THEMA DER WOCHE: Fleisch essen, ethisch verwerflich oder einfach nur ungesund?

Pennywise

assimiliert
Kann vegetarisches Essen alle lebensnotwendigen Wirkstoffe abdecken?
Oder gibt es noch andere Argumente für/gegen Fleischkonsum?

Um die Diskussion in Schwung zu bekommen hier eine erste Stellungsnahme von einem Fleischhasser. Achtung, relativ hart!
 

AlterKnacker

Moderator
Teammitglied
Hmmm, ich glaube nicht, dass eine Ansammlung ekliger Bilder,
die klar mit dem Ziel der Stimmungsmache zusammengetragen
sind, jemanden vom Fleischesser zum Vegetarier machen.

Einige stammen klar aus Versuchslaboren und nicht von
Schlachttieren. Das Verzehren von Hunden, Katzen, Affen etc.
sind doch wohl Sonderfälle, die man nicht auf den "Normalverzehrer" anwenden kann.

Zum Thema: Viele ernstzunehmende Mediziner sagen, dass eine
absolut fleischlose Kost einem gemässigten Fleischverzehr in
keiner Weise vorzuziehen sei. Ich persönliche esse kein Rindfleisch,
nicht aus Angst vor BSE und nicht aus ethischen
Gründen, sondern weil ich es leid bin, mich von allen, angefangen
vom Bauern bis zum Einzelhandel, verarschen zu lassen. Ich
finde es traurig, dass dieses Thema inzwischen (aus Gleichgültigkeit ?)
in Deutschland fast völlig aus der Öffentlichkeit verschwunden ist.
Fast täglich werden hier und da wieder BSE-Fälle gemeldet, aber
kümmerts wen ? Traurig, traurig.....

Ethische Gründe gegen den Verzehr von Fleisch habe ich nicht.
Die Tiere werden in den meisten Fällen ja zur Schlachtung
gezüchtet und "wissen" vorher ja nichts von ihrem Schicksal, Dies
wäre letztendlich entscheidend für eine Quälerei.

Ausserdem: Meine Frau spricht öfter mal mit unseren Pflanzen. Habe gehört,
manche Männer tun das auch....;) . Wenn die jetzt
Vegetarier sind und anfangen, Ihren Pflanzen auch noch ein
absolutes Recht auf Leben zuzusprechen, wird's für die ernährungstechnisch
aber eng :).

Ich persönlich meine eine gute Mischung aus Fleisch und vegetarischer
Kost zu verzehren und fühle mich ethisch und körperlich wohl
dabei.

AK
 

BO

dem Board verfallen
Also ich persönlich finde,jeder sollte das für sich selbst bestimmen.Die Seite hat zwar teilweise krasse Bilder,mit denen der gute uns das alles ein wenig madig machen möchte,aber es ist gut das wir nicht bei jedem Nahrungsmittel wissen,WAS alles an sogenannten Zutaten dabei ist.
Ich schätze mal,dann würden wir nämlich wie das Vieh über die Wiese kriechen und nur noch Grass kauen ;)
Mich würde nurmal interessieren,ob der Gute auch auf jegliche Art von Arzneimitteln und Pflegemitteln verzichtet,denn selbst dafür müssen die Tiere hinhalten.
Aber wie gesagt,jeder muß es für sich entscheiden,ob aus gesundheitlichen,ethischen oder sonstigen Gründen.

Gretinx
 

Lollypop

assimiliert
Fleisch essen?

Mir kann einer erzählen was er will: der Mensch ist und bleibt ein Mischkostler. Fleisch und Gemüse in ausgewogenem Verhältniss. Der einzige akzeptierte Streitpunkt für mich ist: welches Verhältniss von Fleisch zu Gemüse ist Ausgewogen. Bei mir entscheidet die Zunge! Und ich finde es nicht Tierfreundlich, wenn wir den armen Viechern das Futter wegfressen....
piss.gif

Lolly
 

DarkFire

treuer Stammgast
Ich denke die Seite regt schon im gewissen Maße zum Nachdenken an, aber aufhören würde ich deshalb auch nicht, wenn ich sowas seh. Ich persönlich könnte nicht auf Fleisch verzichten und immer nur Salate und Gemüse essen.

Was BSE und MKS angeht, ich weis nicht irgendwie hab ich das Gefühl das es auf einmal nicht mehr gibt, obwohl es wahrscheinlich immer noch so verbreitet ist, wie vor ca. einem halben Jahr, wo jeder davon geredet hat. Ich persönlich bevorzuge am liebsten Geflügel. Hab ihr schon mal ein Döner als Hähnchenversion gegessen? Auf jedenfall denke ich sollte man nicht ganz auf Fleisch verzichten, ich denke auch nicht das es unbedingt gesund wäre.
 

