Raumfahrt

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Astronomie

Trump will bis 2024 auf den Mond

Leider nicht er selbst, sondern nur US-Astronauten. Die Rückkehr zum Mond war eigentlich für 2028 geplant, aber anscheinend haben die Chinesen mit ihrer unbemannten Landung auf der Rückseite des Mondes den Wettlauf ins All wiederbelebt.

Das Rezept, wie man diesen Wettlauf ins All gewinnen will, ist zwar mal wieder typisch Trump/Republikaner - schlanke Verwaltung, Privatisierung und weniger Sicherheitsplanung - aber immerhin.

Die ESA streitet sich meines Wissensstandes ja noch immer darum, wie es mit ihrem Raketenprogramm weitergeht.
 
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Norbert

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Die sollten das nicht übers Knie brechen, der Mond läuft uns schließlich nur sehr langsam mit ~4 cm pro Jahr davon.:ROFLMAO: Reichlich Zeit also.

Zumal viel mehr als nur ein paar simple Landungen, bisschen Forschung und Rückkehr geplant ist. Ein oder mehrere Mondstationen, Fabrikationsanlagen zur Wasser-, Sauerstoff und Treibstoffgewinnung an den Polen und Werkzeuge (mittels 3D-Druck) sollen vor Ort gebaut werden. Außerdem verfügen wir immer noch nicht über die erforderlichen neuen Antriebe, um die notwendigen hunderte von Tonnen Nutzlast zum Mond zu befördern. Mindestens 100t pro Start von der Erde sollte so ein Transporter mMn schon schaffen können. Aufgaben, die auch eine große Nation wie die USA nicht alleine stemmen kann. Schließlich funktioniert die internationale Zusammenarbeit im astronomischen Bereich schon seit Jahrzehnten ganz prima, ob nun Amis und Europa mit Russen, Chinesen, Japse usw., in dem Bereich sind sie schon gut zusammengerückt.

Die ESA streitet sich meines Wissensstandes ja noch immer darum, wie es mit ihrem Raketenprogramm weitergeht.
Die sollten meines Erachtens u.a. den Lander als Transportshuttle für die Fracht vom Mondorbit nach unten bauen. Dann können sie auch hübsch Abschleppgebühren kassieren, wenn das Kommandomodul wieder mal wie damals bei der Apollo 13 versagen sollte. :D
 

Norbert

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Diese Knallköppe, haben die Inder jetzt auch einen Satelliten mit einer Abwehrrakete abgeschossen. Als ob nicht schon genug Weltraumschrott dort oben herum kreist und für teure Probleme sorgt. Sogar die Solarpanels vom Hubble-Weltraumteleskop und anderer Forschungssonden waren schon möglicherweise von solchen Trümmern beschädigt worden. Die Dunkelziffer zerstörter Satelliten dürfte nicht gerade gering sein, da kommerzielle Betreiber (Radio, TV, GPS, usw.) sich darüber lieber ausschweigen und einen neuen starten, um ihren Ruf der Zuverlässigkeit nicht zu gefährden.

Beginnt die Aufrüstung im All?

Spektrum.de schrieb:
Am 27. März 2019 verkündete Indiens Premierminister Narendra Modi seinen Landsleuten stolz, Indien sei nun zu einer Weltraummacht geworden. Von der Testanlage Abdul Kalam im Osten des Landes sei eine ballistische Rakete aufgestiegen und habe in einer Höhe von 300 Kilometern einen eigenen, aktiven Satelliten abgeschossen. Laut »Breaking Defense« dürfte es sich um den 740 Kilogramm schweren und erst vor zwei Monaten gestarteten mutmaßlichen Militärsatelliten Microsat-R gehandelt haben.
:stupid
 

Keuchhusten

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Das erste Foto eines schwarzen Loches


Das Foto ist unter ästhetischen Gesichtspunkten sicherlich nicht gerade spektakulär. Zumal man das schwarze Loch gar nicht sehen kann, sondern nur das davon angezogene strahlende Gas. Andererseits, ein Foto, das Röntgenstrahlung zeigt, die vor 55 Millionen Jahre abgestrahlt wurde. Ein Foto, welches wieder einmal Einsteins wilde Theorien bestätigt. Von der Entwicklungsarbeit mal abgesehen, die nötig war, um dieses Foto auf die Beine zu stellen - das ist schon was.
 

