Thema der Woche 05/04: Linux - eine echte Alternative zu Windows?

Pennywise

assimiliert
Oder doch nur ein System ohne Zukunft für den Privatanwender?
Für welche Zwecke wird Linux genutzt, für welche ist es nicht brauchbar? Welche Distribution ist empfehlenswert?
 

Ragaller

treuer Stammgast
Wie jedes Betriebssystem hat auch Linux seine Vor- und Nachteile. Ich werde mich auch davor hüten irgend eines zu Favorisieren. es ist auch schwierig für Windows-User sich auf Linux umzustellen. Oftmals versucht man unter einem neuem System Funktionen zu suchen und zu probieren die man schon beherscht, und wird feststellen, das vieles unter Linux nicht oder nur teilweise funktioniert. Da kommt schnell Frust auf und gibt das Projekt "Linux" schnell auf. Nur sollte man nicht herausbekommen was Linux nicht kann. Mit dieser Einstellung hat man nicht viel Erfolg. Gerade unter Linux ist es erforderlich einmal eine "Bedienungsanleitung" in Form eines Handbuches oder Onlinehilfen zu benutzen. Danach folgt das schrittweise Umsetzen von dem was man gelernt hat. Es wird auch hin und wieder Rückschläge geben die viel Arbeit zunichte machen. Darum gebe ich eine Empfehlung für Linux nur den Usern, welche sich intensiver und ehrgeiziger mit ihrem Rechner beschäftigen wollen. Ich belasse es erst einmal hiermit mit meiner Meinung und warte weitere Reaktionen auf diesem Board ab. Ich melde mir dann hin und wieder einmal zu Wort.

-Ra-

Linux is a wigwam - no windows, no gates, apache inside :)
 
P

psthedu

Gast
Linux eine Alternative ?

Nun ja, rein aus Interesse habe ich es ausprobiert. Ein Windows-Ersatz kann es vielleicht sein, aber da muß man schon sehr wohlwollend sein.

Sofern man wirklich was sinnvolles mit Linux anstellen will (Desktop Ersatz ist zu schade), brauchts viel Geduld und viel Lesen.

Linux ist für mich als Server-Ersatz "Computer-Denkspiel". Ab und zu mache ich mal was damit, aber ernsthaft nicht.

Ich setze hierbei die SUSE-Distri (7.1) ein.

Merkwürdiges Begleitphänomen: bei jeder neuen Installation löst sich ein Problem mehr....
 

Zocker

gehört zum Inventar
Ich habe mal mitgeschaut, mitgeholfen und mitgelitten, als ein Kumpel zu Linux gewechselt ist. Ich weiss nicht mehr, wieviel er gelesen hat, wieviel Stunden, Schweiß und Tränen er investiert hat, bis es einigermassen so funzte, dass er damit leben konnte. Er ist auch einer, der immer alles Neue und Beste und Teuerste haben muss. Immer wieder hat er Treiberprobs und auch Neuinstallationen gemacht. Das ging ein halbes Jahr lang und jetzt.....................



fährt er Windows 2000.

Ich für meinen Teil warte lieber noch ab.

CU
 

Nipple

assimiliert
Ich habe Linux mal ausprobiert und war zu einsam damit, keiner hat es benutzt, zu wenig komfortable Software, zu umständlich zu bedienen. Trotzdem hoffe ich immer noch , das es besser wird und sich endlich auch gegen MS durchsetzen kann, genauso wie ich auf MAC OS 10 für Intel warte.
 
F

Fake_2k

Gast
Also ich hatte keine schwerwiegenden Probleme bei meinen Umstieg von Win98->Suse7. Hab mich ne Zeit lang mit SuSE beschäftigt. Dann wurde mir SuSE zu langweilig. Da muss man genauso wenig sich mit dem system auseinandersetzen wie bei win. Ich lud mir Debian runter und habs drauf gemacht! Läuft immer noch.
Für mich ist Linux eine echte alternative zu win für fortgeschrittene PC'ler. Die Anfänger sollen ruhig bei WIn bleiben.

Bis dann
 

AlterKnacker

Moderator
Teammitglied
Hi zamma,
also eigentlich betrachte ich mich nicht als Computeranfänger, aber ich habe mich (dennoch ??) nicht selbst mit LINUX beschäftigt, sondern nur bei Freunden und Bekannten hier und da was mitbekommen. Dabei habe ich festgestellt, dass ein funktionierendes LINUX-System vor allem eins fordert: ZEIT. Und das ist leider etwas sehr knappes bei mir.

