Windows Insider Programm: Ein zusätzlicher Kanal, noch weniger Klarheit und noch weniger Infos

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Windows Insider Programm: Ein zusätzlicher Kanal, noch weniger Klarheit und noch weniger Infos

Windows Insider Titelbild


Das Interesse am Windows Insider Programm befindet sich mutmaßlich auf einem historischen Tiefpunkt. Nun hat Microsoft Änderungen angekündigt, und die verheißen nichts Gutes. Das Durcheinander wird noch größer, noch dazu reduziert Microsoft die Kommunikation. Immerhin in einem Punkt wird es spannend: Der neue “Canary Channel” scheint für den Test von Windows 12 vorgesehen zu sein.

Ich habe mich an dieser Stelle schon mehrfach über den desolaten Zustand des Insider Programms ausgelassen. Es gibt im Gegensatz zu früher keine saubere Struktur mehr, alles läuft wild durcheinander, und die Kommunikation mit den Insidern lässt immer mehr nach.

Nun hat Microsoft Änderungen am Insider Programm angekündigt. In den Kanälen Beta und Release Preview bleibt alles wie gehabt: In der Release Preview landen nur die Updates, die auch für die produktive Version vorgesehen sind, im Beta-Kanal wird ein wenig mehr experimentiert.

Der Developer Channel wird zum Canary Channel. Alle Insider, die derzeit im Dev Channel sind, werden automatisch in den Canary Channel umgezogen, der weiterhin die Builds aus dem 25000er-Nummernkreis erhält. Der Dev Channel legt einen “Neustart” hin und erhält künftig Builds aus dem neuen 23000er-Nummernkreis. Eine Möglichkeit zum Verbleib in diesem Kanal gibt es nicht. Man kann aus dem Beta- in den Developer-Kanal wechseln, aber wer Developer-Insider ist und bleiben will, muss neu installieren.

Die Definitionen der Kanäle Canary und Developer sind quasi identisch: In beiden Kanälen testet Microsoft Neuerungen, die nicht an ein bestimmtes Release gebunden sind. Das können experimentelle Funktionen sein, die niemals veröffentlicht werden, oder aber auch neue Funktionen, die nach erfolgreichem Test recht zügig in die offizielle Version wandern.

Die spannenden Details: Beim Canary Channel spricht Microsoft auch von Kernel- und API-Änderungen, außerdem fehlt hier “Windows 11” in der Definition. Der Canary Channel dürfte also der Kanal sein, in dem in ein paar Monaten die Tests von Windows 12 beginnen – “heimlich” starten diese Tests mehr oder weniger sofort.

Weil die Insider nach wie vor alles testen sollen, aber nicht alles wissen dürfen, wird Microsoft die Kommunikation reduzieren: Es wird nicht mehr zu jeder neuen Canary Version einen Blogpost geben, sondern nur dann, wenn es auch etwas gibt, worüber Microsoft sprechen möchte.

Die Windows Insider Kanäle

Was uns erhalten bleibt, ist das Chaos bei der Einführung neuer Funktionen in den Insider Builds. Diese werden nach wie vor nach dem Zufallsprinzip aktiviert.

Wer also gehofft hatte, Microsoft würde das Windows Insider Programm wieder besser strukturieren und organisieren, wird enttäuscht. Es wird alles noch konfuser, und es wird noch schwieriger, den Überblick darüber zu behalten, was in den Insider Versionen vor sich geht. Das Gute daran: Niemand muss sich das antun.

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