Zweierlei Maß bei Organspenden

frankob

gehört zum Inventar
Man sieht nichts anderes mehr in den Nachrichten: Steinmeier spendet seiner Frau eine Niere. Er wird hoch gelobt.

Nebenbei kam heute im Fernseher, daß nicht alle so hochgelobt werden wenn sie Organe spenden. Eine Frau hat ihrem Mann eine Niere gespendet. Im Vergleich zu Steinmeier tat ihr das nicht gut. Sie verlor ihren Job deswegen.

Soviel zur Gerechtigkeit.
 

oxfort

Geht bald.
Wenn Du jetzt noch eine Quelle hättest.:);)

Davon ab, es ist schwierig Spenderorgane zu bekommen. Das ein Minister ein Organ spendet, ist natürlich lobenswert. Das würde ich für meine Familie natürlich auch machen.;)
Imho wird es von der Presse falsch dargestellt.

Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, das ein Betrieb kündigt, weil jemand ein Organ spendet. :unsure:
 

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
Dass ein Mann seine Frau derart liebt, dass er im wahrsten Sinne des Wortes einen Teil von sich opfert, um Ihr zu helfen, ist eine wunderschöne Sache.
Es steht in der Zeitung, weil es ein bekannter Politiker ist - für mich ist das allerdings kein Grund, ihn dafür ganz besonders empor zu haben, ebenso habe ich aber auch kein Verständnis dafür, wenn das mit Argwohn betrachtet wird.

Vielleicht kann das öffentliche Interesse an einem solchen Fall aber auch dazu führen, dass Beispiele wie das genannte seltener vorkommen, oder dass sich überhaupt mehr Menschen mit dem Thema Organspende auseinandersetzen.

Die meisten Menschen sind grundsätzlich bereit, die wenigsten aber haben ihre Spendenbereitschaft dokumentiert.
Dass ein gesunder, lebender Mensch ein Organ spenden muss und vermutlich am selben Tag mehrere ebenso geeignete Organe von verstorbenen Menschen verbuddelt oder verbrannt werden, ist der eigentliche Skandal.
 

Vordack

assimiliert
Es steht in der Zeitung, weil es ein bekannter Politiker ist - für mich ist das allerdings kein Grund, ihn dafür ganz besonders empor zu haben,

Das finde ich gut daß eine öffentliche Persönlichkeit emporgehoben wird, allerdings nur als "Vorbildfunktion".

Blöd gesagt, wenn Fussballspieler XY deswegen emporgehoben wird, könnte Hubert Herzlos, der absoluter Fan von XY ist das vielleicht auch mal tun da sein Vorbild es gemacht hat.
 

Grainger

Praktizierender Atheist
Immer wieder hört man das Gejammere, dass es keine echten Vorbilder mehr gäbe, und jetzt verhält sich ausgerechnet ein Politiker mal vorbildlich (wenn auch "nur" im eigenen familiären Umfeld), und schon ist es einigen auch wieder nicht recht.

Mich hat es viel mehr gestört, als im Jahr 1990 der Herr von Thurn und Taxis auf wunderbare Weise gleich zweimal kurz hintereinander ein Spenderherz erhielt. War aber sicherlich nur einem glücklichen Zufall zu verdanken und nicht dem Umstand, dass er zum damaligen Zeitpunkt einer der reichsten Männer Deutschlands war.
 
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