Wie man Bäumen das Leben vergällt

gisqua

ist wieder öfter hier
Auf meinem Schreibtisch habe ich seit ewigen Zeiten eine Faltmappe liegen, worin ich alle möglichen Dinge sammle, die mir auffallen, die ich "bearbeiten" will, die mir in diesem Moment wichtig sind, die aber nicht in meinen sehr lockeren Zeitplan reinpassen.
Sie sind ordentlich mit diversen farbigen Zetteln versehen, damit ich auch später noch weiß, WAS ich denn mit diesem Kram eigentlich machen wollte.
Aber wie das so ist - wenn diese Sachen erst einmal aus meinem Sichtfeld verschwunden sind, nehmen sie massiv an Wichtigkeit ab.

Vorgestern habe ich diese "Gedanken-Mappe" wiederentdeckt. Sie lag versteckt unter einem Stapel Zeitungsausschnitten, großen und kleinen Zetteln mit Wortspielereien, Glückwunschkarten und ähnlich super wichtigen Dingen wie Heizkissen und einer Tafel Schokolade.

Ganz unten lag eine Abhandlung über den “Garten im Wandel der Zeit” vom 20. März 2017.
die ich Euch damals eigentlich verlinken wollte.
Da ich glaube, dass das Thema immer noch interessant ist, mache ich es eben heute.

Es geht um den (teilweise) gedankenlosen Umgang mit Bäumen und Sträuchern, die noch in unserem nahen und näheren Umfeld zu finden sind.
Lesezeit ca. 10 Minuten je nachdem, wie intensiv gelesen wird.
Nachdenken zwischendurch ist erlaubt und erwünscht.



Wir haben eine solche "Baumbearbeitung" vor zwei oder drei Jahren direkt neben unserem Haus mitbekommen.
Direkt an der Auffahrt zu dem Grundstück hinter uns, es handelt sich um ein Seniorenheim, steht ein seitlich ziemlich ausladender herrlicher japanischer Kirschblütenbaum.
Jedes Jahr war das eine Augenweide für alle Anwohner.
Da auch größere Lieferwagen diesen Weg benutzten, war ein minimaler Nachschnitt schon wichtig.
Was die Arbeiter allerdings mit diesem Baum angestellt haben, ist kaum vorzustellen.
Besser wäre es gewesen, wenn der Baum wäre gleich gefällt worden.
Seitdem können wir die wenigen Blüten im Frühjahr zählen.
2021.05.23.Baum.jpg


Ein zweites Bild vom heutigen Zustand erspare ich Euch.
 
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