Microsoft Edge 111 bringt hyperaktiven und übergroßen Bing-Button

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Microsoft Edge 111 bringt hyperaktiven und übergroßen Bing-Button

Microsoft Edge Titelbild


Microsoft Edge wurde in Version 111 veröffentlicht. Das Schnapszahl-Release wirft in der Tat die Frage auf, ob die Entwickler noch ganz nüchtern sind, denn Microsoft hat es tatsächlich getan und den monströsen Bing-Button aus der Vorschau-Version in die stabile Version gebracht, der außerdem hyperaktiv ist: Sobald man ihn mit der Maus nur streift, plopppt eine überbreite Sidebar auf.

Diese neue Funktion nennt sich “Copilot”, und wenn man bereits Zugriff auf das neue Bing hat, dann kann man diese Funktion dafür benutzen, um mit Bing zu chatten, Informationen zur aktuellen Seite anzuzeigen oder sich von der KI Texte generieren zu lassen. Ein durchaus interessantes Feature, mit dem man sich ganz in Ruhe beschäftigen und sich überlegen könnte, ob und wofür es hilfreich sein kann.

Leider ist Microsoft aber vom Thema KI und dem neuen Bing derart besoffen, dass man sich nicht damit zufriedengibt, allen Nutzern diese Funktion nur aufzudrängen. Der übergroße und damit völlig deplatziert wirkende Bing-Button ist immer sichtbar und verschwindet auch nicht, wenn man die Sidebar ausblendet, er wurde außerdem ganz bewusst so platziert, dass man ihn früher oder später aus Versehen mit der Maus berührt, wenn man beispielsweise die Einstellungen in Edge aufrufen will. Diese Maus-Berührung reicht aus, um die Sidebar ins Bild ploppen zu lassen.

Microsoft Edge mit Bing Sidebar

Diese Art der Implementierung hat im Insider-Forum von Edge heftige und teils derbe Kritik ausgelöst, davon hat sich “Wir nehmen Ihr Feedback ernst”-Microsoft aber nicht beirren lassen und seinen Irrweg konsequent durchgezogen.

Bei seinen Produkten stellt Microsoft sehr gerne das Stichwort “Produktivität” in den Vordergrund. Diese ist inzwischen bei Microsoft Edge kaum noch gegeben, im Gegenteil. Wer effizient arbeiten möchte, dem steht Edge immer öfter im Weg und lenkt mit irgendwelchen gut gemeinten Ratschlägen und “tollen” Funktionen ab. Ein einst gutes Produkt wurde inzwischen fast völlig ruiniert.

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