Andererseits ist LINUX für bestimmte Anwendungen durchaus nützlich und sinnvoll. Bei uns in der Firma läuft ein LINUX-Rechner als Mailserver und das jetzt schon, ohne Absturz oder Hänger, seit einem guten halben Jahr.

Als Betriebssystem für alle Anwedungen, oder Spiele, ist es m.E. jedoch noch zu schwierig und aufwendig zu installieren.



AK
 

Steve Urkel the REAL

Moderator
Teammitglied
Eine echte Alternative? Das ist eine gute Frage.

Es kommt wohl auf den Bereich an, wo man Linux nutzen möchte. Im Bereich des Heimanwenders, hat Linux noch einen schweren Stand, da der Anwender noch zu sehr Windowsverwöhnt ist, was die ganzen Applikationen angeht. Im Serverbereich, kann Windows, Linux wohl nicht annähernd das Wasser reichen, da alle nötigen Programme um einen stabilen und sicheren Server aufzubauen, schon in den standart Distributionen enthalten sind. Alleine der finazielle Vorteil gegenüber einem Windowsserver ist beachtlich. Hatte mal einen Vergleich gelesen: Windows lag bei ca. 5000 - 10.000 DM (je nach Ausstattung) Linux bei ca. 99 DM. Ich nutze seit ca. einem Jahr einen LinuxServer (DSL, FAX, Fileserver). Man sollte sich aufjedenfall mit dem Thema auseinander setzten, da es meiner Meinung nicht mehr lange dauern wird, bis Linux auf einem "ALDI"-PC als StandartBS installiert sein wird. :D Vor ca. 4 - 5 jahren war es noch eine Qual sich Linux zu installieren und heute geht es fast so einfach wie die installation von ??, na gut Windows und die entwicklung geht mit grossen Schritten voran. Noch ziehe ich für die normale Arbeit mit dem PC Windows vor, ist aber nur noch eine Frage der Zeit, bis ich umsteigen werde.

Steve
 

TBuktu

Senior Member
Also mal ehrlich, was ist denn nun der Vorteil ?
Ist Linux schneller ?
Was ist der Nutzen für einen Privatanwender ?
Muss das System zu Hause stabiler sein, als W2K ?
Oder ist es nicht auch schön elitär zu sagen, ich habe Linux...
Mehr Geschwindigkeit ist toll, leider wird bessere Rechnerperformance durch umfangreichere Programme wieder aufgefressen.
Wenn jemand hauptsächlich mit Word ´rumfummelt und er sich einen schnelleren Rechner oder ein schnelleres Betriebssystem zulegen will, könnte man ihm nicht auch raten , zu Word 5 zu wechseln ?

provokative Grüsse

Tim
 

Ragaller

treuer Stammgast
Oh ja, da hab ich mal ein Beispiel.
Wie siehts denn da seit einiger Zeit mit Spyware aus und diversen, so ganz nebenbei eingefangenen Spionen welche sich so still und heimlich in die Registri einschleusen und ein kleines Benutzerprofil anlegen? Ich glaube solche Sorgen brauche ich mir im Moment unter Linux nicht zu machen. Denn wer keine Rechte hat darf auch nichts schreiben oder lesen. Oder irgendwelche saublöden Dialerprogramme die dann für 3.65DM in d. Min. online gehen. Warscheinlich würde mir noch mehr einfallen, aber hier sollen ja noch mehr zu Wort kommen.

-Ra-
 

Killerkuno

Senior Member
Ich denke mal das Problem ist dass die meisten mit (Dos) Windows praktisch aufgewachsen sind so wie ich, da ich seit 6 Jahren mit Dos und Win arbeite. Und jetzt wieder von vorne anfangen?? Nee!!
Hab Linux Suse 7.1 getestet aber ehrlich gesagt ich konnte nicht viel damit anfangen besser gesagt hab sofort viel vermisst die ganzen schönen Proggies wo man sich teilweise lange eingearbeitet hat. Und wenn man sich nicht auskennt ist es auch nicht sicherer als Win9x(2000)! eher das Gegenteil.
 

