UGREEN NASync DXP6800 Pro im produktiven Einsatz – Folge 2: Einrichtung und erste Schritte

News-Bote

Ich bring die Post
UGREEN NASync DXP6800 Pro im produktiven Einsatz – Folge 2: Einrichtung und erste Schritte

UGREEN NASync DXP6800 Pro im produktiven Einsatz - Folge 1: Die Hardware


Das UGREEN NASync DXP6800 Pro ist seit einiger Zeit die produktive Schaltzentrale in meinem Heimnetz. In dieser Artikelserie schildere ich meine praktischen Erfahrungen. Im zweiten Teil geht es um die Ersteinrichtung und eine allgemeine Tour durch das Betriebssystem UGOS Pro.

Wer den ersten Teil verpasst haben sollte, kann hier starten:

UGREEN NASync DXP6800 Pro im produktiven Einsatz – Folge 1: Die Hardware

UGOS Pro – von der Baustelle zur Serienreife​


Ich gehörte vor rund zwei Jahren zu den ersten Leuten, die einen Blick auf die neue NAS-Serie von UGREEN werfen durften. Das DXP4800 wusste optisch wie hardwaretechnisch zu gefallen. Das Betriebssystem allerdings war eine einzige Baustelle. Die Funktionen waren rudimentär, die Lokalisierung an vielen Stellen schlecht oder nicht vorhanden.

Die Entwicklung ging allerdings mit großen Schritten voran. Insgesamt hatte ich allerdings noch zu wenig Vertrauen, um dem System dauerhaft meine produktiven Daten anzuvertrauen. Einige Zeit nach meinem Testbericht wanderte das DXP 4800 daher in die Abstellkammer. Mitte 2025 nahm ich es testweise erneut in Betrieb und schaltete es nie wieder aus.

Was den Umfang der integrierten Funktionen angeht, kann es UGREEN weiterhin nicht mit Platzhirschen wie Synology aufnehmen. Dort findet man weiterhin erweiterte Möglichkeiten, insbesondere für den (semi-)professionellen Bereich. Andererseits ist ein Dienst für virtuelle Maschinen ohne Zusatzkosten enthalten, und dank Docker sind der App-Auswahl praktisch keine Grenzen gesetzt.

Das, was UGOS Pro inzwischen von Haus aus anbietet, reicht für meine Zwecke. Ich benötige einen Medienserver, eine Foto-Verwaltung, Netzwerkzugriff auf die abgelegten Dateien sowie eine Synchronisation mit meinem OneDrive-Speicher – das sind die wichtigsten Eckpunkte.

Als Medienserver nutze ich Plex. Die Installation via Docker erfordert ein wenig Handarbeit, ist aber keine Raketenwissenschaft. Mit dem Dienst für virtuelle Maschinen habe ich mein eigenes „Cloud-Windows“ realisiert. Darauf werde ich aber in späteren Beiträgen noch eingehen. Ehe ich mich jetzt noch weiter verzettele, beginnen wir mit der besprochenen Tour durch UGOS Pro.

Aller Anfang ist Speicher​


Bevor man Daten auf dem NAS ablegen kann, muss man einen Speicherpool anlegen. UGOS Pro unterstützt die Festplatten-Konfigurationen Single Drive, JBOD sowie RAID 0/1/5/6/10/5+Hot Spare.

Beim Anlegen werden die wichtigsten Merkmale der jeweiligen Auswahl erklärt. Ich habe mich für den „Klassiker“ RAID 5 entschieden. Schaut dazu unbedingt auch in die Diskussion in unserer Community.

Einrichtung eines Speicherpools unter UGOS Pro

Im Detail sieht meine Konfiguration aktuell so aus:

  • 4 x 4,3 GB SSDs als RAID 5 für alle Daten
  • 2 x 4,3 GB HDD als JBOD, aktuell mehr oder weniger ungenutzt
  • 1 x 1 TB M.2 SSD, auf der alle Apps und die virtuelle Maschine installiert sind.

Bei der M.2-SSD habe ich keine Ausfallsicherheit, das nehme ich bei den derzeitigen Preisen allerdings in Kauf. Es ist ja „nur“ Arbeit, wenn sie kaputtgehen sollte.

