THEMA DER WOCHE: Fleisch essen, ethisch verwerflich oder einfach nur ungesund?

hexxxlein

Moderator
Teammitglied
Ich bin eigentlich kein grosser Fleisch und Wurstesser aber ganz möchte ich auch nicht darauf verzichten. Ab und an ein Schnitzel oder Braten ist schon OK. Ich denke das muß jeder für sich entscheiden.

Allerdings bin ich wiederum auch sehr tierlieb. Mich stört schon, wenn Tiere gequält oder nicht Artgerecht gehalten werden.

Wenn die Tiere schon dafür verdammt sind auf der Schlachtbank zu enden, dann sollten sie wenigstens Artgerecht gehalten und behandelt werden.

Der Mensch ist eindeutig der Überlegende aber hat er daher das Recht Tiere zu misshandeln oder als Forschungsobjekt zu nutzen?

Wenn es keine Tiere gäbe, wer müsste dann die Unendlichen Qualen in den Labors aushalten? Der Mensch etwa!!!!

Wie gesagt, ich esse gerne mal ein Schnitzel wenn auch selten aber ich bin grundsätzlich gegen Tierquälerei. Der Mensch wehrt sich gegen das was ihm missfällt. Wie kann sich ein Tier wehren???
 

Nipple

assimiliert
Ich mag Fleisch, dabei ist es mir ziemlich egal ob Rind, Elch, Huhn oder Fisch. Nur mein Haustier würde ich nicht verspeisen.
 

Obersauger

schläft auf dem Boardsofa
Mein Haupnahrungsmittel ist Fleisch außer Fisch und Hasis
letzteren zählen für mich zu persönlichen Haustieren und
außerdem schauen die immer so treu daher.Die anderen sind
Nutztiere die,bei artgerechter Haltung ,zur Ernährung der
Bevölkerung da sind.Was eine große Rolle spielt sind die
Sitten der einzelnen Länder.In Taiwan dienen die Affen als
Leckerbissen und in Indien sind die Kühe heilig obwohl die
merzahl der Menschen am hungern ist.In Vietnam und Korea
werden unsere Lieblingshaustiere wie Hund und Katze verspeist.
Was soll man machen es ist so und wird immer so bleiben

Obersauger
 

Pennywise

assimiliert
Oute mich mal - bin doch kein Vegetarier... ;)

Geht doch nichts über ein schönes Rindersteak!

Vegetarier können ruhig machen was sie sollen. Für mich ist nur fast Kriminell, wenn Veganer (die ohne alle Tierprodukte wie Milch und Eier leben) ihren Kinder gesunde Ernärung vorenthalten.

was mir auch noch etwas unter den Nägeln brennt:

@AK
Ich persönliche esse kein Rindfleisch,
nicht aus Angst vor BSE und nicht aus ethischen
Gründen, sondern weil ich es leid bin, mich von allen, angefangen
vom Bauern bis zum Einzelhandel, verarschen zu lassen.

Kannst Du mir das mal etwas genauer erklären?
 

AlterKnacker

Moderator
Teammitglied
Hi Penny,
klar, warum nicht:

Als sich die Veröffentlichung der ersten BSE-Fälle bei uns nicht
mehr vermeiden liess, ging ein Aufschrei durch die Nation und
der Rindfleischverbrauch ging wirklich gegen 0. In diesen Tagen
wurden dann auch immer mehr Berichte und Dokumente veröffentlicht,
die von Informationszurückhaltungen zeugten, von Fällen nicht
angezeigter Krankheitsausbrüche, von Fällen in denen Großhändler
Rindfleisch aus dubiosen Quellen bezogen und dann gut
"stempelten" etc. Fast jeden Tag wurden neue Fälle bekannt.
Das dies nicht von einem Tag auf den anderen passiert sein
kann, ist klar, ebenso, dass alle in der Kette Beteiligten mehr
Interesse daran hatten, die Krankheitsfälle aus finanziellen
Gründen unter den Tisch zu kehren, als eine (eventuelle)Gesundheitsgefährdung
ihrer Kunden zu vermeiden.

