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Sihoo Doro C300 Pro ausprobiert: Ergonomisch durch die Sommerhitze
Der Bürostuhl Doro C300 Pro von Sihoo weiß im Test mit seinen vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten und seiner atmungsaktiven Polsterung zu gefallen, die man an heißen Tagen sehr zu schätzen weiß.
Gut sitzen – besser denken. Das ist das Motto des 2011 gegründeten Unternehmens Sihoo, das sich auf ergonomisch gestaltete Bürostühle fokussiert. Für einen Test hat uns der Hersteller den Sihoo Doro C300 Pro zugeschickt, der zu dessen aktuellen Flaggschiffen und Bestsellern gehört.
Der Stuhl wird mit maximaler Flexibilität beworben. Ein Versprechen, das er in der Praxis schon beinahe zu gut einlöst. Doch dazu gleich mehr. Werfen wir zunächst einen Blick auf die wichtigsten Ausstattungsmerkmale:

Die Lieferung des Sihoo C300 Pro erfolgt zerlegt im Karton. Bei der Annahme des Pakets und beim Aufbau sollte man besser zu zweit sein, um die gut 30 Kilogramm sicher zu bewegen.
Neben den Einzelteilen, die es zu montieren gilt, legt der Hersteller die dafür nötigen Schrauben sowie das passende Werkzeug bei. Ich bin ein großer Freund kleiner Details, daher war ich sehr angetan davon, dass die Schrauben innerhalb der Verpackung klar gekennzeichnet sind. In Verbindung mit der Aufbauanleitung weiß man sofort, welche Schraube an welche Stelle gehört.
Ein weiteres Detail: Die Teile der rechten Armlehne sind in roter statt transparenter Folie verpackt, um Verwechslungen zu vermeiden. Die Teile selbst sind ebenfalls mit R und L gekennzeichnet, falls man beim Auspacken zu voreilig war.

Die Montage des Stuhls war in einer knappen halben Stunde erledigt. Ungewöhnlich fand ich hierbei, dass das Fußkreuz ebenfalls zusammengeschraubt werden muss, das habe ich so zum ersten Mal gesehen. Verschraubungen an Stellen, die permanenter Belastung und Bewegung ausgesetzt sind, sehe ich immer ein wenig kritisch.
Nach rund vier Wochen Nutzung kann man zur Langlebigkeit noch keine Aussage machen, der Hersteller gibt sich allerdings überzeugt und gewährt daher eine Garantie von drei Jahren auf den Doro C300 Pro. Und wo wir gerade beim Thema sind: Beim Kauf gewährt Sihoo eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie, sollte man nicht auf Anhieb zufrieden sein.
Die Qualität und Verarbeitung der Einzelteile wirkt solide, der zusammengebaute Stuhl kann diesen Eindruck nicht ganz bestätigen. Das liegt aber auch an den zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten. Darauf gehe ich im folgenden Abschnitt näher ein.
Die Besonderheit des Sihoo Doro C300 Pro ist, dass er über keine Polsterung verfügt, sondern mit einem luftdurchlässigen Webstoff überzogen ist. Meine Freundin, die den Stuhl hauptsächlich benutzt hat, wusste das angesichts der tropischen Temperaturen in den vergangenen Wochen sehr zu schätzen.
Der Bezug ist atmungsaktiv und vermeidet das unangenehme Gefühl, dass der Stuhl zusammen mit mir aufstehen möchte, wie man es von Lederstühlen kennt. Ich habe mich von meinem genau deshalb getrennt.
Bei der Beschreibung der Funktionen arbeiten wir uns von oben nach unten.
Kopfstütze

Die Kopfstütze lässt sich in Höhe, Neigung und Tiefe verstellen. Bürostühle sind eine sehr individuelle Angelegenheit, es wäre daher vermessen zu behaupten, dass sich die Kopfstütze auf jeden Menschen perfekt einstellen lässt. Zu zweit kamen wir jedenfalls zu dem Schluss, dass es individueller kaum möglich ist.
Hier zeigt sich allerdings auch das oben beschriebene Problem der „Über-Flexibilität“ zum ersten Mal. Bewegt man den Stuhl, sollte man unbedingt vermeiden, dabei die Kopfstütze anzufassen, weil man sie sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit versehentlich verstellt.
Rückenlehne und Lendenwirbelstütze

Die Rückenlehne lässt sich in insgesamt vier Stufen in der Höhe verstellen. Das schließt Kopfstütze und Lendenwirbelstütze ein. Wie bei fast allen Stühlen hat man die Wahl, ob die Lehne starr ist oder ob man sich damit zurücklehnen kann, was in einem Winkel von bis zu 135 Grad möglich ist.

