Tipp: MSEdge Tweaker erlaubt Anpassung von Einstellungen und Funktionen des Browsers

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Tipp: MSEdge Tweaker erlaubt Anpassung von Einstellungen und Funktionen des Browsers

Microsoft Edge Titelbild


Ein Nutzer von Microsoft Edge hat ein interaktives Script entwickelt und ins Netz gestellt, mit dem sich Einstellungen und Funktionen des Browsers steuern lassen, die ansonsten von Endanwendern nur umständlich angepasst werden können.

Eine wichtige Sache vorweg: Ich habe ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Tools, welche die Anpassung von Windows oder wichtigen Programmen versprechen. Oder besser gesagt: Ich lehne diese grundsätzlich ab, sofern damit Zustände herbeigeführt werden, die vom Hersteller nicht vorgesehen sind. Wenn dann nämlich etwa ein Windows Update fehlschlägt, weil die Installationsroutine eine Datei nicht mehr findet, die sie austauschen möchte, ist der Zusammenhang nicht sofort ersichtlich und schon heißt es wieder: Sch*** Microsoft!

Dazu kommt, dass ich immer wieder zwischen amüsiert und schockiert schwanke, wenn Leute einerseits Microsoft nicht trauen, sich aber andererseits Tweaking-Tools von teils unbekannten Entwicklern herunterladen und diese mit Adminrechten auf ihr System loslassen, ohne eine effektive Kontrolle zu haben, was da eventuell im Hintergrund passiert. Bei vielen “Antispy”-Tools ist das Realsatire pur.

Im Fall des “MSEdge Tweaker” läuft es anders. Hiermit werden nur Richtlinien konfiguriert, die in erster Linie für den Unternehmenseinsatz vorgesehen sind und die über entsprechende Administrations-Werkzeuge gesteuert werden. Letztlich handelt es sich dabei aber nur um Registrierungseinträge, die man mit dem nötigen Wissen auch selbst vornehmen kann.

Das Tool ist auch gar keines, sondern lediglich eine Scriptdatei, deren Inhalt man im Klartext einsehen kann. Herunterladen kann man das Script und die zugehörige Dokumentation von der GitHub-Seite des Projekts (Beim Download wird der Browser eine Warnmeldung ausgeben, weil Scriptdateien grundsätzlich als verdächtig eingestuft werden).

Die CMD-Datei wird per Rechtsklick und Auswahl der Option “Als Administrator ausführen” gestartet und zeigt dann zunächst das Hauptmenü mit folgenden Optionen an:

  • Konfigurieren von Startverhalten, neuer Registerkarte und Info-Seite
  • Deaktiviere den Import aus anderen Webbrowsern beim Start
  • Deaktiviere die Anmelde- und Synchronisierungsdienste des Browsers
  • Deaktiviere die Einstellung als Standardbrowser
  • Deaktiviere die Edge-Seitenleiste
  • Deaktiviere den Einkaufsassistenten
  • Deaktiviere die visuelle Suche (Symbol, das über Bildern angezeigt wird)

MSEdge Tweaker - Hauptmenü Bei der Auswahl von Punkt 1 wird in ein Untermenü verzweigt, welches folgende Anpassungen erlaubt:

  • Startup-Boost deaktivieren
  • Deaktivieren der “First Run Experience” und des Begrüßungsbildschirms
  • Deaktiviere gesponserte Links auf der neuen Registerkarte
  • Quicklinks auf der Seite “Neuer Tab” deaktivieren
  • Deaktiviere das Insider-Banner auf der Info-Seite

MSEdge Tweaker: Konfigurieren von Startverhalten, neuer Registerkarte und Info-Seite

Hinter Punkt 8 verbirgt sich das Menü “Extras” mit den folgenden Optionen:

  • Gamer-Modus deaktivieren
  • Deaktiviere Benutzerfeedback
  • Suchleiste deaktivieren
  • Browser-Gastmodus deaktivieren
  • Sammlungen deaktivieren

Die Punkte 7 und 8 – Deinstallation von Microsoft Edge und Edge WebView – sind derzeit noch funktionslos. Von Punkt 8, der Entfernung der WebView, rate ich ohnehin dringend ab, denn dies wird dazu führen, dass verschiedene webbasierte Apps nicht mehr funktionieren werden, also Finger weg.

MSEdge Tweaker: Extras Menü

Bei der Nutzung ist insofern Vorsicht geboten, als ein Tastendruck immer sofort die entsprechende Aktion auslöst und man die einzelnen Optionen nicht einzeln wieder reaktivieren kann.

Mit dem Punkt 6 im Extras-Menü kann man alle Registry-Anpassungen in einem Rutsch rückgängig machen. Dabei wird allerdings der komplette Registry-Pfad “geputzt”, d.h. wenn man noch weitere Edge-spezifische Änderungen an Edge vorgenommen hat, werden diese ebenfalls beseitigt.

Weil es sich hier, wie zuvor erwähnt, teilweise um administrative Richtlinien für Unternehmen handelt, erscheint nach der Verwendung des Scripts in den Edge-Einstellungen die Meldung “Der Browser wird von Ihrer Organisation verwaltet”.

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