Vodafone erprobt Home-Zone-Variante

Perry

assimiliert
Test von VodafoneZuhause läuft bis 15. Januar 2005

In einem Probebetrieb testet Vodafone seit einiger Zeit einen neuen GSM-Dienst unter der Bezeichnung VodafoneZuhause, der gewisse Ähnlichkeiten mit der Home-Zone von O2 aufweist. Der Vodafone-Dienst soll quasi ein Festnetz-Ersatz sein und ist weniger als Mobilfunkdienst ausgelegt. In einem örtlich begrenzten Areal kann man über VodafoneZuhause beliebige Telefonate führen und ist auch außerhalb dieses Bereichs jederzeit erreichbar.

Wie erst jetzt bekannt wurde, verkauft Vodafone den Dienst VodafoneZuhause bereits seit dem 17. November 2004 über die eigenen Shops. Der Test läuft bis zum 15. Januar 2005. Ob der Dienst nach Ablauf dieser Frist weiterhin oder in modifizierter Form angeboten wird, steht noch nicht fest.

Um VodafoneZuhause nutzen zu können, fällt ein einmaliger Anschlusspreis von 24,95 Euro an. Für einen Monatsbeitrag von 20,- Euro erhält man dann ein Gesprächsvolumen von 1.000 Minuten, um darüber Festnetzteilnehmer oder VodafoneZuhause-Kunden anrufen zu können. Telefonate in Mobilfunknetze werden mit 0,25 Euro pro Minute separat abgerechnet und sind nicht in der Quasi-Grundgebühr enthalten.

Wurde das Kontingent abtelefoniert, kosten Festnetz- und VodafoneZuhause pro Minute 0,04 Euro. Nicht vertelefonierte Inklusivminuten lassen sich nicht in den Folgemonat übertragen. Der SMS-Versand wird mit 0,20 Euro berechnet und ist im gesamten Vodafone-Netz möglich, was auch für den Empfang gilt. Die Mailbox-Abfrage ist generell im Preis inbegriffen.

Ähnlich wie auch O2 mit der Home-Zone beschränkt sich VodafoneZuhause auf einen örtlich begrenzten Bereich, der durch eine Funkzelle abgedeckt wird, beispielsweise die Wohnadresse. Von dort aus können die Telefonate geführt werden. Hat man diesen Bereich verlassen, sind keine Telefonate mehr möglich und man kann nur noch seine Mailbox abfragen. Allerdings ist man im gesamten Vodafone-Mobilfunknetz erreichbar, auch wenn man sich nicht in der Zuhause-Zone befindet.

Anrufe zu VodafoneZuhause werden allerdings derzeit als Mobilfunktelefonat abgerechnet, da hierfür von Vodafone keine Ortsnetzrufnummer, sondern eine Mobilfunknummer mit der Vorwahl 01520 verwendet wird. Anrufer müssen daher doch recht tief in die Tasche greifen. Damit unterscheidet sich das Vodafone-Konzept signifikant von der O2-Home-Zone, die nach außen hin eine Festnetzvorwahl aufweist, so dass Anrufern nur ein Festnetztelefonat abgerechnet wird, wenn sich der O2-Kunde innerhalb seiner Home-Zone befindet.

Der Dienst lässt sich mit einem beliebigen Mobiltelefon nutzen, Vodafone bietet alternativ das Einsteiger-Handy C115 von Motorola an. Weitere Mobiltelefone können mit dem Dienst derzeit nicht gekoppelt werden. Nach der Freischaltung des Dienstes kann man bis zur endgültigen Konfiguration für zwei bis drei Tage auch außerhalb der gewählten Zuhause-Zone telefonieren, weil Vodafone diese Zeit zur Konfiguration benötigt.

Quelle
 

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
Haben gestern schon bei mir angeklingelt und mir den Tarif angeboten. Aber ich konnte den "Angriff" mit dem Stichwort "Voice over IP" gekonnt abwehren :)
 

Perry

assimiliert
Voice over IP ist aber keine Allroundlösung. Die O2 Homezone reicht mindestens 500 Meter um deinen Wohnort, in kleineren Städten sogar viel weiter. Ich telefoniere in Schweinfurt fast überall "Festnetzgünstig". Habe allerdings im Gegentum zu Vodafone den Vorteil einer Festnetznummer, bin also auch günstiger zu erreichen.
 
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