Neuigkeit WhatsApp schiebt deine Daten jetzt auch zu Facebook rüber

Gamma-Ray

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Den Gewinn verdoppelt und den Datenschutz halbiert, bzw. mit Füßen getreten:

 

Schpaik

jeder nach seiner Façon
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Eine Zusammenfassung und auch Vermutung wie es jetzt weitergehen kann und was der Hamburger Datenschutzbeauftragte geschrieben hat, in diesem Video:

 

Norbert

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Nun ist es endgültig, die Schonfrist ist ab heute vorüber und die Erpressung der (Noch-)Nutzer schlägt seitens WhatsApp voll zu.
WhatsDown! :devilish:(n)
 

Gamma-Ray

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Es ist anscheinend so, dass wenn Nutzer WhatsApp in Kontakt mit Firmen und kommerziellen Einrichtungen aufnehmen, dann auch Daten fließen, die man eigentlich nicht hergeben möchte und das ist ein Faß ohne Boden.
Diese Firmen zahlen Geld für diese Daten und wollen dafür auch einen Vorteil haben!
 

Gamma-Ray

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Im Google Playstore ist WhatsApp auf Platz 28 abgerutscht und selbst die Coronawarn-App hat WhatsApp deutlich überholt.

Ich habe es bereits schon länger deinstalliert und jede Woche kommen bei Signal, Telegramm oder Threema die Neuanmeldungen aus meinen Kontakten.

Das Dauerfeuer (Bashing) in den Medien scheint auch zu wirken.
Bei Apple ist sogar eine Verbannung von WhatsApp denkbar und das würde die Angelegenheit dann richtig ins Rollen bringen.

Jedenfalls ist es diesmal nicht nur ein Geschrei und dann nutzen es alle weiter.
Da dürfte jetzt mehr möglich sein, als noch vor ein paar Jahren, als Facebook WhatsApp übernommen hatte.
 

Norbert

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Im Google Playstore ist WhatsApp auf Platz 28 abgerutscht
Eine schöne Klatsche für den Zuckerberg. Richtig freuen würde es mich allerdings, wenn da noch ein oder zwei Nullen hinten an die Platzierung dran kämen. :devilish: 🤣

Nachtrag:
Ups, gerade eben erst nach meinem hämischen Post gelesen...
WhatsApps bzw. Facebook versucht nun plötzlich, das in den Brunnen gefallene Kind wieder herauszuziehen:

Stellungsnahme eines WhatsApp-Sprechers:
Angesichts der jüngsten Diskussionen mit verschiedenen Behörden und Datenschutzexperten möchten wir klarstellen, dass wir die Funktionalität von WhatsApp für diejenigen, die das Update noch nicht angenommen haben, nicht einschränken werden. WhatsApp erklärt gegenüber The Verge, dass dies der Plan sei, der auf unbestimmte Zeit fortgeführt wird. Das schließt natürlich nicht aus, dass man es in Zukunft erneut versuchen möchte.
Auf gut Deutsch: Erstmal wieder Gras über die Sache wachsen lassen, danach können wir die Nutzer-Verarsche erneut versuchen. :mad:
 
Zuletzt bearbeitet:

Gamma-Ray

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Na da hat Herr Zuckerberg wieder mal persönlich mit Zuckerwatte die Medien mit seinem Geschwurbel zu gekleistert und auf ganz neue Features seine geliebten Anhänger vorbereitet.

Ich kann es kaum abwarten bis die Features verfügbar sind... 🥴

 

Norbert

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Gerade zufällig beim Stöbern entdeckt:

Es geht jetzt in meinem Beitrag hier aber nicht um den eigentlichen Inhalt der Webseite oder das gezeigte Bild, sondern vielmehr darum:
Scrollt man auf der Seite herunter und klickt bei Einzelheiten zur Genehmigung auf den Link "mehr...", bekommt man Folgendes zu lesen:
No Facebook.svg Diese Datei steht unter einer Lizenz, die mit den Lizenzbedingungen von Facebook inkompatibel ist. Es ist daher nicht gestattet, diese Datei auf Facebook hochzuladen. Die Benutzung dieser Datei auf Facebook stellt eine Schutzrechtsberühmung und Urheberrechtsverletzung dar.

Hach, was ist Schadenfreude doch manchmal so schön ... noch eine Klatsche für den Zuckerberg! 😈😛 😂

Die guten Rechte, die man durch die Creative-Commons-Lizenz (CC BY-SA 3.0) dagegen ansonsten hat, bleiben davon völlig unberührt, man darf diese Werke also unter Beachtung dieser Lizenzbestimmungen überall außer auf dem Fratzenbuch frei weitergeben. :)(y)
 

Norbert

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Und noch ein Dienst, der vertrauliche Nutzerdaten an Facebook und auch noch ein Werbenetzwerk weiterreicht.

Doctolib ist dabei besonders pikant, da es für Onlinebuchungen von Arztterminen dient.
Außerdem wurde Doctolib bereits einmal von Cyberkriminellen attackiert, was jedoch offenbar erfolgreich abgewehrt werden konnte.

Der Zweite im Bunde der unerwünschten Datenempfänger außer Facebook ist Outbrain, eine Werbeplattform, die jedoch größtenteils als minderwertige Clickbait-Kiste gilt.

Auf solche feinen "Dienste" kann ich gerne verzichten, Doctolib sollte man also keinesfalls nutzen und gegen Outbrain (als Verteiler) hilft ein Adblocker.
 

