro und warnt den Kunden per SMS etwa 5 bis 10 Euro bevor er sein selbst gesetztes Limit erreicht hat. Wird das Limit überschritten, kann ein begonnenes Telefonat noch zu Ende geführt werden. Danach wird der Anschluss für ausgehende kostenpflichtige Verbindungen gesperrt und eine entsprechende Information per SMS übermittelt. Die SMS-Infos sind kostenlos und können ohne Aufpreis automatisch auch an ein zweites Handy (auch in einem anderen Netz) verschickt werden. So können etwa Eltern von überschießender Handynutzung ihrer Kinder Nachricht erhalten. Online und mittels Anruf beim Service-Team kann das Limit unter Angabe des Kundenkennwortes jederzeit gesenkt, erhöht oder aufgehoben werden. Für die Berechnung werden Gespräche, SMS, MMS, Datenübertragung und andere kostenpflichtige Dienste wie SMS-Abos herangezogen. Nicht berücksichtigt werden Grundgebühren, Mobile Payment (wo es ein eigenes Limit gibt) und fallweise Roaminggebühren -- die Roamingpartner haben nämlich 36 Stunden Zeit, die Rechnungsdaten zu übermitteln. Zum Ende eines Abrechnungsmonats wird der Zähler auf null gesetzt und eine etwaige Sperre aufgehoben, worüber der Kunde ebenfalls per Kurznachricht informiert wird.

One sieht ABS als erstes Ergebnis der ausgerufenen Service-Offensive. Für Kunden, die Discounttarife ohne Service bevorzugen, hat One Anfang des Monats die Tochterfirma Yesss! ins Rennen geschickt. Während dies nach Tele2 und eTel der bereits dritte Untermieter im One-Netz ist, verhandelt uboot.com mit tele.ring über die Nutzung deren Mobilfunknetzes. In Deutschland ist uboot.com seit Dezember als Schwarzfunk aktiv.

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