Maßnahme gegen Abzocker: Microsoft lädt US-Kunden gezielt zum Kauf einer Xbox Series X ein

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Maßnahme gegen Abzocker: Microsoft lädt US-Kunden gezielt zum Kauf einer Xbox Series X ein

Xbox Series X


Die Xbox Series X ist nach wie vor nur sehr schwer zu bekommen. Verfügbare Bestände sind meist in kürzester Zeit wieder ausverkauft, außerdem landen viele der Konsolen in den Händen von sogenannten Scalpern, welche die Geräte umgehend mit saftigem Aufpreis weiterverkaufen.

Mit einer neuen Maßnahme versucht Microsoft nun, dieser fiesen Abzocke Herr zu werden. Wie TheVerge berichtet, werden in den USA gezielt „geschätzte Kunden“ angeschrieben, denen man anbietet, ein Xbox Series X Bundle bestehend aus Konsole, einem Spiel und zwei Controllern im Microsoft Store zu kaufen.

Die Einladung zum Kauf geht an die Adresse des zugehörigen Microsoft-Kontos. Nach welchen Kriterien die Auswahl erfolgt, ist nicht bekannt, aber für Microsoft sollte es ein Leichtes sein, anhand der Nutzungsdaten die besonders aktiven Gamer herauszufiltern und diese dann gezielt anzuschreiben. Der Kauf muss zwingend über das Konto abgewickelt werden, an das auch die Einladung ging, eine Garantie auf Lieferung gibt es aber auch hier nicht – es gilt „first come, first serve“.

Ob es ein solches Angebot auch für deutsche Gamer geben wird, ist nicht bekannt. Die besten Chancen hat man derzeit beim Abschluss von Xbox All Access, da für dieses Angebot offenbar ein festes Kontingent reserviert wurde.

Bis sich die Verfügbarkeit der Xbox Series X allgemein verbessert, dürfte es leider noch eine ganze Weile dauern, die Komponentenknappheit wird uns wohl bis weit ins Jahr 2022 hinein begleiten und nicht nur bei Spielkonsolen für knappe Lagerbestände und saftige Preise sorgen.

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Norbert

Moderator
Teammitglied
Ich bin zwar kein Konsolero und brauche das Teil deshalb nicht, finde diese Maßnahme von Microsoft aber dennoch vorbildlich, eben weil die Abzocke durch diese grässlichen Scalper auch in vielen weiteren Hardwarebereichen überhand nimmt. Siehe z. B. TPM-Module, Grafikkarten usw.

Es wäre zu wünschen, dass auch andere Hersteller diesem Beispiel folgen würden. Wobei sie natürlich mangels Konto-Bindung andere Mittel und Wege finden müssten, um ihre knappe Ware vorzugsweise dem Endkunden zu vernünftigen Preisen besser zugänglich zu machen. