[Security-Workshop Teil 6] Datensicherung

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
Datensicherung

Datensicherung

Gründe für eine regelmässige Datensicherung gibt es genug.
Wohl dem, der in Notfällen über eine aktuelle Sicherung aller ihm wichtigen Daten verfügt. Welche Möglichkeiten es dafür gibt, darauf gehen wir in diesem Thema ein.
Gerade nach einem Virenbefall oder einer Trojaner-Attacke stellt man sich oft die Frage, ob wirklich alle Gefahren beseitigt sind, oder ob es nicht besser wäre, das gesamte System neu aufzusetzen. Wenn man entsprechend vorbereitet ist, muss daraus auch kein abendfüllender Akt werden.
Aber nun mal der Reihe nach - welche Möglichkeiten gibt es denn?

Vollständige Backups

Der "Königsweg" ist sicher der, ein vollständiges Abbild seines Systems zu erstellen. Voraussetzung dafür ist in den meisten Fällen mindestens eine zusätzliche Partition oder zweite Festplatte mit genügend Platz. Alle Windows-Betriebssysteme sind "von Haus aus" mit einer Backup-Funktion ausgestattet (muss evt. nachinstalliert werden, ist aber immer auf der CD). Mit WindowsXP gibt es Dank der integrierten Brennfunktion die Möglichkeit, die Sicherung direkt auf CD brennen zu lassen. Bei den Vorgängern funktioniert das nur in Zusammenarbeit mit einer entsprechenden Brennsoftware (z.B. DirectCD).
Daneben gibt es eine Fülle von Programmen, mit welchen sich ebenfalls komplette Backups erstellen lassen, so verfügt beispielsweise die Brennsoftware "Nero" über ein entsprechendes Feature.
Es gibt aber auch Software, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurde. Ohne Werbung zu machen, seien hier "Drive Image" von Powerquest sowie "Ghost" von Symantec erwähnt. Nähere Infos zu den Programmen entnehmt Ihr bitte direkt den Hersteller-Seiten:
http://www.powerquest.com/de/DriveImage/index.html
http://www.symantec.com/region/de/product/ghost/pe_index.html

Vorteile:
+ komplettes Systemabbild, dadurch keine umständliche Neuinstallation nötig
+ schnelle und komplette Wiederherstellung nach "Totalabsturz"

Nachteile:
- Hoher Speicherbedarf auf Festplatten bzw. CD-ROM's
- Backups dauern lange
- evt. bereits bestehende Fehler (Registry, defekte dll's etc.) werden mitgesichert



Teilweise bzw. zielgerichtete Backups

Wer nicht das komplette System sichern möchte und im Katastrofenfall lieber von Hand neu installiert, um vorher gesicherte Daten separat zurückzuspielen, dem bietet sich noch die Möglichkeit, zielgerichtet Daten zu sichern.
Der Umfang bleibt hier jedem selbst überlassen - ein Anhaltspunkt könnte sein: Ich will alle Daten sichern, die ich nicht von irgendeiner Installations-CD wiederherstellen kann.
Da zu gehört Beispielsweise:

- Inhalt des Ordners "Eigene Dateien"
- wichtige Mails und Adressbücher
- ini-Dateien von installierten Programmen, die persönliche Einstellungen enthalten
- Internet-Favoriten
- etc.
Ausserdem werden in vielen Programmen Passwörter gespeichert.
Wer sich nicht alle seine Passwörter merken kann und sie nicht auf der Schreibtischunterlage archivieren möchte, dem empfiehlt sich das Freeware-Programm "Passwort-Tresor": http://passworttresor.de/

Daneben sollten wichtige Systemdateien regelmässig gesichert werden.
Bei Windows 2000/XP ist das nicht existentiell wichtig, bei diesen Systemen gibt es die Möglichkeit, die Systemdateien von der CD wiederherzustellen. Das kann allerdings dazu führen, dass bestimmte Anwendungen nicht mehr korrekt funktionieren, da sie bei der Installation diese Dateien gezielt angepasst haben (Handelt es sich um ein schädliches Programm, dann will man ja genau das erreichen, aber es gibt auch zahlreiche nützliche Programme, welche ins System eingreifen).
Für Windows 95/98/ME gibt es zur Sicherung von Systemdateien das Freeware-Tool "Quicksave".
Angaben des Autors:
Quick Save ist eine komfortable Systemdateiensicherung und Wiederherstellung für Windows 95/98.
Die Erstellung einer bootfähigen Notfalldiskette ist ebenso möglich wie das Hinzufügen individueller Dateien zur Sicherungsliste.
Info und Download: http://www.henning-beyer.de/

Weitere Freeware-Programme, die bei der Datensicherung behilflich sind:

Win-Saver 2001
für Windows 95/98/ME
Angaben des Autors:
Programm zur automatischen Sicherung von beliebigen Dateien und "Eigene Dateien"; automatischer Aufruf von Programmen zur Festplattenüberprüfung/Defragmentierung sowie eigener Programme. Ermöglicht individuelle Konfigurationen, sodaß z.B. auch mehrere verschiedene, voneinander unabhängige Sicherungen möglich sind.
Info und Download: http://www.freeware.de/software/Programm_Win_Saver_2001_3555.html


SimBUP
für alle Windows-Systeme
Angaben des Autors:
SimBUP ist ein zeitgesteuertes Back Up Programm zur Datensicherung. Dateien und Verzeichnisse lassen sich getrennt voneinander sichern.
Info und Download: http://www.sek-2000.de/


Zu den Vor- und Nachteilen der teilweisen Backups lässt sich einfach sagen: Schau Dir die Argumente unter "vollständige Backups" an und drehe sie ins Gegenteil :)


Für welche Alternative man sich entscheidet, ist eine Frage der persönlichen Einstellung. Aber auch ein gesunder Mix aus beiden Wegen kann nützlich sein: Eine Komplettsicherung nach einer sauberen Installation des Betriebssystem inkl. aller Hardware-Treiber, welche nur nach Hardware-Umbauten aktualisiert wird, dazu regelmässige Sicherung der "Bewegungs-Daten", die sich häufig ändern.