DarkSister

nicht mehr wegzudenken
Mir tun die Tiere schon leid,wenn ich an die Massentierhaltung und Legebatterien denke...Ich finde wir sollten wieder mehr zur artgerechten Haltung und Fütterung der Tiere hinkommen...
1. ist das für die Tiere schöner und 2.ist dann bestimmt auch die Qualität des Fleisches oder der Eier besser

Ich wäre auch bereit dafür etwas mehr für das Fleisch zu bezahlen und dafür etwas weniger Fleisch zu essen...Man muss ja nicht umbedingt jeden Tag Fleisch zum Mittag haben bzw. es muss auch nicht immer ein Wurstbrot zum Frühstück sein...

Aber ganz darauf verzichten möchte ich auch nicht...es schmeckt halt so gut...

Ich habe mir mal durch den Kopf gehen lassen,das es wahrscheinlich auch viel mehr Vegetarier gäbe,wenn es nicht so einfach wäre das fetig zubereitete Fleisch im Geschäft zu kaufen.
Also,wenn man sich die Tiere selbst halten und töten müsste,dann wäre ich ein Vegetarier...weil selbst ein Tier töten könnte ich nicht !!! Ich würde mir allenfalls eine Kuh für Milch und ein paar Hühner wegen der Eier halten...aber die Tiere würden bei mir an Altersschwäche sterben...und auch dann könnte ich sie nicht essen,weil ich sie dann vermutlich liebgewonnen hätte.Das wäre für mich genauso unmöglich als wenn ich meine Katze essen müsste wenn sie mal stirbt....
 
Zuletzt bearbeitet:

TBuktu

Senior Member
DS, wenn die Katze erst mal gehäutet ist, kannst Du sie kaum von einem Kaninchen unterscheiden.
Ich versuche gerade, meine Ernährung vollständig auf Bier umzustellen.

Tim
 

Killerkuno

Senior Member
Werdet nur alle Vegi´s dann bleibt mir mehr Fleisch ! :D

Ob ich jetzt vom Auto überfahren werde oder mit dem Flugzeug abstürze oder an Lungenkrebs sterbe oder im Suff im Straßengraben erfriere ist doch egal da ess ich lieber weiterhin Fleisch bevor ich mir nur Gemüse reinwürge.
 

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
Da sah das Tofu neulich auf Deinem Teller aber verdächtig echt aus...;)

Zum Thema: Für mich stellt sich die Frage fleischlos oder nicht aus rein gesundheitlichen Gründen. Wer überzeugt ist das es ihm körperlich besser geht wenn er kein Fleisch ist bei dem wird das auch so sein, schon rein aus psychosomatischen Gründen. Ebenso wird es dem überzeugten "Fleischfresser" schlechter gehen wenn er gegen seinen Willen darauf verzichtet. Was objektiv betrachtet wirklich besser ist, darüber gibt es keine verläßlichen Aussagen, denn alle Studien die es darüber gibt sind von der einen oder anderen Seite in Auftrag gegeben und somit wertlos. Wie Churchhill schon sagte, trau keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast.
Aus ethischen oder moralischen Gründen kein Fleisch mehr zu essen finde ich völligen Quatsch. Auf was muss ich dann noch verzichten?
Kein Reis mehr, weil ihn vielleicht ein chinesischer Zwangsarbeiter ernten musste? Kein Kaffee mehr, weil die kolumbianischen Bauern unterdrückt und ausgebeutet werden?

Tierisches Leid, so schlimm es auch sein mag, hat für mich nur zweite Priorität. Es gibt so viel menschliches Leid das es zu bekämpfen gilt. Dafür braucht man Kraft - und die beziehe ich persönlich auch sehr gerne aus einem saftigen Steak.

In diesem Sinne: Mahlzeit!
 

TBuktu

Senior Member
Wenn schon Produkte aus Kolumbien, dann doch nicht nur Kaffee...


@Supi:
Das ist ja wohl die Härte!
Warum ist bei Dir ein so grosser Unterschied zwischen Leid und Leid.
Was ist das Kriterium?
Wenn man sich an Zwangsarbeitern nicht stört, warum dann an Kinderfickern in Thailand?
Kurz und knapp - ich sehe die Prioritäten genau andersrum

Tim
 

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
UPS!

Hoppla Tim,
da hab ich mich wohl unklar ausgedrückt, sorry.

Wenn man sich an Zwangsarbeitern nicht stört, warum dann an Kinderfickern in Thailand?
Das hab ich allerdings nicht gesagt und so war es auch nicht gemeint.

