Microsoft, bitte nachmachen: Google bietet Einspruchsverfahren gegen Kontosperrungen

News-Bote

Ich bring die Post
Microsoft, bitte nachmachen: Google bietet Einspruchsverfahren gegen Kontosperrungen

Google Logo Titelbild


Google hat ein Transparenz-Center für seine Produkte und Dienste gestartet. Es dient als zentrale Anlaufstelle, um sich einen Überblick über die geltenden Richtlinien zu verschaffen, anstößige Inhalte zu melden und die Einspruchsformulare gegen verhängte Sanktionen zu finden.

Wir hatten an dieser Stelle schon öfter die Problematik der gesperrten Microsoft-Konten angesprochen. Es gab zwar schon längere Zeit keinen Artikel mehr dazu, es hat sich aber nichts geändert. Wenn die KI-gesteuerte Kontoüberwachung glaubt, einen Verstoß entdeckt zu haben, verliert man sein Konto und alle damit verknüpften Inhalte und Daten. Ein einzelnes Foto auf OneDrive kann dafür schon ausreichen (siehe: Fotosammlung auf OneDrive: Erst kam die Kontosperre, dann der Staatsanwalt).

Gebetsmühlenartig wiederhole ich zu diesem Thema: Es ist verständlich, dass Inhalte automatisiert kontrolliert werden, das ist gar nicht anders machbar. Dass es dabei zu Fehlern kommt, ist unvermeidlich, daher muss es in einem solchen Fall eine Einspruchsmöglichkeit geben, damit sich ein Mensch den Fall anschaut und man das klären kann. Im Geschäftskundenbereich ist das bei Microsoft der Fall, bei Privatkunden verlässt man sich blind auf die KI, zu Unrecht gesperrte Konten werden als Kollateralschaden billigend in Kauf genommen.

Ob ein Einspruch bei Google größere Aussicht auf Erfolg hat, kann ich mangels Erfahrung nicht sagen, das Transparenz-Center mit der Auflistung sämtlicher Einspruchsformulare bietet Betroffenen jedoch die Möglichkeit, sich zu informieren und zeigt ihnen die zur Verfügung stehenden Optionen auf. Anders als bei Microsoft, wo man mehr oder minder wortlos vor die Tür gesetzt wird.

zum Artikel...
 
Oben