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Sovereign Cloud: EU-Kommission vergibt Verträge für resiliente Cloud-Infrastrukturen
Mit souveränen Cloud-Infrastrukturen hat man sich in Brüssel bisweilen relativ schwer getan. Bekanntestes Vorhaben war bis dato Gaia-X, wo man allerdings durch die Hintertür wieder internationale Player wie Microsoft, Google, Alibaba, Amazon und, was besonders schwer wiegen dürfte, Palantir reinholte. Mittlerweile haben Größen wie der Branchenverband eco sowie Unternehmen wie Scaleway und Nextcloud den Verbund verlassen. Mit einem neuen Vorhaben will die EU-Kommission es jetzt wohl besser machen.
Wie die Kollegen vom Security Insider berichten, hat man in Brüssel nun vier wegweisende Verträge für den Aufbau einer rein europäischen Cloudinfrastruktur unter dem Vorhaben der Sovereign Cloud vergeben. Während der europäische SEAL-2-Standard, der sich dem Thema Datensouveränität widmet, als Basis diente, erfüllen die meisten Unternehmen, die ausgewählt wurden, bereits den SEAL-3-Standard. Dieser konzentriert sich auf digitale Resilienz und verpflichtet Unternehmen dazu, dass ihre Technologien, Betriebsabläufe und Dienste gegen Lieferkettenstörungen und andere Einflüsse durch Drittparteien außerhalb der EU immun sind.
Zwei der vier Verträge gehen an europäische Schwergewichte im Cloud-Bereich. Neben dem französischen Cloudriesen Scaleway gehört auch Stackit der deutschen Schwarz-Gruppe dazu, die unter anderem auch die Einzelhändler Lidl und Kaufland betreibt. Der dritte Vertrag geht an ein Konsortium aus Luxemburg und Frankreich unter der Führung von Post Telecom auf Basis von OVHcloud und CleverCloud.
Problematischer könnte der vierte Vertrag sein, der von einer Partnerschaft aus Belgien, Frankreich und Luxemburg unter der Führung von Proximus gehalten wird. Neben Clarence und einzelnen Dienste des europäischen KI-Riesen Mistral AI wird auch S3NS verwendet. Letzteres ist ein Joint Venture, an dem neben Thales aus Frankreich auch Google beteiligt ist. Ob das zu einer Archillesferse wird, müssen wir sehen.
Immerhin bieten die neuen Verträge eine bessere Basis als das, was man 2019 mit Gaia-X auf den Weg gebracht hat. Resilienter ist es, perfekt allerdings mit Sicherheit nicht. Gerade dass zumindest Google über das eine Joint Venture noch einen kleinen Fuß in die europäische Tür bekommen hat, gilt es weiter zu beobachten und ggf. zu korrigieren.
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Mit souveränen Cloud-Infrastrukturen hat man sich in Brüssel bisweilen relativ schwer getan. Bekanntestes Vorhaben war bis dato Gaia-X, wo man allerdings durch die Hintertür wieder internationale Player wie Microsoft, Google, Alibaba, Amazon und, was besonders schwer wiegen dürfte, Palantir reinholte. Mittlerweile haben Größen wie der Branchenverband eco sowie Unternehmen wie Scaleway und Nextcloud den Verbund verlassen. Mit einem neuen Vorhaben will die EU-Kommission es jetzt wohl besser machen.
Wie die Kollegen vom Security Insider berichten, hat man in Brüssel nun vier wegweisende Verträge für den Aufbau einer rein europäischen Cloudinfrastruktur unter dem Vorhaben der Sovereign Cloud vergeben. Während der europäische SEAL-2-Standard, der sich dem Thema Datensouveränität widmet, als Basis diente, erfüllen die meisten Unternehmen, die ausgewählt wurden, bereits den SEAL-3-Standard. Dieser konzentriert sich auf digitale Resilienz und verpflichtet Unternehmen dazu, dass ihre Technologien, Betriebsabläufe und Dienste gegen Lieferkettenstörungen und andere Einflüsse durch Drittparteien außerhalb der EU immun sind.
Zwei der vier Verträge gehen an europäische Schwergewichte im Cloud-Bereich. Neben dem französischen Cloudriesen Scaleway gehört auch Stackit der deutschen Schwarz-Gruppe dazu, die unter anderem auch die Einzelhändler Lidl und Kaufland betreibt. Der dritte Vertrag geht an ein Konsortium aus Luxemburg und Frankreich unter der Führung von Post Telecom auf Basis von OVHcloud und CleverCloud.
Problematischer könnte der vierte Vertrag sein, der von einer Partnerschaft aus Belgien, Frankreich und Luxemburg unter der Führung von Proximus gehalten wird. Neben Clarence und einzelnen Dienste des europäischen KI-Riesen Mistral AI wird auch S3NS verwendet. Letzteres ist ein Joint Venture, an dem neben Thales aus Frankreich auch Google beteiligt ist. Ob das zu einer Archillesferse wird, müssen wir sehen.
Immerhin bieten die neuen Verträge eine bessere Basis als das, was man 2019 mit Gaia-X auf den Weg gebracht hat. Resilienter ist es, perfekt allerdings mit Sicherheit nicht. Gerade dass zumindest Google über das eine Joint Venture noch einen kleinen Fuß in die europäische Tür bekommen hat, gilt es weiter zu beobachten und ggf. zu korrigieren.
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