Egal wie, auf jeden Fall immer an Murphy denken: Ein Totalabsturz tritt immer dann auf, wenn man lange nichts mehr gesichert hat ;).


Anmerkung: Dieser Beitrag ist nur ein Teil des Ganzen. Hier findest Du die Übersicht: Security-Workshop


Diesen Beitrag als gezippte HTML-Datei downloaden:
 

Anhänge

  • security-workshop teil 6.zip
    3,2 KB · Aufrufe: 206
Zuletzt bearbeitet:

SilverSurfer99

gehört zum Inventar
Nachlese / der Lohn der guten Tat..

durch Disziplin zur konsequenten Datensicherung kommt manchmal schneller und unerwarteter, als man denkt! (Rubrik "Nicht vermeidbare Schäden", wahrscheinlich durch fehlerhafte Software).

1. Der letzte noch offene/wunde Punkt meiner der XP-Nutzung war StrongDisk 2.8.6 - nur mit lästiger SUBST-Umgehung zu nutzen (siehe SN-Tut 'Ein starker Tresor'). Daher habe ich die 4 GB MP3-Musik auf StrongDisk-Laufwerken in letzter Zeit nicht mehr genutzt. Am 27.03.02 fand ich auf einem Board den Hinweis auf XP-fähiges StrongDisk 3.0 in deutsch - hurra es läuft (bei Infobedarf PM mit MailAddy an SS99 - 1. Geduld 2. Alle! erhalten Infos) - doch der WinMediaPlayer meldete sinngemäß 'Ausgabegerät nicht bereit' - und das Lautsprechersymbol war auch verschwunden.

2. Na gut dachte ich, dieser MS-Player hat schon mal versagt wegen 'fehlender Autorisierung' (obwohl fast alles von meinen Original-CDs gezogen wurde) - also WinAmp aus Netscape installiert - doch auch von dort eine etwas kryptische Fehlermeldung. Daher Win2k gestartet - und siehe da, dort klappt der Sound ganz normal, also Hardware in Ordnung. Da XP nach Internet-News bei SoundBlaster generell einige Zicken machen soll, versuche ich anschließend Treiber-Wiederherstellung, aber dreimal BlueScreen, auch nach Kaltstart. Sollte nicht XP stabiler als alle anderen MS-Betriebssysteme sein?

3. XP aus der letzten Vollsicherung vom 24.02.02 rekovert, doch meine Test-MP3 "Gute Nacht Freunde.." BLEIBT stumm. Also die Vollsicherung vom 26.12.01 recovert, und siehe da der Sound IST OK. Dann nacheinander die wöchentlichen Änderungssicherungen bis zum 16.02.02 eingespielt - der Sound bleibt ok - 'ein Wunder'. Und die Änderungen nach dem 16.02.2002 nachzuvollziehen ist noch hinzubekommen, aber ein völliger XP-Neuanfang hätte mich Wochen gekostet! Wahrscheinlich wäre ich ohne XP-Datensicherungen zu dem noch vorhandenen Win2k zurückgekehrt. So hat der gesamte Rückweg/Nachinstallation und neugewonnenen StrongDisk nur ca. vier Stunden verbraten. Trotzdem mosert meine Frau "Was machst du denn da immer noch, ich denke du bist längst fertig (hatte ich ja auch gehofft)!"

4. Da ich Vollsicherungen bei großen Änderungen ziehe, muss nach dem 16.02.02 etwas Sound-Fürchterliches passiert sein, doch das ist nun schon 43 Kalendertage her! Auf der XP-Partition befinden sich mehr als 15.000 Dateien mit 1,8 GB - wo soll man/frau suchen? Aussichtslos - wahrscheinlich hätte auch ein Software-Logbuch wenig geholfen, falls es 'ein nie ganz zu vermeidender Software-Ausnahmefehler' war.

Meine Entscheidung: Sound ist unverzichtbar, also habe ich per 16.02.02 weitergemacht. Neuinstalliertes StrongDisk 3.0 läuft fehlerfrei, KasperskyVirenprüfer aktualisiert, Ad-Aware 5.7 aktualisiert, Microtek-XP-Scanner neu installiert .. und noch ein paar Kleinigkeiten. Irgendwie ist es ein ziemlich erleichterndes Gefühl, solchen unkalkulierbaren GAUs nicht mehr hilflos ausgesetzt zu sein. Und dass ich nach jedem XP-Start erstmal das Bedürfnis habe, die Test-MP3 zu spielen, ist hoffentlich eine vorübergehende 'Macke'... *g*

Sicherheit ist längst nicht alles, aber ohne Sicherheit ist alles NICHTS!
 
Oben