Microsoft Teams: Mögliche Milliardenstrafe im EU-Ermittlungsverfahren wohl abgewendet

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Microsoft Teams: Mögliche Milliardenstrafe im EU-Ermittlungsverfahren wohl abgewendet

Microsoft Teams Titelbild


Ein seit Jahren andauerndes Untersuchungsverfahren der EU-Kommission steht vor dem Abschluss. Microsoft stand unter dem konkreten Verdacht, mit seiner Kommunikationssoftware Teams den freien Wettbewerb zu verhindern. Die Zugeständnisse der Redmonder reichen der EU offenbar aus, eine Strafe soll es demnach nicht geben.

Dies berichten informierte Kreise, eine offizielle Stellungnahme aus Brüssel oder Redmond hierzu gibt es allerdings bislang nicht.

Der Ursprung dieser Affäre reicht bis ins Jahr 2019 zurück. Seinerzeit hatte Slack eine formelle Beschwerde eingereicht, weil Microsoft Teams integraler Bestandteil von Office 365/Microsoft 365 ist – oder besser gesagt war. Seit 2023 lässt sich Microsoft 365 auch ohne Teams buchen. Zunächst hatte Microsoft diesen Schritt nur im EU-Raum vollzogen, inzwischen gilt das Angebot global.

Bei der EU-Kommission gab man sich damit allerdings nicht zufrieden und führte das offizielle Ermittlungsverfahren weiter. Konkret ging es darum, dass die Preisdifferenz bei den Microsoft 365-Tarifen mit und ohne Teams zu gering ausfällt. Das macht es für Kunden weiterhin uninteressant, sich nach einer alternativen Kommunikationslösung umzusehen.

Zudem – und das dürfte das größere Problem sein – ist Microsoft Teams perfekt in das Office-Ökosystem integriert. Dies können Konkurrenten aufgrund fehlender Schnittstellen nicht ansatzweise so gut umsetzen wie Microsoft selbst.

Welche neuen Zugeständnisse Microsoft nachgereicht hat, um die EU zu besänftigen und einer Milliardenstrafe zu entgehen, geht aus dem oben verlinkten Bericht nicht hervor. Es heißt allerdings, man habe sich sowohl bei der Entbündelung von Microsoft 365 als auch bei der Verbesserung der Anbindung für konkurrierende Dienste geeinigt.

Die Veröffentlichung der offiziellen Entscheidung der EU ist „in den kommenden Wochen“ zu erwarten, heißt es. Dann erfahren wir, ob es künftig eine größere Preisdifferenz bei den Plänen mit und ohne Teams gibt und wie weit sich Microsoft für Slack, Zoom und Co. öffnen muss.



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