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Schräglage: Microsoft fordert Gewinnmarge von mindestens 30 % bei der Xbox
Die unruhigen Zeiten bei der Xbox gehen in die nächste Runde. Wie Kollege Jez Corden von Windows Central in einem aktuellen Beitrag berichtet, soll die Chefetage um Microsoft-Chef Satya Nadella den Druck auf das Team um Phil Spencer und Sarah Bond massiv erhöht haben. Man beruft sich dabei auf Recherchen der Gaming-Experten Jason Schrier und Dina Bass von Bloomberg, die kein sonderlich gutes Bild der aktuellen Lage zeichnen.
Laut den aktuellen Recherchen hat vor allem Finanzchefin Amy Hood eine stärkere Weisungsrolle gegenüber dem Xbox-Team übernommen und fordert von den Verantwortlichen mindestens eine Gewinnmarge von 30 % oder besser. Dieser Wert liegt laut Bloomberg deutlich über dem Industrieschnitt, der sich zwischen 17 und 22 % bewegt. Microsoft selbst soll sich in der jüngeren Vergangenheit immer im Bereich zwischen 10 und 20 % bewegt haben – Gerichtsdokumente aus dem Jahr 2023 gaben einen durchschnittlichen Wert von 12 % aus.
Das ausgegebene Ziel liegt derweil am äußersten Rand dessen, was ein Gaming-Publisher überhaupt erreichen kann, wenn er mit mehreren Blockbustern hintereinander einen Lauf hat und sämtliche Titel überdurchschnittlich gut einschlagen. Letztlich bedeutet das übersetzt, dass parallel zum neuen Call of Duty auch vermeintlich kleinere Titel wie The Outer Worlds 2 oder Forza Horizon 6 das Ding jetzt wirklich rocken müssen.
So oder so: All die Preiserhöhungen, auch wenn diese zu einem gewissen Teil auf die Zollpolitik der aktuellen US-Regierung geschoben werden können, und strategische Umwälzungen etwa beim Xbox Game Pass sind laut Corden eine direkte Folge der Forderungen von Nadella und Hood, wobei die Verantwortlichen wie Phil Spencer und Sarah Bond einige Schwierigkeiten dabei haben sollen, die Forderungen von Microsoft selbst mit den eigenen Plänen in Einklang zu bringen, ohne gleich die Xbox als Gesamtkonstrukt in Existenznot zu bringen.
Das wird insgesamt nicht schöner. Ich hatte es im Forum bereits gesagt: Bei all den Investitionen in Übernahmen, Cloud-Infrastruktur, klassischer Spieleentwicklung, Partnerschaften, Hardware oder einfach nur Gehältern ist es nicht unrealistisch, dass in den nächsten Jahren ein Betrag zurück in die Microsoft-Kasse fließen muss, der sich irgendwo um die 100 Milliarden USD bewegt. Alleine die früheren Übernahmen von Mojang, Betheada und Activision Blizzard machen bekanntlich schon rund 80 Milliarden USD aus.
Auf alle Fälle steht die Xbox vor einer fundamentalen Herausforderung, zumal die nächste Konsolengeneration noch mindestens ein Jahr entfernt sein dürfte. Wie der Schaden bis dahin aufgefangen werden soll, den Microsoft mit seinem verkorksten Marketing und irrlichtenden Kommunikation (mal wieder…) angerichtet hat, wird interessant zu beobachten sein. Immerhin hat die Xbox zwei Nachteile: Sie muss dem Kreuzfeuer von Microsofts KI-Offensive standhalten und ist der letzte Bereich in Redmond, der nur vom Consumer getragen wird. Wie auch immer das ausgehen wird… Fortsetzung folgt…
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Die unruhigen Zeiten bei der Xbox gehen in die nächste Runde. Wie Kollege Jez Corden von Windows Central in einem aktuellen Beitrag berichtet, soll die Chefetage um Microsoft-Chef Satya Nadella den Druck auf das Team um Phil Spencer und Sarah Bond massiv erhöht haben. Man beruft sich dabei auf Recherchen der Gaming-Experten Jason Schrier und Dina Bass von Bloomberg, die kein sonderlich gutes Bild der aktuellen Lage zeichnen.
Laut den aktuellen Recherchen hat vor allem Finanzchefin Amy Hood eine stärkere Weisungsrolle gegenüber dem Xbox-Team übernommen und fordert von den Verantwortlichen mindestens eine Gewinnmarge von 30 % oder besser. Dieser Wert liegt laut Bloomberg deutlich über dem Industrieschnitt, der sich zwischen 17 und 22 % bewegt. Microsoft selbst soll sich in der jüngeren Vergangenheit immer im Bereich zwischen 10 und 20 % bewegt haben – Gerichtsdokumente aus dem Jahr 2023 gaben einen durchschnittlichen Wert von 12 % aus.
Das ausgegebene Ziel liegt derweil am äußersten Rand dessen, was ein Gaming-Publisher überhaupt erreichen kann, wenn er mit mehreren Blockbustern hintereinander einen Lauf hat und sämtliche Titel überdurchschnittlich gut einschlagen. Letztlich bedeutet das übersetzt, dass parallel zum neuen Call of Duty auch vermeintlich kleinere Titel wie The Outer Worlds 2 oder Forza Horizon 6 das Ding jetzt wirklich rocken müssen.
So oder so: All die Preiserhöhungen, auch wenn diese zu einem gewissen Teil auf die Zollpolitik der aktuellen US-Regierung geschoben werden können, und strategische Umwälzungen etwa beim Xbox Game Pass sind laut Corden eine direkte Folge der Forderungen von Nadella und Hood, wobei die Verantwortlichen wie Phil Spencer und Sarah Bond einige Schwierigkeiten dabei haben sollen, die Forderungen von Microsoft selbst mit den eigenen Plänen in Einklang zu bringen, ohne gleich die Xbox als Gesamtkonstrukt in Existenznot zu bringen.
Das wird insgesamt nicht schöner. Ich hatte es im Forum bereits gesagt: Bei all den Investitionen in Übernahmen, Cloud-Infrastruktur, klassischer Spieleentwicklung, Partnerschaften, Hardware oder einfach nur Gehältern ist es nicht unrealistisch, dass in den nächsten Jahren ein Betrag zurück in die Microsoft-Kasse fließen muss, der sich irgendwo um die 100 Milliarden USD bewegt. Alleine die früheren Übernahmen von Mojang, Betheada und Activision Blizzard machen bekanntlich schon rund 80 Milliarden USD aus.
Auf alle Fälle steht die Xbox vor einer fundamentalen Herausforderung, zumal die nächste Konsolengeneration noch mindestens ein Jahr entfernt sein dürfte. Wie der Schaden bis dahin aufgefangen werden soll, den Microsoft mit seinem verkorksten Marketing und irrlichtenden Kommunikation (mal wieder…) angerichtet hat, wird interessant zu beobachten sein. Immerhin hat die Xbox zwei Nachteile: Sie muss dem Kreuzfeuer von Microsofts KI-Offensive standhalten und ist der letzte Bereich in Redmond, der nur vom Consumer getragen wird. Wie auch immer das ausgehen wird… Fortsetzung folgt…
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