Microsofts neue alte Gaming-Strategie: Mobile Präsenz stärken, Game Pass auf allen Bildschirmen

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Microsofts neue alte Gaming-Strategie: Mobile Präsenz stärken, Game Pass auf allen Bildschirmen

Xbox Titelbild


Die Steigerung der Konsolenverkäufe ist für Microsoft schon längst nicht mehr das primäre Ziel, wenn es darum geht, sein Gaming-Geschäft weiter wachsen zu lassen. Das haben die Redmonder in dieser Woche erneut bekräftigt.

Mit dem Game Pass und dem Cloud Gaming will man in Zukunft auf jedem Bildschirm präsent sein, das schließt ausdrücklich auch die Konsolen der Wettbewerber mit ein. Außerdem möchte man seine mobile Präsenz ausbauen, unter anderem mit einem eigenen Store für Spiele unter Android und iOS.

Wer sich regelmäßig mit Microsofts Xbox-Sparte beschäftigt, wird in diesen Äußerungen vergeblich die Neuigkeiten suchen. Schon vor drei Jahren hatte Phil Spencer gesagt, man sei grundsätzlich bereit, den Game Pass respektive das Cloud Gaming auch auf die Nintendo Switch oder die PlayStation zu bringen, sofern das gewünscht wird.

Xbox-Finanzchef Tim Stuart hat das in dieser Woche erneut bekräftigt (via Gamespot). Man wolle den Game Pass, den er als ein Geschäft mit hohen Gewinnmargen bezeichnete, auf alle Bildschirme bringen, auf denen man spielen kann. Dazu gehören Smart TVs, mobile Geräte und eben auch konkurrierende Konsolen.

Es sei so etwas wie ein Strategiewechsel, ergänzte Stuart. Wobei man das nicht als Ankündigung, sondern eher als öffentliche Erinnerung für all jene verstehen sollte, die bislang noch nicht bemerkt haben, dass dieser Strategiewechsel bereits vor Jahren erfolgte und nach wie vor in vollem Gang ist.

Der Xbox Game Pass auf dem Weg zur kritischen Masse – die Wege von Microsoft und Sony trennen sich schrieb ich hierzu im September 2020 und zeigte auf, dass Microsoft seine Niederlage im Wettstreit um die Vorherrschaft im Konsolen-Markt nicht nur akzeptiert, sondern abgehakt hat.

Echtes Wachstum gibt es nur noch mit einer breiteren Verfügbarkeit des Game Pass auf den Geräten, wo es ihn heute noch nicht gibt, und insbesondere mit einer stärkeren mobilen Präsenz. Microsoft hätte niemals 69 Milliarden Dollar für Activision bezahlt, nur um Call of Duty zu bekommen. Es ging in der Hauptsache darum, sich einen Zugang zum mobilen Markt zu verschaffen, auf dem man bislang praktisch überhaupt keine Rolle spielt.

Daher bekräftigte Phil Spencer in dieser Woche nochmals das Vorhaben, einen mobilen Store für Spiele auf die Beine stellen zu wollen. Gegenüber Bloomberg (Paywall, via Neowin) gab Spencer zu Protokoll, dass man diesbezüglich auch mit möglichen Partnern spricht. Auch das ist nicht gänzlich neu, denn ein solcher, konkurrierender Store ist umso interessanter, je mehr Inhalte es dort gibt.

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