[Politik] Bad Guy 2006

Blackthorne

assimiliert
Bad Guy 2006

Hi,

die Amerikaner haben ihren "Bad Guy 2006" gewählt (Handelsblatt vom 29.12.2006).

Für die Umfrage im Auftrag der Nachrichtenagentur AP und des Internet-Dienstes AOL News befragte das Institut Ipsos 1004 Personen.

Danach belegen die folgenden Personen die Plätze 1-5:

5. Kim Il Sung
4. Mahmud Ahmadinedschad
3. Saddam Hussein
2. Osama bin Laden

Der Gewinner ist:








































1. George W. Bush



Es besteht doch noch Hoffnung für das Land.

:)
 

TBuktu

assimiliert
Rein sachlich ja nix gegen zu sagen
Formal jedoch ganz grosser Schwachsinn.
Mann kann keine 1000 Leute REPRÄSENTATIV für die Bevölkerung der USA auswählen.
Wenn diese Auswahl stimmen soll, dann ist der Aufwand dafür wesentlich grösser als gleich mal 10000 zu befragen oder 100000

Gruss
Tim
 

Grainger

Praktizierender Atheist
Eine Umfrage unter 1.004 Personen ?

Mehr Aufwand war das denen nicht wert ?

Da hätte ich zumindest eine 10er Potenz mehr erwartet.
 

schrotti

assimiliert
Genau das wollte ich eben auch gerade posten, Blackthorne. Das passt so schön zu der aktuellen Umfrage bei uns, dass 82% aller Deutschen meinen, die große Politik würde sich nicht um die Sorgen des Volkes scheren.

Bush ist böser Bube des Jahres
Forsa-Umfrage: Die Regierung ohne Volk - stern.de

Zum Thema Hoffnung:
Bush und seine Neocon-Mafia machen gerade die letzten Schreibtischaufräumarbeiten, bevor sie sich dann im allgemeinen Schlamassel nach Paraguay oder sonst wohin absetzen werden. Aber erst nach Saddams ''Märtyrertod" und nachdem in den USA das Kriegsrecht ausgerufen worden ist, aus welchen Gründen auch immer ... :smokin

ZAMAN DAILY NEWSPAPER (2006122939573)
NBC: Saddam to be hanged by Sunday - Conflict in Iraq - MSNBC.com

Na, guten Rutsch auch in das wohlmöglich nicht nur US-amerikanische 'annus horribilis 2007'! ;)


gruß schrotti :) :)
 

Karmon

treuer Stammgast
TBuktu schrieb:
Mann kann keine 1000 Leute REPRÄSENTATIV für die Bevölkerung der USA auswählen.
Wenn diese Auswahl stimmen soll, dann ist der Aufwand dafür wesentlich grösser als gleich mal 10000 zu befragen oder 100000


Also ich will mich da jetzt nicht zu weit aus dem Fenster hängen, aber wenn ich mich recht an die Ausführungen eines Politologen aus meinem Umfeld erinnere, dann kommt es nicht so sehr auf die Menge an Befragten an. Vielmehr spielt die Vielfalt und die Herkunft eine Rolle.
In diesem Fall schätze ich mal dass die Befragten aus verschiedenen Bundesstaaten und aus verschiedenen ethnischen Gruppen stammen. Den Rest der Befragung übernimmt dann die Mathematik. Es gibt da spezielle Hochrechnungsformeln mit denen man sehr genaue Resultate bekommen kann.
Bei den Präsidentschaftswahlen werden ja auch im Abstand von wenigen Tagen die verschiedensten Umfragen präsentiert. Die könnten ja nicht jedesmal 100000 Leute interviewen. ;)

Ist bei der Berechnung von Einschltquoten übrigens nicht anders...
 

TBuktu

assimiliert
Nein, eine Hochrechnung benötigt eine repräsentative Basis.
Wenn Du 10 Spanier, 10 Engländer und 10 Franzosen insgesamt hast, dann kann eine Basis nicht aus 2 Leuten bestehen.

Gruss
Tim
 

Blackthorne

assimiliert
Hallo,

schon erstaunlich, wie manche Sachen hier immer zerlegt werden.

Ich wollte euch diese auf den ersten Blick doch interessante bzw. unerwartete Nachricht mitteilen, da vielleicht nicht jeder jeden Tag das Handelsblatt, das als relativ seriöse Zeitung gilt, liest. Wäre es nicht das Handelsblatt, hätte man die Sache ja auch unter "Comedy" einsortieren können.

Was machen wir? Wir führen eine Diskussion über statistische Grundlagen.

Nach dem, was ich vor Urzeiten mal gelernt habe, kann eine Stichprobe von rd. 1000 Leuten übrigens durchaus zu relativ guten Ergebnissen führen, wenn die Leute "repräsentativ" ausgesucht wurden. Insoweit kann ich Karmon da nur zustimmen.

:)
 

Lollypop

assimiliert
Na ja, mich hat auch noch keine Sau "geumfragt". Ich weiß nicht, wer da für mich eine Meinung kundtut. Also meine Meinung war bei solchen Veröffentlichungen noch sehr selten dabei.

@ Blackthorne, ich zähle es Dir mal grob vor:

wieviel Berufe/Berufsgruppen gibt es in "Gottes eigenem Land"?
Parteizugehörigkeit, b.z.w Wahlverhalten
Religionsgemeinschaft
Bildungsstand auf keinen Fall vernachlässigen!
Groß-, Mittel-, Kleinstadt, Dorf.

Alles in den 1004 berücksichtigt? Im richtigen Verhältniss??? In den Dörfchen von Texas wird ganz anderst an den Stammtischen rumschwadroniert, als in Utah oder Oregon. Da liegen Welten dazwischen. Und das nur auf dem platten Land.
Es müßten einem Millomär 200.000 Sozialempfänger oder arme Schlucker gegenüberstehen. DAS währe repräsentativ - aber NUR für den einen Millionär. Und die Bonzen da drüben haben stark untereinander abweichende Meinungen, Lebenseinstellungen. Das ist also auch bei den 1004 berücksichtigt? Aha. :unsure:

Selbst eine Wahl ist im Endeffekt nicht Repräsentativ, denn es gehen ja nicht alle hin. Und wenn Du sie zwingst, wählen sie Scheiße, um Durcheinander zu erzeugen. Nur bei Adolf und Josef war's repräsentativ, da kamen immer 98,9% raus.

Befor ich's vergesse: ich würde keinen der 5 von der Schweinehundliste streichen, wobei die absolute Reihenfolge bei der Menge der Erschießunswürdigen auf dieser Welt wenig in's Gewicht fällt.
 

Quetzalcoatl

chronische Wohlfühlitis
ot:
TBuktu schrieb:
Mann kann keine 1000 Leute REPRÄSENTATIV für die Bevölkerung der USA auswählen.
Man kann auch nur 100 Leute befragen und die Umfrage wäre repräsentativ. Repräsentativität ist nicht von der Stichprobengröße abhängig. Allerdings steigt der Fehler der Umfrage, wenn man die Stichprobengröße verkleinert.


PS: :kettensae
 

schrotti

assimiliert
ot:
si tacuisses ...
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gruß schrotti :) :)
 
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