openSUSE 12.1 Release Candidate steht zum Download bereit

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
Der Release Candidate der kommenden openSUSE-Version 12.1 steht interessierten Anwendern ab sofort zum Testen zur Verfügung.
openSUSE basiert auf dem Linux-Kernel 3.1 und hat die Desktop-Umgebungen KDE Plasma Workspace 4.7 und GNOME 3.2 mit an Board.
Außerdem ist die neue Google-Programmiersprache "Go" enthalten.

Beim Startprozess setzt openSUSE 12.1 nun auf Grub2 und systemd.
Eine weitere Neuerung ist das Tool Snapper, welches auf Basis des Dateisystems btrfs Unterschiede zwischen verschiedenen Versionen einer Datei anzeigen und ältere Versionen wiederherstellen kann.

Vor dem finalen Release von openSUSE 12.1 wird es noch zwei weitere Release Candidates geben.

Der Download ist von dieser Seite möglich:
software.opensuse.org: openSUSE 12.1 RC 1 herunterladen
 

Smuggler

schläft auf dem Boardsofa
Ich habe mich nach langer Zeit am vergangenen Wochenende mal wieder an openSUSE heran gewagt ...

Testgerät war ein ein etwas älteres Laptop mit T7700 Doppelkerner, 256MB Intel-Grafik, 3GB RAM und ´ner 200GB S-ATA HD, Webcam, Firewire etc. blabla ... und getestet habe ich die 64-Bit-DVD-Version.

Erfreulicherweise hat sich am Start der Installation seit Jahren nichts geändert - es war alle so wie man es von "SuSE" kennt.
Erstaunlich schnell ging die Installation des Grundsystems vonstatten (meine Auswahl - KDE). Nach nur knapp 20 Minuten war alles auf die HD gebeamt und ein paar Minuten später die Updates fertig. Keine Hardware-Probleme.

Ich muss zugeben, dass alles insgesamt wesentlich flüssiger und flotter läuft als es noch bei den 11er-Versionen der Fall war.
Bootet recht flott.
Von der Anmeldung bis zur Nutzbarkeit KDE vergeht auch nicht mehr so viel Zeit wie früher.
YaST hat mächtig an Geschwindigkeit zugelegt - allerdings nicht in allen Teilen. Träge ist bspw. immer noch die Einrichtung der NFS- und SMB-Dienste, wobei das Hinzufügen neuer SW-Repos und die Installation neuer Software gefühlt nur noch ein Zehntel der Zeit frisst.
Ein Shut-Down ist nach nicht mal 10 Sekunden beendet - das vedient schon mal ein kleines "wow".

Ein wenig gezickt hat dann doch so einiges ... war aber alles typisch "openSUSE" ... nichts weltbewegendes ... z.B.
... mencoder nicht für 64-Bit-Architektur verfügbar ... (wenn man nicht mit ffmpg "wurschteln" möchte) ...
... automatischer Anbieterwechsel für die Softwareauswahl nach wie vor noch nicht ganz ausgereift ...
... teilweise nicht nachvollziehbare Abhängigkeitskonflikte während der Softwareauswahl ...
... Härten des Systems sehr zeitaufwendig und unkonfortabel ...

Aber - es ist mal wieder so, dass man ohne große Tweaks ein unerwartet flottes und komplettes System bekommt. Mir gefällts um einiges besser als die letzten 3 Versionen, die ich ja aus "Enttäuschung" weggelassen habe und zu anderen Distris wechselte.

Also - wer nun noch einen PC hat dem ein OS fehlt - hier wäre ein gar nicht mal so schlechtes ...
 

Smuggler

schläft auf dem Boardsofa
So ... hab´ jetzt einige Tage mal etwas damit "gespielt" ...

So dolle ist es nun nicht - beim Versuch über Amarok die AAC-Codecs im GStreamer-Framework nachzuinstallieren hat mir die Möhre doch glatt mal die komplette, schon installierte und eingerichteten GStreamer-Plugins und Phonon zerschossen. Super Automatik ... grrrrrrr.

Auch die Weigerung des Networkmanagers das jeweils stärkste WLAN im Haus auszuwählen war nervig. Hart an der Grenze des Empfangsradius lies er sich zum Wechsel auf ein stärkeres nicht "überreden". Wenn dann nach 10 Minuten 50 KWallet-Benachrichtigungen auf´m Desktop liegen hab´ ich dann auch keine Lust mehr.

Nach und nach sind noch mehr Schwächen bei der Auflösung von Abhängigkeiten aufgetreten, zu viele, um hier im einzelnen ´drauf einzugehen - müsste mal die Bug-Liste durchgehen und bei Notwendigkeit mal wieder was dort rein schreiben ...

Das Grundsystem ist ja noch ganz nett ... für meine "Ansprüche" hat´s dann aber doch nicht gereicht.

Wer´s unbedingt grün haben möchte kann sich ja mal an Linux Mint versuchen - die haben auch kürzlich einen RC für KDE4.7 veröffentlcht ... (OK - ist bei denen blau - kann man ja ändern).

Ich bevorzuge bei KDE mittlerweile "Netrunner" ... Netrunner
Siduction ist ja auch ganz nett ... http://siduction.org/
 
So,
Suse Linux 12.2 klappt supergut und fühlt sich auch soweit ganz flott an.
Zum ersten mal habbich´ mich für "Btrfs" entschieden.
Das neue Linux-Dateisystem Btrfs im Detail - ADMIN | Das plattformübergreifende Magazin für alle IT-Administratoren

Das Hauptproblem für mich ist, das es ganz neu ist und das ich noch nicht so recht weiß
wie man das optimal händelt (Sicherung, Fragmentierung usw.)

An der Grafiktttreiber installation bin ich noch etwas beschäftigt.
Für meine Soundkarte (Auzentech 7.1 Forte) darf ich wohl eine Supportanfrage versenden. :(
Immerhin weiß ich jetzt wie sich ein Neandertaler vorkommt, der sich das Labor vom Forschungsreaktor Jülich 2 anschaut.

"Hhmpf"..... beim schreiben dieses Posts, wird mir mal wieder klar, wieso "Susie" immer noch ein relatives
Nischendasein in der Computerwelt standhaft inne hat. Vielleicht klappt das ja mit SUSE 37.4 . :ROFLMAO:

-Nachtrag-
Das Btrfs wird noch immer als rel. unsicher angesehen.
Wer wichtige Daten auf seinem Rechner hat, sollte noch bei der Vorgängerversion bleiben.
Btrfs scheint wohl seine Vorteile optimal im RAID Verbund auszuspielen - also kommt das für viele nicht wirklich in frage.



Schönes Wochenende! :)
 
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