XP-Lizenz öffnet PCs -- für Microsoft

Eintracht

R.I.P.
Windows-XP-Anwender sollen Microsoft automatische Kontrollen und Downloads auf ihre Rechner zugestehen. In der Januar-Fassung des regelmäßig neu formulierten Dokuments zu den so genannten Product Use Rights (PUR) hat der Softwareriese ganz unauffällig -- nämlich auf Seite 6 von 33 -- ein Statement eingebaut, das an die Sage vom trojanischen Pferd erinnert. Zwischen Unmengen abschreckender Lektüre mogelt sich ein neues Zugeständnis unter die akzeptierten Vereinbarungen, um dann "von innen" die Schutzwälle des Anwenders zu durchlöchern: Der Lizenznehmer erkennt an, dass Microsoft den Rechner des Nutzers automatisch auf Versionen der benutzten Software überprüfen und Updates dafür herunterladen darf.

Das vielleicht wichtigste Motiv für Microsofts Gouvernanten-Anspruch schimmert unter der Überschrift "Security Updates" durch den Juristen-Jargon. Der Absatz erläutert die Interessen der Anbieter von kopiergeschützten Inhalten an Updates ihrer Programme zum Digital Rights Management (DRM). Der Käufer von Software zum Download solcher wohlwollend als "Secure Contents" bezeichneten Inhalte soll Microsoft ermächtigen, auch Updates der DRM-Software im Interesse der Anbieter auf den Rechner herunterzuladen.

Unklar bleibt, ob Microsofts neue Lizenzvorstellungen gesetzliche und privatrechtliche Datenschutz-Anforderungen verletzen -- schließlich verlangt das Softwarehaus weit reichende Eingriffsrechte in den Verantwortungsbereich der auch für Sicherheitsbelange zuständigen Systemadministratoren. Außerdem dürften ungefragte Software-Patches mit dem Softwaremanagement in Unternehmen kollidieren, wo ein Update an produktiv genutzter Software erst infrage kommt, wenn es festgelegte interne Funktionskontrollen bestanden hat.

Microsoft-Sprecher versicherten zwar auf Anfrage, der Anwender solle jederzeit die Kontrolle behalten, ob ein System aktualisiert werde oder nicht. Doch dieses Ansinnen lässt nicht nur die neuen Vereinbarungen völlig unnötig erscheinen, sondern widerspricht auch den liebevoll erklärten Interessen der Provider von "Secure Contents"

Quelle

Ach, was meint es MS doch gut mit uns.
 
Das ist ja mal wieder ein echter MS-Hammer.

Also baut MS uns jetzt noch mehr von seinen Trojanern ein und legalisiert sich das auch noch
klammheimlich...

Muss das denn nicht nach deutschem Recht abgesegnet werden ?
 
Glaubt doch bitte nicht im Ernst, daß das Eintragen auf einer noch so motivierten Seite irgendeine Auswirkung hat. Volkes Stimme ist hier nichts wert.

Ansonsten volle Zustimmung ... XP kommt mir nicht auf die Platten.
 
@ Zorro, (und alle Anderen) machs wie ich, ausgesonderte Aufrüstteile zu einem Internetrechner zusammenbasteln. Da ist nix anderes rauf, als das, was für das Internet gebraucht wird. Wenn da mal ein "Gespräch" eines Proggis mit "Heimweh" durchrutscht, kann keine Welt zusammenbrechen. Und schmutzige Witze sind - noch - Freeware :D
Aber es ist schon Krass, was sich die Fa. Kleinweich (und Andere!) so rauszunehmen gedenken. Aber das trfft uns doch nicht :D :angel
 
Was Lolly nicht weiss... - Software kostet normalerweise Geld.

Oder achtest Du bei Deinen Aufrüstteilen auf eine OEM-Lizenz?

:D :D
Tim
 
:D :D Die Aufrüstteile = Hardware. So war's gemeint. 'Ne alte OEM-Version eines BS für den Server hat man doch früher immer zum Rechner bekommen :angel Und die Telefonieren ja auch nicht, die "alten" BS. Ich glaube nicht, daß Kleinweich sich wegen 98SE noch den A..... aufreist. Aber auf die Art sind sensible Daten so schnell nicht mehr für Hacker, Softwarefirmen und ähnliches Gesockse erreichbar. Wer hat neben seinem Server schon Tag und Nacht das ganze Netzwerk in Betrieb? Noch nicht mal ich :D
 
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