Das haben jetzt alle diese Beteiligten, angefangen vom Erzeuger,
über den Groß- bis zum Einzelhandel geschafft. Immer noch
werden fast täglich neue BSE-Fälle bekannt (http://de.news.yahoo.com/010725/12/1snjg.html)- kümmert aber kaum noch
jemand - (http://de.news.yahoo.com/010726/12/1sqix.html) ist ja alles gar nicht so schlimm - die tun ja alles für
unsere Sicherheit........ Ich lach mich tot......

Natürlich sind einige Erzeuger dazu übergegangen, wirklich nur
sauberes und geprüftes Fleisch über die Theke gehen zu lassen.
Aber auch hier haben die hierfür fälligen höheren Preise
schwarze Schafe angelockt, die die schnelle Mark mit aus
dubiosen Quellen stammendem Fleisch gemacht haben. So
mancher "Metzger Ihres Vertrauens" hat seinen Laden nach
der Durchsuchung seiner Hinterzimmer dicht machen müssen und
ich befürchte, auch hier haben wir nur die Spitze des Eisbergs
zu sehen bekommen. Die Kleinen werden gehängt, die Großen
lässt man laufen...

Jetzt mag einer sagen: Ja, aber das ist doch fast überall so, dann
darfst Du gar nichts mehr glauben und essen.....
Ist mir auch klar, ich hatte nur gehofft, dass sich unsere
Bevölkerung ein wenig länger an die "Schweinereien bei Kühen"
erinnert und die Jungs durch Verzicht länger da trifft, wo's ihnen
wehtut, am Geldbeutel halt....

Ein anderer interessanter Artikel über BSE übrigens hier:
http://www.tierversuchsgegner.org/BSE/bse-raum+zeit.pdf

Da kann man schon bald neurotisch werden.....


AK
 

Pennywise

assimiliert
Zuallererst ist das Thema BSE im wahrsten Sinne des Wortes schon lange gegessen. Die Spitze der BSE-Welle ist wahrscheinlich schon eine Weile her. Da wusste man noch nicht was im Fleisch sein könnte. Trotzdem wurde munter gegessen.
Im momentanen Stand kann ich Dir nur sagen, dass wenn Du Rindfleisch konsumierst von dem Du die Herkunft bestimmen kannst Du Dir sicherer als bei Schwein sein kannst, dass es in Ordnung ist. Ein Rind in Deutschland unbemerkt zu schlachten ist fast schwieriger als eine Menschenleiche verschwinden zu lassen. Von der Geburt an ist es registriert mit einer Ohrenmarke. Dazu kommen Papiere mit Herkunft von Eltern und ggf. Verkäufer.
Wird nun ein Rind geschlachtet muss bei jeder Schlachtung ein Veterinär anwesend sein. Zusätzlich wird bei JEDEM Rind älter als die Nachweisgrenze eine Untersuchung auf BSE getätigt.

Zur Ursache von BSE. Natürlich ist keiner aber auch wirklich keiner dagegen gefeit BSE-Ausfälle unter seinen Tieren zu bekommen. Oftmals wird doch von ach den bösen Menschen gesprochen, die Tiermehl verfüttern. Bin ich auch total dagegen. Aber bei der Kälberaufzucht wird Milchpulver verwandt. Wird ja auch Menschensäuglingen verabreicht. Nun wurde plötzlich festgestellt, dass bis vor kurzem selbst dort Tiermehl verarbeitet wurde. (Natürlich nicht beim Menschenmilchpulver - hoffe ich zumindest :eek:)

Worauf ich jetzt hinaus will ist folgendes. Die Verarschung ist überall anzutreffen, das hat nichts mit BSE oder Rindfleisch zu tun. Ob nun bei Schwein, Rind, Auto, Computer oder auch allem anderen. Nun die Meinung zu vertreten Rindfleisch nicht mehr zu essen wegen der Verarsche bei ein paar schwarzen Schafen ist ein Schlag ins Gesicht für jede ehrliche Person im Fleischverarbeitungsgewerbe.