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
Also ich habe das "Abenteuer" Linux vor ca. 3 Wochen mit dem Kauf von SuSE 7.1 begonnen.
Die Installation an sich ist wirklich simpel und fast noch einfacher als bei Windows. Es gibt jede Menge Stolpersteine, die Lösungen sind meist recht einfach, man muß aber erstmal drauf kommen. Glücklicherweise hatte ich Ragaller der mir quasi das Händchen hielt und mich vor allem bei der DSL-Konfiguration toll unterstützt hat.
Soweit ich das bis jetzt überblicken kann gibt es keine Aufgaben die man mit Linux nicht genausogut bewältigen kann wie mit Windows. Allerdings ist eine gewisse Umgewöhnung nötig, und viele Kenntnisse die man sich unter Windows angeeignet hat kann man nicht gebrauchen, was ich aber recht spannend finde, lernt man mal wieder was.
Wenn man die Entwicklung so beobachtet dann denke ich auch das es nicht mehr lange dauern wird bis Linux sich wirklich neben Windows etabliert, daß zeigen ja auch die Aktivitäten von Microsoft. Jahrelang haben die geschwiegen, aber jetzt sieht man in Linux eine echte Bedrohung die man bekämpfen muss. Ich hoffe auf weitere Erfolge für Linux, dann werden die Software-Schmieden und Spielehersteller gezwungen sein ihre Produkte auch für Linux zu entwickeln. Ich hoffe jedenfalls das es zu einem fairen "Kampf" kommt
 

Steve Urkel the REAL

Moderator
Teammitglied
Microsoft strebte sogar mal die Lösung an das Officepaket für Linux herauszubringen. Was da aber der aktuelle Stand ist, kann ich nicht mehr sagen, habe es leider nicht weiterverfolgt.

Steve
 

TBuktu

Senior Member
Die Woche ist ´rum und auf meine Fragen gab´s eigentlich keine Antworten.
Also bleibt Linux - was mich betrifft - erstmal auf den Servern. (ich kann mich ja auch über UNIX uff de Arbeit ärgern)


Tim
 

Ragaller

treuer Stammgast
Ich würde sagen das Linux schon eine Alternative zu Windows darstellt. Aber ersetzen wird es Windows im Moment noch nicht. Ich kann aber jedem empfehlen der Lust, Laune und Zeit hat, sich einmal mit Linux zu beschäftigen und Erfahrungen damit zu sammeln. Danach kann man immer noch entscheiden ob Linux was brauchbares darstellt oder nicht. Ich habe festgestellt das es die kleinen und unscheinbaren Tools sind welche unter Linux richtig Spaß machen. Und diese findet man zu Hauf im Internet. Natürlich kostenlos.

-Ra-
 

deepgreen

fühlt sich hier wohl
red hat 7.1

ich kann nur erzählen wie ich linux installiert habe und wie ich damit im moment arbeite...

die installation war kinderleicht eine eine gute gui-führung und ich musst nur auswählen welche installation ich vornehme, da ich eine workstation haben möchte, habe ich natürlich eine worksation angeklickt und alles hat sich von alleine installiert.

partitionen wurden automatisch erstellt, pakete installiert, kde, gnome, hardware wurde erkannt,usw...

das arbeiten mit kde ist fast wie mit win98, die programme sind simpel aber dafür sehr übersichtlich, sogar das kompilen von programmen funktioniert bis zu einem gewissen grad ohne probleme.

konfiguration der firewall erfolgt über eine kde-gui und ist nicht schwerer als eine configuration v. atguard......

dank rmp ist das installieren von zusätzlichen programme leichter als die von windows-setup-programmen.
das einzige mango sind die anhängigkeits-bibliotheken, aber eine website hilfe weiter.
http://www.rmpfind.net

ich würde sagen, wenn die entwicklung von linux so weitergeht, dürfte es land für otto-normal-user zugebrauchen sein....
 

Quampo

nicht mehr wegzudenken
Viele tun so, als wäre Unix etwas Neues. Dabei gab es das schon 12 Jahre vor der allerersten Windows-Version! Ich hatte auch Umstellungsprobleme, aber in umgekehrter Richtung ;)

Ist nun Linux für den Normaluser geeignet? Was ist der Normaluser? Jeder DAU kann mit Linux glücklich werden, wenn jemand anderes sich um die Administration kümmert und ihm das root-Passwort nicht verrät.

Wer Wert darauf legt, seinen Rechner zu kontrollieren, kommt um Linux nicht herum. Da gibts es keine versteckten Features. Jedes Detail ist ausführlich dokumentiert, und wenn einem was nicht passt, dann schreibt man Linux eben um ;)

Sobald VirtualDub unter Linux erhältlich ist, heißt es für mich endgültig "bye, Windows!"
 
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