Microsoft und OpenAI: Die KI-Ehe ist nicht frei von Spannungen

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Microsoft und OpenAI: Die KI-Ehe ist nicht frei von Spannungen

Künstliche Intelligenz Titelbild


Microsoft und OpenAI arbeiten bekanntermaßen beim Thema Künstliche Intelligenz eng zusammen. Bisher war die öffentliche Wahrnehmung jene, dass Microsoft als wichtigster Geldgeber von OpenAI eine gewisse Kontrolle über das Unternehmen hat, es war von einer “Quasi-Tochter” die Rede. In der Praxis scheint die Zusammenarbeit aber durchaus gewisse Herausforderungen zu haben.

Das Wall Street Journal berichtet von Unmut auf beiden Seiten. Einerseits habe OpenAI Microsoft davor gewarnt, das “neue Bing” auf Basis einer Vorabversion von ChatGPT zu früh zu veröffentlichen. Wenn man an die kuriosen Stilblüten denkt, die das neue Bing in seinen ersten Tagen getrieben hat, kann man diese Warnung im Nachhinein nachvollziehen.

Umgekehrt soll aber auch Microsoft darüber verärgert gewesen sein, dass OpenAI im letzten Herbst mit dem öffentlichen Test von ChatGPT begonnen hat, obwohl die Vorbereitungen für den Start des neuen Bing bereits in vollem Gang waren. Mit anderen Worten: Microsoft ärgert sich, dass ihnen OpenAI die Show gestohlen und den Wow-Effekt genommen hat.

Während Microsoft und OpenAI technologisch zusammenarbeiten, konkurrieren sie am Markt miteinander. Das führt laut dem WSJ dazu, dass sich mitunter beide Unternehmen mit ähnlichen Angeboten an dieselben Kunden wenden.

Einige Microsoft-Mitarbeiter, die an KI-Projekten arbeiten, sollen sich außerdem frustriert darüber geäußert haben, dass OpenAI ihnen zu wenig Einblick in seine Technologien gewährt, was die Arbeit entsprechend erschwert.

Microsoft pumpt viele Milliarden in OpenAI und stellt die Infrastruktur für deren Dienste bereit. Dennoch scheint sich OpenAI, wenn man das so liest, seine Eigenständigkeit bewahren zu wollen. Insbesondere für Microsoft kann das in Zukunft noch zu einem Problem werden, sollte es ihnen nicht gelingen, OpenAI vollständig zu übernehmen (ich bin sicher, das würden sie lieber heute als morgen tun). Die Redmonder haben den KI-Hype selbst vom Zaun gebrochen, arbeiten dabei aber mehr oder weniger vollständig mit geliehener Technologie.

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