Warum man nicht mehr viel darüber hört? Wieviel hört man noch über Aids? Auch überhaupt nichts mehr. Und warum? Was meint Ihr wievielen Aidsinfizierten Ihr schon die Hand gegeben habt ohne es zu Wissen. Und auch dieses Problem ist nicht kleiner geworden...
Doch wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht und im Zweifelsfall auch mal mehr bezahlt, kann man doch ruhigen Gewissens mit Genuß essen.
Sonst darf man auch nicht mehr auf die Straße, denn man könnte ja über den Haufen gefahren werden!



Mir vermiest keiner mein Rindersteak!!! :crazy
 

Richard

chronische Wohlfühlitis
Kein Fleisch essen?

Alle Leute, die mir erzählten, sie sind vegetarier, sahen sehr krank aus: dürr, blass, unterernährt. Ihren Eiweißbedarf decken diese Leute mit Eiern und Milchprodukten. An alle Vegetarier: Fresst der Henne nicht das ungeborene Leben weg - die Henne selbst schmeckt viel besser!
 

pgsm

kennt sich schon aus
Sorry - noch mal Essen...

Das letzte "THEMA DER WOCHE: Fleisch essen...ethisch?...ungesund?" wollte ich bis zum letzten eurer Beiträge auskosten und habe dabei glatt übersehen, dass auch bei Supernature die Woche nur 7 Tage hat. Aber vielleicht findet der/die eine mein privates Resümé noch lesenswert oder es kommen noch wichtige Widersprüche und/oder Ergänzungen.

Und nun werde ich mal "biologisch" und nachdenklich antworten (der Mensch ist was er isst):

1. Nach dem Gebiss ist die Tiergattung Homo sapiens generell ein Mischfresser. Unter Berücksichtigung der normalen Einzelexemplar-Streubreite wird es auch immer mal wieder stärkere Ausprägungen nach der einen oder anderen Seite geben, aber generell ist Mischkost am sinnvollsten.

2. Der durch die "Lebens"mittelindustrie angekurbelte ÜBERMÄßIGE Verzehr von Fleisch (mehr als 75g im täglichen Durchschnitt) ist nachgewiesen Langzeit-SCHÄDLICH.
(Uni-Seminar im Schnellgang): Im Gegensatz zur Pflanzenkost sind im Fleisch relativ viel Säure-bildende Stoffe wie zB. Schwefel und Nitrat enthalten, die zu ihrem Abbau viel Sauerstoff verbrauchen und sich als Oxydationsprodukte teilweise als Salze im Körper ablagern, weil die Nieren damit überfordert werden.

Die Korrelation zwischen hohem Fleischverzehr und Erkrankungen wie Nieren-/Blasen-/Gallensteinen und Gicht sind wissenschaftlich abgesichert, ebenso vorzeitige Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Dickdarmkrebs, zB. aus Untersuchungen zu Japanern in Japan (viel Soja-Verzehr) und solchen, die in die USA ausgewandert sind und die dortigen Essgewohnheiten angenommen haben.
Weil ich es damals genau wissen wollte und überflüssige Pfunde nervten, habe ich (testweise) vier Monate von geschrotetem Soja, vermischt mit groben Haferflocken, Kakaopulver, wenig Milch und einem täglichen Vitamindragée gelebt (1x wöchentlich Thunfischsalat) - es gab keinerlei Entzugserscheinungen, trotz anstrengendem Berufsleben voll leistungsfähig und danach um 8 kg dauerhaft! schlanker.

