XBOX: Preiserhöhungen machen die XBOX Series S überflüssig – war der Mangel beabsichtigt?

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XBOX: Preiserhöhungen machen die XBOX Series S überflüssig – war der Mangel beabsichtigt?

Xbox Series X S Titelbild


Erwartungsgemäß, in ihrer Wucht und Pünktlichkeit aber doch überraschend, haben die angekündigten Preiserhöhungen bei den XBOX-Konsolen den deutschen Markt erreicht. Die „kleine“ Xbox Series S verliert mit den neuen Preisen gewissermaßen ihre Existenzberechtigung. Zudem darf man sich fragen, ob Microsoft den Mangel an Konsolen in den vergangenen Monaten ganz bewusst herbeigeführt hat.

Die neuen Preise​


Schauen wir zunächst auf die nackten Zahlen. Das sind die neuen offiziellen Microsoft-Preise für die XBOX-Konsolen (in Klammern die vorherigen Preise):

  • XBOX Series X, 1 TB, ohne Laufwerk: 749,99 € (549 €)
  • XBOX Series X, 1 TB, mit Laufwerk: 799,99 € (599 €)
  • XBOX Series S, 512 GB: 499,99 € (349,99 €)
  • XBOX Series X, 1 TB: 599,99 € (399,99 €)

Schaut man in die Preisvergleichs-Portale, dann haben die neuen Preise bereits durchschlagende Wirkung. Die Xbox Series X mit Laufwerk ist aktuell nicht unter 729 Euro zu bekommen, die Verfügbarkeit ist allerdings sehr begrenzt. Für die Variante ohne Laufwerk konnte ich gar keine Angebote finden.

Etwas besser sieht es bei der XBOX Series S aus. Die Variante mit 512 GB findet man noch problemlos zum alten Preis. Für die 1 TB-Version muss man mindestens 450 Euro bezahlen und es gibt reichlich Angebote unterhalb der neuen UVP.

Kalkulierter Mangel im Vorfeld?​


Im Juni hatte Microsoft behauptet, man sei derzeit nicht in der Lage, genügend Konsolen zu produzieren, um den Bedarf zu decken. Angesichts der mickrigen Verkaufszahlen klang das beinahe albern. Allerdings gab Microsoft auch an, aufgrund falscher Entscheidungen deutlich stärker von der Komponentenkrise betroffen zu sein.

Ich interpretiere die Aussage so, dass sich Microsoft nicht langfristig mit Bauteilen eingedeckt hat und daher von den Preissteigerungen bei RAM und SSDs direkt voll erwischt wurde. Man dürfte es allerdings auch nicht eilig gehabt haben, rasch nachzuproduzieren, bevor man Gelegenheit hatte, diese Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben.

Das führte jetzt dazu, dass die Preiserhöhungen zügig durchschlagen, weil die Händler wenig bis keine Bestände haben, die sie noch zum alten Preis abverkaufen können. Im Heimatland USA war das offenbar besser.

Neue Preise machen die XBOX Series S uninteressant​


Zum Start der aktuellen Konsolengeneration war die XBOX Series S eine interessante Alternative. Sie lieferte zwar weniger Leistung, konnte aber dennoch alle NextGen-Spiele ausführen und war günstig. Lange Zeit war sie für teils deutlich unter 300 Euro zu bekommen.

Wenn die Restbestände abverkauft sind und die neuen Preise voll am Markt durchschlagen, ist es mit „günstig“ endgültig vorbei. Der Preisunterschied zwischen der XBOX Series S mit 1 TB Speicherplatz und der ebenfalls laufwerkslosen Series X beträgt jetzt noch 150 Euro. Und das in einem Bereich, wo dieser Unterschied zunehmend unwichtig wird. Wer 600 Euro für eine Konsole ausgeben kann, wird auch 750 Euro aufbringen.

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