Gamma-Ray

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Doctolib ist dabei besonders pikant
Das eigentlich pikante ist aber, dass die Arztpraxen, die damit arbeiten, den Doctolibs mehr Zugriff gebilligt hat, als nur die Namen und Adressinformationen.
Hier hat es letzte Woche beim WDR einen Aufschrei gegeben, weil die offensichtlich auch auf sensible Patientendaten zugreifen und das ist nicht mehr nur pikant.

 

Norbert

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Ja, den Big Brother Award hatte Günter Born ebenfalls erwähnt und noch viel mehr. So zum Beispiel auch, dass Doctolib völlig konträr zu ihren eigenen Datenschutzbestimmungen agiert hat. Diese Bestimmungen sind somit eine komplette Lüge.

Skandalös ist auch, dass das oberste französische Verwaltungsgericht einer Klage einiger französischer Ärzteverbände widersprochen hat, mit der Begründung, dass der Datenschutz ausreichend sei. Sogar der deutsche Bundesdatenschutzbeauftragte und auch der Landesdatenschutzbeauftragte Berlins haben sich zur „DSGVO-Konformität“ des Falls bisher noch nicht geäußert. Die haben wohl genauso viel oder noch weniger Ahnung wie die französischen Gerichte.
 

Norbert

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Nachtrag:
Während man es bei WhatsApp ja noch selbst im Griff hat, ob man die Anwendung nutzt und den Datenkraken freie Fahrt lässt, ist dies bei Doctolib nicht so ohne weiteres möglich, wie der hier zitierte Kommentar eines Bloglesers deutlich zeigt. Entweder weiß man gar nicht, ob eine der besuchten Arztpraxen diese Software nutzt, oder man hat kaum die Möglichkeit, die betreffende Praxis zu wechseln. Es ist schon eine bitterböse Sache. Und wie es aussieht, gibt es diese Software bereits seit über einem Jahr, wer weiß, welche Daten da schon alle an Werbeunternehmen, Facebook und anderes Gesindel abgeflossen sind. Da dürfte es noch vergleichsweise harmlos sein, wenn einem deswegen der Briefkasten mit Werbung für blaue Pillen zugemüllt wird.

Art sagt:

23. Juni 2021 um 19:12

Da meine Hausarztpraxis im März/April’20 Doctolib zur Terminplanung einsetzt, schiebe ich seit dem meine nötigen Arztbesuche vor mir her.
Den Big-Brother Award nahm ich zum Anlass bei der Praxis nachzufragen: vermutl. sind meine Patientendaten an Doctolib abgeflossen, ohne dass ich jemals Doctolib Kunde war oder eine irgendwie geartete Einwilligungserklärung abgezeichnet habe (Abfluss erfolgt auf dem Arzt-/Praxis PC durch die Doctolib Software)…Vielen Dank auch….
Eine Behandlung unter Ausschluss der Doctolib Services ist wohl nicht möglich.
Ich hatte mir im April’20 die Services angeschaut und habe die Nutzung für mich selbst nach eine irgendwie vertrauliche Kommunikation kann ich mir abschminken.
=> Ich muss mir einen neuen Hausarzt suchen und überlege, ob ich mir die Mühe einer Datenschutzklage gegen Doctolib machen sollte.
Gegen meine ehemalige Hausarztpraxis hege ich keinen Groll: IT Spezialisten sollten Ärzte nicht auch noch sein und mit der Gesundheitsgrundversorgung verdient sich auch niemand eine goldene Nase.

Günter Born hat außerdem seinen Artikel noch etwas überarbeitet und um eine leider recht schlimme Entdeckung ergänzt:
Und was war mit der Sicherheitslücke?

Ich muss leider was ergänzen: Was ich auch noch nicht thematisiert habe: Heute, am 23. Juni 2021, berichtet Zeit Online in diesem Artikel erneut von einem alten Flop. Nach Recherchen konnten auch Dritte wegen einer Sicherheitslücke bis 2020 auf Arzt- oder Impftermine sowie Daten von Ärzten zugreifen [...]

Eine Doctolib-Sprecherin hatte Ende 2020 den Umfang des Datenlecks gegenüber Zeit Online klein geredet. Laut Unternehmen sei die Anschuldigung über ein Leck von 150 Millionen Terminen zu 100 Prozent falsch. Es wären nur 45 Termine betroffen gewesen. Zeit Online konnte nun die zu Beweiszwecken von einem unbekannten Entdecker heruntergeladenen Datensätze einsehen und auf Plausibilität prüfen. Laut dem Medium handelt es sich nicht um 45 Einzelfälle, sondern um „einige Tausend Datensätze“. Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht, aber abwiegeln ist beim Anbieter wohl Programm. An dieser Stelle möchte ich rufen: Was denn noch?
Da brat mir doch einer einen Storch, es wird ja immer besser.
 
Zuletzt bearbeitet:

Norbert

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Wer bei Fakebook ist und/oder WhatsApp nutzt, kann auch gedankenlos Clubhouse beitreten.
Denn diese Personen haben ja sowieso schon alles Private in die Welt hinaus gebrüllt. :devilish: :p

 

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
Viel Rauch um Nichts. Eine Liste mit 3,8 Milliarden Telefonnummern ohne Namen kann ich dir auch erstellen. Sollte sich sogar relativ leicht programmieren lassen.
 

Norbert

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Teammitglied
Drei Jahre hatte die Datenschutzbehörde DPC WhatsApp daraufhin geprüft, ob sie ihren DSGVO-Verpflichtungen nachkommt. Wie wir wissen, war das genaue Gegenteil der Fall. Und dafür gibt es jetzt endlich eine saftige Watschen von der Behörde: :devilish:😂

 
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