Norbert

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Und schon meldet sich auch unser Harry. Flotter Bursche, wenn man bedenkt, dass das Foto erst vor etwas über 5 Stunden veröffentlicht wurde. :D


Spiegel.de schrieb:
Der Bereich, in dem das Material der Akkretionsscheibe in Richtung der Erde rast, ist heller.
Eventuell nicht nur die Akkretionsscheibe, sondern auch der einseitige Lichthof, der für rotierende schwarze Löcher prognostiziert wurde. Ich habe Leschs Video gerade erst gestartet, bin mal gespannt, ob er mich da bestätigt. Leider ist der für M87 typische riesige Jet nicht zu sehen, oder zumindest kaum, falls das schwache diagonale Leuchten (links oben und rechts unten) diesen andeuten sollte.* Jets strahlen ja wegen ihrer extrem hohen Geschwindigkeit und Energie hauptsächlich im Röntgenbereich, sodass eine Composite-Aufnahme aus je einem Radio- und Röntgenbild interessant wäre.

edit:
Andererseits, ein Foto, das Röntgenstrahlung zeigt, die vor 55 Millionen Jahre abgestrahlt wurde.
Radiostrahlung! ;)

* Scheint so zu sein, jedenfalls fällt dieses schwache rote Leuchten an der Diagonale mit dem Jet zusammen, wie man in der Animation am Ende des Videos sehen kann.

Wie das mit der Rotation des schwarzen Lochs ist, bleibt noch abzuwarten, die weiteren Auswertungen werden noch Monate bis Jahre dauern. Wahnsinnig gigantische Datenmengen im Petabyte-Bereich müssen dafür noch analysiert werden. :eek:
 
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Apropos: Hab mich vertan. Es waren Radioteleskope und keine Röntgensatelliten, die das gemessen haben. Hätte mir schon früher auffallen müssen, aber bei Schwarzen Löchern denke ich irgendwie immer zuerst an Röntgenstrahlung. Die hätten wir am Boden aber nie so messen können.
 
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Norbert

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Neue Nachrichten für den Weg zum Mond, schlechte Nachrichten.

Ich schrieb ja schon, dass noch kein für das Projekt erforderliches Triebwerk zur Verfügung stünde und indirekt meinte ich damit auch die zugehörige Schwerlast-Rakete. Aber die Planung läuft - oder besser gesagt, humpelt - bereits seit dem Jahre 2011 unter dem Namen Space Launch System (SLS) und... geht fürchterlich schief. Extrem hohe Kosten, politischer Lobbyismus, Unfähigkeit und gegenseitige Schuldzuweisungen drohen das Projekt zum Scheitern zu bringen, was unter den gegebenen Umständen sogar am besten wäre, und das möglichst bald.

Monsterrakete wider alle Vernunft

Nein, nein, nein... so wird das nix, ihr depperten Trumpel.
 

Keuchhusten

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Soll das ein Witz sein?

USA und Luxemburg wollen gemeinsam im Weltraum Rohstoffe abbauen

Ja, ich weiß, man denkt schon für die Zeit weiter, wenn wir den Planeten ausgeplündert haben.
Aber mal Butter bei die Fische.
Hat da irgendeiner physikalische Grundkenntnisse?

Eisen im Weltraum abbauen und auf die Erde transportieren?
Material- und Energieeinsatz stehen in keinem Verhältnis zum Ertrag.
Selbst Kobalt und Wolfram wären es nicht wert.
Zink wird zwar mittlerweile knapp, aber in dem Moment, in dem die natürlichen Vorkommen ausgebeutet sind, wird das Recycling des laufenden Mülls und die Ausbeutung der Müllkippen wirtschaftlich.

Und mal ganz offen ... wenn das auch nicht mehr reichen sollte, dürfte die Menschheit schon so große Probleme haben, dass Raumfahrt vermutlich eh kein Thema mehr ist.

Ehrlich gesagt, könnte ich kotzen.
Früher gab es einen Wettlauf ins All, um technisch-wissenschaftlichen Fortschritt zu demonstrieren.
Heute scheint man eher über die Möglichkeiten nachzudenken, wie man Steuern mittels Briefkastenfirmen auf dem Titan umgehen kann.
 

Keuchhusten

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Wie baut man eigentlich Raumschiffe?

Hier wird mit viel Witz und leicht verständlich der Aufbau eines aktuellen Raumschiffs (Würstchendose) und diverse Problemlösungen im All (Erbsensuppe) erklärt.

Wer die früheren Lesch-Sachen kennt, wird einiges schon wissen, aber es kommen diverse interessante Details hinzu. Zumal ist der vortragende Fachmann wirklich gut.
 

Norbert

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Diesen Vortrag hatte ich schon vor über 2 Jahren gesehen, der ist wirklich gut gemacht und auch humorvoll vorgetragen.