Die Lendenwirbelstütze ist mit dem gleichen Webstoff überzogen. Zudem verfügt sie über eine dynamische Höhenanpassung, sodass sie sich ihre Position sozusagen selbst sucht. Das klappte insgesamt gut. Aufgrund des federnden Effekts des Bezugs kann man selbst steuern, wie fest man die Stütze fühlen möchte. Auch das empfanden wir als angenehm. Für Personen mit Problemen in den Lendenwirbeln, die eine entsprechend stabile Abstützung benötigen, könnte das eventuell zu weich sein.
Armlehnen

Der Sihoo Doro C300 Pro verfügt über „6D-Armlehnen“. Sie lassen sich in Höhe, Tiefe, Länge, Neigung und Breite verstellen. Mit Breite ist hier der innere Abstand zwischen den Armlehnen gemeint, man kann sie also flexibel nach innen und außen drehen.
Das ist maximale Flexibilität und vielleicht sogar schon ein wenig zu viel. Man muss hier noch viel mehr als bei der Kopfstütze darauf achten, nicht versehentlich die Einstellung zu ändern. Das ist allerdings Übungssache, nach ein paar Tagen hat man das drauf.
Sitz

Man sitzt auf dem Webpolster des Sihoo Doro C300 Pro definitiv weicher als auf einem Stuhl mit Schaumstoffpolsterung. Letztlich ist auch das wieder eine Frage des persönlichen Empfindens, meiner Freundin gefällt das besser als mir. Ich bevorzuge allerdings auch eine ausgesprochen harte Polsterung.
Die Flexibilität des Stuhls macht auch vor der Sitzschale nicht Halt: Über die Sitztiefenverstellung kann man diese um jeweils 2,5 Zentimeter nach vorn oder hinten verschieben und sich so besser zur Rückenlehne und Lendenwirbelstütze positionieren.
Wem der Sihoo Doro C300 Pro zu wenig Einstellungsmöglichkeiten bietet, findet mutmaßlich keinen Stuhl, der sich noch individueller abstimmen lässt. Wie im Bericht erwähnt, ist die Individualität fast schon grenzwertig gut. Wenn man den Stuhl beim Bewegen an Kopfstütze und/oder Armlehnen anfasst, verstellt man diese fast immer versehentlich und der Stuhl wirkt dabei instabiler, als er tatsächlich ist.
Die Webstoff-Polsterung bietet bei der aktuellen Hitze unschlagbare Vorteile, eventuell könnte man diese allerdings als zu weich empfinden – und auch als etwas zu rau, wenn man mit kurzen Hosen darauf sitzt. Den Langzeit-Test hat der Doro C300 Pro bei meiner Freundin bestanden. Sie hat ihn inzwischen beschlagnahmt, weil sie auf diesem Stuhl auch bei längerem Sitzen keine Rückenschmerzen bekommt. Sie hatte zuvor in den vergangenen vier Jahren vier verschiedene Stühle ausprobiert und war mit keinem davon glücklich.
Die UVP des Sihoo Doro C300 Pro liegt bei 799,99 €, die muss man aber nicht bezahlen. Bei Amazon kostet er aktuell 630 € und direkt beim Hersteller ist er bis Ende der Woche für 559,99 € im Angebot. Neben der hier gezeigten schwarzen Variante gibt es ihn auch noch in Weiß. Der Preis ist anspruchsvoll, es gibt den Stuhl allerdings auch in einer Nicht-Pro-Variante, die ein paar Anpassungsmöglichkeiten weniger bietet und nur knapp die Hälfte kostet. Sind die restlichen Eigenschaften identisch, ist der Doro C300 Nicht-Pro ein ganz heißer Preis-Leistungs-Tipp.
Disclaimer: Enthält Affiliate-Links. Das Testmuster wurde uns vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.
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Der Bürostuhl Doro C300 Pro von Sihoo weiß im Test mit seinen vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten und seiner atmungsaktiven Polsterung zu gefallen, die man an heißen Tagen sehr zu schätzen weiß.
Gut sitzen – besser denken. Das ist das Motto des 2011 gegründeten Unternehmens Sihoo, das sich auf ergonomisch gestaltete Bürostühle fokussiert. Für einen Test hat uns der Hersteller den Sihoo Doro C300 Pro zugeschickt, der zu dessen aktuellen Flaggschiffen und Bestsellern gehört.
Der Stuhl wird mit maximaler Flexibilität beworben. Ein Versprechen, das er in der Praxis schon beinahe zu gut einlöst. Doch dazu gleich mehr. Werfen wir zunächst einen Blick auf die wichtigsten Ausstattungsmerkmale:
- mechanische 3D-Kopfstütze
- dynamische Lendenwirbelstütze
- Neigungswinkel 105 bis 135 Grad
- 6D-Armlehnen
- atmungsaktiver Stoffbezug
- Breite der Sitzfläche: 51,5 cm
- Sitztiefenverstellung
- Sitzhöhe: 46-57 cm
- maximale Belastung: 136 kg

