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OneDrive Ordnersicherung abschalten: Aufgepasst bei Abschaltung des Ordner-Backup
Microsofts Cloudspeicher OneDrive ist fest in Windows integriert. Wer – absichtlich oder aus Versehen – die Sicherung persönlicher Ordner in OneDrive aktiviert hat, muss bei der Abschaltung aufpassen, damit die Daten nicht exklusiv in der Cloud landen.
Die Ordnersicherung von OneDrive wird seit ihrer Einführung kontrovers diskutiert. Bei der Einrichtung von Windows zeigt Microsoft einen Dialog, der zu einer leichtfertigen Bestätigung verleitet, was selbstverständlich so gewollt ist. Zudem erfolgt keine echte Aufklärung, was dieses „Backup“ eigentlich bewirkt. Im Fall von OneDrive ist das auch deshalb pikant, weil Microsoft bekanntermaßen alle hochgeladenen Dateien durchsucht. Bei Privatkunden führt dies nach wie vor gelegentlich zu automatischen Kontosperrungen durch KI-Algorithmen, ohne die Möglichkeit eines Einspruchs.
Vereinzelt gab es sogar Berichte, wonach OneDrive die Ordnersicherung automatisch einschaltet, obwohl man das bei der Einrichtung abgelehnt hat. Ich konnte es noch nicht beobachten, der von mir sehr geschätzte Kollege Paul Thurrott hat das allerdings mehrfach erlebt.
In einem aktuellen Artikel (Paywall) schreibt Paul von einer Neuerung in OneDrive, bei der ich gar nicht so sicher bin, ob sie wirklich neu ist. Zumindest für Business-Kunden wurde sie bereits Mitte 2023 angekündigt. Ob in der Privatkunden-Version neu oder nicht, problematisch ist die Umsetzung allemal. Es geht um die Prozedur bei der Abschaltung der Sicherung.
Entscheidet man sich, die Ordnersicherung zu deaktivieren, muss man zunächst den Schalter im entsprechenden Einstellungsdialog umlegen. Sodann poppt ein Dialog auf, in dem „Sicherung fortsetzen“ standardmäßig aktiviert ist. Obwohl man ja bereits per Klick seine Absicht mitgeteilt hat, das genaue Gegenteil davon zu wollen.
Wählt man jetzt „Sicherung beenden“ aus, erscheinen zwei weitere Optionen. Hier legt man fest, wo die Dateien nach Abschaltung der Sicherung verbleiben sollen. Hier ist „Nur in OneDrive“ die vorgegebene Auswahl.

Klickt man auf „Fortsetzen“, ohne genau hinzuschauen, landen die Dateien also exklusiv in der Cloud und verschwinden vom lokalen PC.
Es ist ja schon absurd, dass eine solche Option überhaupt existiert, wenn man eine Sicherungsfunktion für lokal gespeicherte Daten abschaltet. Komplett irre aber ist, dass es sich hierbei um die Standardeinstellung handelt.
Nicht genug also, dass man doppelt und dreifach bestätigen muss, die segensreiche Datensicherung in OneDrive nicht mehr nutzen zu wollen. Microsoft hat die Funktion auch noch so gestaltet, dass man in der Standardeinstellung die lokalen Daten verliert. Das ist nicht nur keine Sicherung, sondern darüber hinaus auch noch eine versuchte Enteignung.
Ich habe durchgezählt: Es braucht einen Klick bei der Einrichtung, um fünf lokale Ordner standardmäßig nach OneDrive zu synchronisieren, und 25 Klicks plus erhöhte Aufmerksamkeit, um das wieder zu beenden.
Und diese Firma wundert sich noch, warum die Nutzer inzwischen grundsätzlich eher eine Gemeinheit befürchten, wenn sie ihnen eine „tolle Neuerung“ präsentiert?
Der Beitrag OneDrive Ordnersicherung abschalten: Aufgepasst bei Abschaltung des Ordner-Backup erschien zuerst auf Dr. Windows.
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Microsofts Cloudspeicher OneDrive ist fest in Windows integriert. Wer – absichtlich oder aus Versehen – die Sicherung persönlicher Ordner in OneDrive aktiviert hat, muss bei der Abschaltung aufpassen, damit die Daten nicht exklusiv in der Cloud landen.
Die Ordnersicherung von OneDrive wird seit ihrer Einführung kontrovers diskutiert. Bei der Einrichtung von Windows zeigt Microsoft einen Dialog, der zu einer leichtfertigen Bestätigung verleitet, was selbstverständlich so gewollt ist. Zudem erfolgt keine echte Aufklärung, was dieses „Backup“ eigentlich bewirkt. Im Fall von OneDrive ist das auch deshalb pikant, weil Microsoft bekanntermaßen alle hochgeladenen Dateien durchsucht. Bei Privatkunden führt dies nach wie vor gelegentlich zu automatischen Kontosperrungen durch KI-Algorithmen, ohne die Möglichkeit eines Einspruchs.
Vereinzelt gab es sogar Berichte, wonach OneDrive die Ordnersicherung automatisch einschaltet, obwohl man das bei der Einrichtung abgelehnt hat. Ich konnte es noch nicht beobachten, der von mir sehr geschätzte Kollege Paul Thurrott hat das allerdings mehrfach erlebt.
In einem aktuellen Artikel (Paywall) schreibt Paul von einer Neuerung in OneDrive, bei der ich gar nicht so sicher bin, ob sie wirklich neu ist. Zumindest für Business-Kunden wurde sie bereits Mitte 2023 angekündigt. Ob in der Privatkunden-Version neu oder nicht, problematisch ist die Umsetzung allemal. Es geht um die Prozedur bei der Abschaltung der Sicherung.
Entscheidet man sich, die Ordnersicherung zu deaktivieren, muss man zunächst den Schalter im entsprechenden Einstellungsdialog umlegen. Sodann poppt ein Dialog auf, in dem „Sicherung fortsetzen“ standardmäßig aktiviert ist. Obwohl man ja bereits per Klick seine Absicht mitgeteilt hat, das genaue Gegenteil davon zu wollen.
Wählt man jetzt „Sicherung beenden“ aus, erscheinen zwei weitere Optionen. Hier legt man fest, wo die Dateien nach Abschaltung der Sicherung verbleiben sollen. Hier ist „Nur in OneDrive“ die vorgegebene Auswahl.

Klickt man auf „Fortsetzen“, ohne genau hinzuschauen, landen die Dateien also exklusiv in der Cloud und verschwinden vom lokalen PC.
Es ist ja schon absurd, dass eine solche Option überhaupt existiert, wenn man eine Sicherungsfunktion für lokal gespeicherte Daten abschaltet. Komplett irre aber ist, dass es sich hierbei um die Standardeinstellung handelt.
Nicht genug also, dass man doppelt und dreifach bestätigen muss, die segensreiche Datensicherung in OneDrive nicht mehr nutzen zu wollen. Microsoft hat die Funktion auch noch so gestaltet, dass man in der Standardeinstellung die lokalen Daten verliert. Das ist nicht nur keine Sicherung, sondern darüber hinaus auch noch eine versuchte Enteignung.
Ich habe durchgezählt: Es braucht einen Klick bei der Einrichtung, um fünf lokale Ordner standardmäßig nach OneDrive zu synchronisieren, und 25 Klicks plus erhöhte Aufmerksamkeit, um das wieder zu beenden.
Und diese Firma wundert sich noch, warum die Nutzer inzwischen grundsätzlich eher eine Gemeinheit befürchten, wenn sie ihnen eine „tolle Neuerung“ präsentiert?
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