Das Nächste passt zwar jetzt nicht ganz zum Threadtitel, aber ich stelle diesen neuartig gemachten Sterne Größenvergleich trotzdem mal hier vor:


Hatte ich erst vorgestern entdeckt und die Qualität der Animation ist ganz hervorragend.
Der Ablauf ist vielleicht ein bisschen zu schnell, aber man kann ja die Wiedergabegeschwindigkeit etwas herabsetzen.
 

Keuchhusten

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Wirklich etwas schnell. Aber, wieder was gelernt. Hab mich schon gefragt, was ein Muon ist. Bin zwar kein Physiker, aber hatte mir eingebildet das Standardteilchenmodell zu kennen. Naja, Übersetzungen lohnen sich. :ROFLMAO:

Ist aber mal geil, vom Mikrokosmos komplett durch bis in den Makrokosmos zu gehen.
 

Norbert

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... vom Mikrokosmos komplett durch bis in den Makrokosmos zu gehen.
Das ist sogar schon der Attokosmos, denn die Reise beginnt bei der Planck-Länge. Kleiner gehts nimmer. :D
Und sie endet jenseits des beobachtbaren Universums. Berechnungen bzw. Schätzungen zufolge soll das gesamte Universum einen Radius zwischen 40 bis 70 Milliarden Lichtjahren haben. Sehen können wir davon leider nur den Umkreis von 13,8 Mrd Lj in jeder Richtung.

Bin zwar kein Physiker, aber hatte mir eingebildet das Standardteilchenmodell zu kennen.
Tja, der berühmte Teilchenzoo. Der ist in den letzten Jahrzehnten immer größer geworden. Mittlerweile kenne ich auch schon die verschiedenen Neutrinos, weiß wie Mesonen entstehen und das zuletzt nachgewiesene Teilchen dürfte das Higgs-Teilchen sein. Ich bin mal gespannt, ob es das von manchen Forschern theoretisch vermutete Graviton auch gibt. Von eventuellen Elementar-Teilchen der Dunklen Materie ganz zu schweigen. Es bleibt also spannend.
 

Keuchhusten

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Das ist sogar schon der Attokosmos, denn die Reise beginnt bei der Planck-Länge.

Also hab ich's doch richtig gesehen. Der Wert war die Länge und nicht das Volumen.

Was den Kosmos angeht, gehe ich nach der berühmten Keuchhusten-Definition. :D Alles, was zu klein ist, als dass ich es sehen kann, ist Mikro. Alles, was außerhalb unserer Atmosphäre liegt, ist Makro, auch wenn viele Brocken da draußen kleiner sind als unser Planet. Wobei die Erde eigentlich auch schon kaum fassbar ist.

Und wir schaffen es momentan nicht mal aus unserem Magnetfeld raus. Für jemanden, der mit Star Trek TNG aufgewachsen ist, ist das kaum nachvollziehbar. Wir haben bald 2020 und versuchen irgendwie mal wieder auf den Mond zu kommen. :cry:
 

Norbert

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Jubiläum am 21. Juli 2019: 50 Jahre Mondlandung.

Ok, ich greife hiermit schon etwas vor, der Grund dafür ist, dass der bekannte YT-Kanal "Urknall, Weltall und das Leben" bereits gestern den ersten von noch kommenden 5 weiteren Folgen mit Vorträgen des DLR zu diesem Thema veröffentlicht hat.

Mythos Mond - von der Antike bis zur Gegenwart • DLR Astroseminar | Dieter B. Herrmann


Hier werden in sehr verständlicher und teils humorvoller Form Geschichten und auch einige Grundlagen zum Mond vorgetragen. Es beginnt schon mit einer lustigen Geschichte über eine Friseurmeisterin, die unlängst im thüringischen Suhl verhaftet wurde, weil sie ihre Kunden bei Vollmond frisiert hatte. Aber das mal nur als Appetitanreger für dieses tolle Referat.

Meine Güte, wie schnell die Zeit doch vergeht. Als 10-jähriger Bub hatte ich die erste Mondlandung live im Fernsehen gesehen. Selbst ohne die heutzutage vielen YouTube-Beiträge dieses Ereignisses glaube ich, dass ich mich noch an viele Details erinnern könnte, zumindest jedenfalls die wichtigsten. Ein für mich schon in diesem zarten Alter in hohem Maße technisch Interessierten ein einmaliges Erlebnis. Einfach unvergesslich.
 

Keuchhusten

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Aha, Generation Harald Lesch. Gehörst du eigentlich auch zur Verschwörung? Immerhin machst du ja hier für den Mondlandungsfake Propaganda. ;)
 

Norbert

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Verschwörung Lesch & Gaßner? Na klar doch, ich bin ja schließlich auch so ein Erdkugelfetischist. :ROFLMAO:
 
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