Aufbau
Die Lieferung des Sihoo C300 Pro erfolgt zerlegt im Karton. Bei der Annahme des Pakets und beim Aufbau sollte man besser zu zweit sein, um die gut 30 Kilogramm sicher zu bewegen.
Neben den Einzelteilen, die es zu montieren gilt, legt der Hersteller die dafür nötigen Schrauben sowie das passende Werkzeug bei. Ich bin ein großer Freund kleiner Details, daher war ich sehr angetan davon, dass die Schrauben innerhalb der Verpackung klar gekennzeichnet sind. In Verbindung mit der Aufbauanleitung weiß man sofort, welche Schraube an welche Stelle gehört.
Ein weiteres Detail: Die Teile der rechten Armlehne sind in roter statt transparenter Folie verpackt, um Verwechslungen zu vermeiden. Die Teile selbst sind ebenfalls mit R und L gekennzeichnet, falls man beim Auspacken zu voreilig war.

Die Montage des Stuhls war in einer knappen halben Stunde erledigt. Ungewöhnlich fand ich hierbei, dass das Fußkreuz ebenfalls zusammengeschraubt werden muss, das habe ich so zum ersten Mal gesehen. Verschraubungen an Stellen, die permanenter Belastung und Bewegung ausgesetzt sind, sehe ich immer ein wenig kritisch.
Nach rund vier Wochen Nutzung kann man zur Langlebigkeit noch keine Aussage machen, der Hersteller gibt sich allerdings überzeugt und gewährt daher eine Garantie von drei Jahren auf den Doro C300 Pro. Und wo wir gerade beim Thema sind: Beim Kauf gewährt Sihoo eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie, sollte man nicht auf Anhieb zufrieden sein.
Verarbeitung und Materialien
Die Qualität und Verarbeitung der Einzelteile wirkt solide, der zusammengebaute Stuhl kann diesen Eindruck nicht ganz bestätigen. Das liegt aber auch an den zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten. Darauf gehe ich im folgenden Abschnitt näher ein.
Die Besonderheit des Sihoo Doro C300 Pro ist, dass er über keine Polsterung verfügt, sondern mit einem luftdurchlässigen Webstoff überzogen ist. Meine Freundin, die den Stuhl hauptsächlich benutzt hat, wusste das angesichts der tropischen Temperaturen in den vergangenen Wochen sehr zu schätzen.
Der Bezug ist atmungsaktiv und vermeidet das unangenehme Gefühl, dass der Stuhl zusammen mit mir aufstehen möchte, wie man es von Lederstühlen kennt. Ich habe mich von meinem genau deshalb getrennt.
Einstellmöglichkeiten und Ergonomie
Bei der Beschreibung der Funktionen arbeiten wir uns von oben nach unten.
Kopfstütze

Die Kopfstütze lässt sich in Höhe, Neigung und Tiefe verstellen. Bürostühle sind eine sehr individuelle Angelegenheit, es wäre daher vermessen zu behaupten, dass sich die Kopfstütze auf jeden Menschen perfekt einstellen lässt. Zu zweit kamen wir jedenfalls zu dem Schluss, dass es individueller kaum möglich ist.
Hier zeigt sich allerdings auch das oben beschriebene Problem der „Über-Flexibilität“ zum ersten Mal. Bewegt man den Stuhl, sollte man unbedingt vermeiden, dabei die Kopfstütze anzufassen, weil man sie sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit versehentlich verstellt.
Rückenlehne und Lendenwirbelstütze

Die Rückenlehne lässt sich in insgesamt vier Stufen in der Höhe verstellen. Das schließt Kopfstütze und Lendenwirbelstütze ein. Wie bei fast allen Stühlen hat man die Wahl, ob die Lehne starr ist oder ob man sich damit zurücklehnen kann, was in einem Winkel von bis zu 135 Grad möglich ist.