Noch etwas spricht bei vielen für mehr Pflanzenkost - pflanzliche Nahrung aus der richtigen Quelle ist fast immer naturbelassener und damit gesundheitsfördernder. Rinderaufzucht zwecks Schlachtung ist Monokultur und vitalstoffrezudiert. Ein Beispiel: Man kann heute synthischen Wein herstellen, der auch von Experten fast nicht von natürlichem Wein zu unterscheiden ist, doch im GasChromatografen zeigt sich, dass im natürlichen Wein ca. 240 zusätzliche Substanzen enthalten sind, die großenteils für die Körper-Stoffwechselregulierung benötigt werden. Was mit synthetischen Arzneien bis heute nicht erreicht wurde - Kamille und Wein sind messbar wirksam bei der medizinischen Virenbekämpfung.

Nachsätze:

Es wird im Bevölkerungsdurchschnitt 3x soviel Salz (Bluthochdruck-Krankheiten gesichert) und mehr als doppelt so viel weisser Zucker (Alters-Diabetis und GewebeErschlaffung) konsumiert wie zuträglich. Und ab 55 Jahren wird meist zu wenig getrunken (ca. 2,5 Liter pro Tag notwendig, natürlich nicht alles als Bier).

"Alle Leute, die mir erzählten, sie sind vegetarier, sahen sehr krank aus: dürr, blass, unterernährt. Ihren Eiweißbedarf decken diese Leute mit Eiern und Milchprodukten. An alle Vegetarier: Fresst der Henne nicht das ungeborene Leben weg - die Henne selbst schmeckt viel besser!"
Trifft nur zu bei fanatisierten Vegetariern - gerade wegen des schonenderen Sauerstoff-Körperumsatzes befinden sich einige große Langstreckenläufer wie Harald Norpoth unter den Vegetariern. Vegetarisch betonte Kost ist spätestens mit 65 Jahren eine gesundheitserhaltende Maßnahme, da die mögliche Sauerstoffaufnahme dann bereits um ein Drittel zurück gegangen ist und weiter sinkt - und möglicherweise (wegen des höheren Sauerstoffgehalts in der Luft) der Grund, warum die Landbevölkerung im Durchschnitt vier Jahre älter wird als Städter.

"Meine Frau spricht öfter mal mit unseren Pflanzen. Habe gehört, manche Männer tun das auch.... . Wenn die jetzt Vegetarier sind und anfangen, Ihren Pflanzen auch noch ein absolutes Recht auf Leben zuzusprechen, wird's für die ernährungstechnisch aber eng."
Finde ich eine hochwichtige Anmerkung, zumal bis heute wissenschaftlich nicht voll ausgelotet ist, welche Art Leben das ist - dass Pflanzen auf Be-Schädigungen reagieren, ist nachgewiesen, bloß nicht auf welcher Frequenz ihre Schmerzschreie erfolgen.
Und noch etwas wird gern vergessen - ohne pflanzliches Leben ist kein tierisches Leben möglich (siehe Nahrungskette Gras »» Rind »» Raubtier).

"Tierisches Leid, so schlimm es auch sein mag, hat für mich nur zweite Priorität. Es gibt so viel menschliches Leid das es zu bekämpfen gilt. Dafür braucht man Kraft - und die beziehe ich persönlich auch sehr gerne aus einem saftigen Steak."
Korrekt, nur schließt das die Ehrfurcht vor fremdem Leben in welcher Form auch immer nicht aus. Wenn ich lesen musste, das die ursprünglich geplante Ausrottung von Millionen unschuldiger Rinder als 'Keulung' verharmlost werden solllte... Fast so wie mein Onkel, der im zweiten Weltkrieg 'gefallen' ist, als hätte er vergessen wieder aufzustehen.

(Aufhellender) Schluss-Satz:
Ist ein hervorragendes Topic von Pennywise, zumal wenn ihr das Wesentliche daraus für euer Leben umsetzt. Denn mit naturangepasstem Essen und ganzheitlichem Leben habt ihr heutzutage auch noch mit 60, 70... eine lebenswerte Perspektive.
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Was macht eine Frau, wenn sie ein leeres Blatt Papier anstarrt?
Sie liest sich ihre Rechte durch.
 
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