Auf der Startseite der Speicherverwaltung sieht man alle Festplatten auf einen Blick. Gelegentlich werden hier Empfehlungen zu Artikeln auf den UGREEN-Hilfeseiten angezeigt.

Startseite der Speicherverwaltung in UGOS Pro

Kritik muss logischerweise auch sein. Ich würde erwarten, dass man in dem Modul zur Speicherverwaltung auch die Standard-Speicherorte konfigurieren kann. UGREEN geht hier allerdings einen anderen Weg. Den Standard-Speicherort für Apps stellt man im App-Center ein, den für die Benutzerordner und Netzwerkfreigaben in der App „Dateien“.

Die entsprechenden Funktionen „verstecken“ sich zudem hinter recht unscheinbaren Schaltflächen, siehe nachfolgende Screenshots.

Speicherort der persönlichen Ordner auf dem UGREEN NAS einstellen. Standardspeicherort für Apps auf dem UGREEN NAS einstellen.

Allzu oft ändert man diese Einstellungen nicht, insofern ist das nicht weiter schlimm. Ich habe mir jedoch zunächst „einen Wolf“ gesucht, was bei meinem dünnen Geduldsfaden eine echte Herausforderung war.

Systemsteuerung​


Die Systemsteuerung ist die Schaltzentrale von UGOS Pro. Hier findet man die Benutzerverwaltung, wo man Benutzer und Gruppen sowie deren Berechtigungen pflegen kann.

Bei den Dateidiensten lassen sich SMB, FTP, NFS, Rsync und WebDAV einrichten. Zudem kann man das NAS für Apples Bonjour-Dienst einrichten, um Backups via Time Machine auf dem Server abzulegen.

Unter Geräteverbindung kann man den Fernzugriff via UGREENlink einrichten, es werden aber auch alle bekannten DDNS-Dienste unterstützt.

Terminalzugriff ist via Telnet und SSH möglich, standardmäßig sind beide Dienste abgeschaltet.

Im Abschnitt Hardware und Energie kann man verschiedene Energie- und Lüfterprofile auswählen, Signaltöne und Helligkeit der LEDs (auch zeitgesteuert) regeln, Zeitpläne für das automatische Ein- und Ausschalten definieren sowie eine eventuell angeschlossene USV einstellen.

Auf alle Funktionen einzugehen, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Wenn Ihr konkrete Fragen habt, hinterlasst sie einfach in den Kommentaren.

Die Systemsteuerung von UGOS Pro

Das App-Center​


Wie der Name schon sagt, findet man im App-Center alle Apps, die UGREEN für seine NAS-Geräte bislang zur Verfügung stellt. Wie Ihr sehen könnt, ist das Angebot nach wie vor einigermaßen überschaubar. Die Basics sind vorhanden und für alles andere gibt es Docker. Einzelne Apps wie Fotos, Online Office oder Virtuelle Maschine betrachte ich in zukünftigen Beiträgen genauer.

Das App-Center von UGOS Pro

Der Desktop​


Beschließen will ich diesen Beitrag mit einem Blick auf den Desktop von UGOS Pro. Er zeigt Verknüpfungen zu allen installierten Programmen. Oben links sind die Symbole aller geöffneten Apps zu sehen, die man mit einem Klick in den Vordergrund holen kann.

Rechts oben sieht man Informationen zur Auslastung von CPU, RAM und Netzwerk, daneben den Status der Cloud-Verbindungen und der Synchronisation mit anderen Geräten (sofern eingerichtet). Die weiteren Icons öffnen das Aufgabenzentrum, die Widgets, Systembenachrichtigungen, die Suche und das eigene Benutzerprofil.

Der Desktop von UGOS Pro

Fragen? Fragen!



Disclaimer: Das UGREEN DXP6800 Pro wurde uns vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf die Berichterstattung oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

Der Beitrag UGREEN NASync DXP6800 Pro im produktiven Einsatz – Folge 2: Einrichtung und erste Schritte erschien zuerst auf Dr. Windows.

zum Artikel...
 
Oben