Die Lendenwirbelstütze ist mit dem gleichen Webstoff überzogen. Zudem verfügt sie über eine dynamische Höhenanpassung, sodass sie sich ihre Position sozusagen selbst sucht. Das klappte insgesamt gut. Aufgrund des federnden Effekts des Bezugs kann man selbst steuern, wie fest man die Stütze fühlen möchte. Auch das empfanden wir als angenehm. Für Personen mit Problemen in den Lendenwirbeln, die eine entsprechend stabile Abstützung benötigen, könnte das eventuell zu weich sein.
Armlehnen

Der Sihoo Doro C300 Pro verfügt über „6D-Armlehnen“. Sie lassen sich in Höhe, Tiefe, Länge, Neigung und Breite verstellen. Mit Breite ist hier der innere Abstand zwischen den Armlehnen gemeint, man kann sie also flexibel nach innen und außen drehen.
Das ist maximale Flexibilität und vielleicht sogar schon ein wenig zu viel. Man muss hier noch viel mehr als bei der Kopfstütze darauf achten, nicht versehentlich die Einstellung zu ändern. Das ist allerdings Übungssache, nach ein paar Tagen hat man das drauf.
Sitz

Man sitzt auf dem Webpolster des Sihoo Doro C300 Pro definitiv weicher als auf einem Stuhl mit Schaumstoffpolsterung. Letztlich ist auch das wieder eine Frage des persönlichen Empfindens, meiner Freundin gefällt das besser als mir. Ich bevorzuge allerdings auch eine ausgesprochen harte Polsterung.
Die Flexibilität des Stuhls macht auch vor der Sitzschale nicht Halt: Über die Sitztiefenverstellung kann man diese um jeweils 2,5 Zentimeter nach vorn oder hinten verschieben und sich so besser zur Rückenlehne und Lendenwirbelstütze positionieren.
Fazit
Wem der Sihoo Doro C300 Pro zu wenig Einstellungsmöglichkeiten bietet, findet mutmaßlich keinen Stuhl, der sich noch individueller abstimmen lässt. Wie im Bericht erwähnt, ist die Individualität fast schon grenzwertig gut. Wenn man den Stuhl beim Bewegen an Kopfstütze und/oder Armlehnen anfasst, verstellt man diese fast immer versehentlich und der Stuhl wirkt dabei instabiler, als er tatsächlich ist.
Die Webstoff-Polsterung bietet bei der aktuellen Hitze unschlagbare Vorteile, eventuell könnte man diese allerdings als zu weich empfinden – und auch als etwas zu rau, wenn man mit kurzen Hosen darauf sitzt. Den Langzeit-Test hat der Doro C300 Pro bei meiner Freundin bestanden. Sie hat ihn inzwischen beschlagnahmt, weil sie auf diesem Stuhl auch bei längerem Sitzen keine Rückenschmerzen bekommt. Sie hatte zuvor in den vergangenen vier Jahren vier verschiedene Stühle ausprobiert und war mit keinem davon glücklich.
Die UVP des Sihoo Doro C300 Pro liegt bei 799,99 €, die muss man aber nicht bezahlen. Bei Amazon kostet er aktuell 630 € und direkt beim Hersteller ist er bis Ende der Woche für 559,99 € im Angebot. Neben der hier gezeigten schwarzen Variante gibt es ihn auch noch in Weiß. Der Preis ist anspruchsvoll, es gibt den Stuhl allerdings auch in einer Nicht-Pro-Variante, die ein paar Anpassungsmöglichkeiten weniger bietet und nur knapp die Hälfte kostet. Sind die restlichen Eigenschaften identisch, ist der Doro C300 Nicht-Pro ein ganz heißer Preis-Leistungs-Tipp.
Disclaimer: Enthält Affiliate-Links. Das Testmuster wurde uns vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.
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