Tierisches Leid, so schlimm es auch sein mag, hat für mich nur zweite Priorität.
Was ich damit ausdrücken wollte ist: Sicher ist es schlimm wenn Tiere unter unzumutbaren Umständen gehalten und gequält werden. Aber werden da nicht auch Unterschiede gemacht? Man entscheide spontan: Was rührt einen mehr an: Ein kleines, ängstliches blickendes Äffchen mit einem Draht durch den Kopf oder ein im Dreck verendetes Schwein? Wer da einen Unterschied spürt ist als Tierschützer auch schon nicht mehr glaubwürdig, denn beides ist absolut gleichzusetzen.
Aber all das rückt in den Hintergrund, solange es Kinderarbeit, Kinderprostitution, Folter, Terror, Krieg, Armut etc. auf der Welt gibt. Ich mache bei menschlichem Leid genausowenig Unterschiede, aber es steht für mich ganz klar vor dem Tierschutz. So wollte ich das verstanden wissen.

Entschuldigt bitte wenn es falsch rüberkam.

Zur Abrundung noch etwas das mir ganz zufällig am gestrigen Abend mal wieder in die Hände fiel:


Gedanken beim Lesen der Zeitung:

Erdbeben in China: 20.000 Tote
(naja, da bleiben immer noch genug übrig)

Vollbesetzter Bus in den Anden 80 Meter abgestürzt
(Wahnsinn - 80 Meter!)

Fähre vor den Philippinen gesunken: 234 Tote
(viel zu vollgestopft diese Dinger)

In der Stresemannstrasse trächtige Dackelhündin überfahren
(MEIN GOTT, DAS ARME TIER....)
 

TBuktu

Senior Member
Original geschrieben von Supernature
Zum Thema: Für mich stellt sich die Frage fleischlos oder nicht aus rein gesundheitlichen Gründen.
Das ist so eindeutig, dass es eigentlich nicht kommentiert werden muss

Tierisches Leid, so schlimm es auch sein mag, hat für mich nur zweite Priorität. Es gibt so viel menschliches Leid das es zu bekämpfen gilt. Dafür braucht man Kraft - und die beziehe ich persönlich auch sehr gerne aus einem saftigen Steak.
Für welche Aktivität hat denn bis jetzt die Kraft gereicht?

Es kostet keine Mühe z.B. darauf zu achten, dass der Thunfisch, den man kauft nicht mit Treibnetzen gefangen wurde.
Eier von freivögelnden Hühnern, Kosmetika etc.
Es geht doch um das Machbare. Als Verbraucher kann ich (nicht alleine, aber viele zusammen) Einfluss ausüben und tue das auch

Tim
 

Pennywise

assimiliert
Bin ja nicht gerade Thunfischfan, aber habe noch keinen zum Kauf gesehen, der geangelt wurde!?
Darauf zielt ja genau das Thema ab, wie kann man sicher sein, dass ein Tier tiergerecht aufgezogen wurde?
Ist vegetarisch essen nicht das einzige Gegenmittel? Boykott als Kampf?
 

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
Ich hab das Pic entfernt weil man eh nichts erkennen konnte und nur den Link stehenlassen.

Zum Thema: Für mich stellt sich die Frage fleischlos oder nicht aus rein gesundheitlichen Gründen.
Das ist nur eindeutig wenn man es nicht aus dem Zusammenhang reißt.
Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: "Boykott als Kampf" ist sicher das einzige Mittel welches der Verbraucher hat, aber genau in die Richtung hab ich ja gezielt: Es gibt noch mehr Lebensmittel die es wert wären aufgrund der Umstände Ihrer Erzeugung boykottiert zu werden, und das sollte jeder auch tun wenn er es für richtig hält.


Für welche Aktivität hat denn bis jetzt die Kraft gereicht?
Ich muss jetzt keinen Rechenschaftsbericht schreiben oder ;)? Ich denke wir sind uns darüber einig das jeder von uns mehr tun könnte um diese Welt ein wenig besser zu machen, aber wir alle kriegen zu oft den A.... nicht hoch oder den Mund nicht auf.
 

TBuktu

Senior Member
Zitat:
"Aus ethischen oder moralischen Gründen kein Fleisch mehr zu essen finde ich völligen Quatsch."

Ist natürlich auch aus dem Zusammenhang gerissen...
So motiviert bekommt natürlich keiner den Mund auf (und den A.... hoch)


*scheffeweiterärgerntu*

Tim


;)
 

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
Original geschrieben von TBuktu
Zitat:
*scheffeweiterärgerntu*
jawoll, immer feste druff - wo darf man das sonst schon... :ROFLMAO:

Aber es stimmt, diesen im Eifer des Gefechts geschriebenen Satz kann man im Nachhinein so nicht stehen lassen. War wohl etwas "übermotiviert".
(ich geb ihm mal Recht, hoffentlich gibt er jetzt Ruhe ;))
 
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