Verheimlicht Microsoft die Risiken generativer KI? EU setzt ein Ultimatum

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Verheimlicht Microsoft die Risiken generativer KI? EU setzt ein Ultimatum

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Die EU-Kommission hat Microsoft ein Ultimatum gesetzt: Bis zum 27. Mai muss das Unternehmen umfassende Informationen über die Risiken generativer KI vorlegen, ansonsten droht seine saftige Strafe. Es steht der Verdacht im Raum, dass der Copilot in Bing sowie der Microsoft Designer gegen den Digital Service Act verstoßen.

Die Woche könnte für Microsoft kaum ungemütlicher enden. Heute Vormittag hörten wir vom gerichtlichen Vorgehen des BSI gegen Microsoft wegen der mangelhaften Kommunikation rund um jüngste Sicherheitsvorfälle. Nun eröffnet die EU noch eine weitere Front gegen die Redmonder.

In einer Pressemitteilung erklärt die EU-Kommission, dass man am 14. März 2024 ein förmliches Auskunftsersuchen an Microsoft geschickt hat. Es geht um den Verdacht, dass die generativen KI-Funktionen des Copilot in Bing und des Microsoft Designer für die Erstellung von Deepfakes und anderen manipulativen Informationen missbraucht werden können. Dabei hat die EU insbesondere eine mögliche Beeinflussung der Europawahl am 9. Juni durch Desinformation im Blick.

Nach dem Digital Service Act sind Unternehmen dazu verpflichtet, angemessene Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen und auf Verlangen darüber Auskunft zu geben. Auf die Anfrage vom März hat die EU-Kommission laut der heutigen Mitteilung bislang keine oder nur unzureichende Antworten erhalten, weshalb im nächsten Schritt jetzt eine öffentliche Deadline gesetzt wird. Kommt Microsoft dieser Aufforderung erneut nicht nach, sind Geldbußen von bis zu einem Prozent des Jahresumsatzes möglich. Das wären bei Microsoft immerhin rund 2 Milliarden US-Dollar.

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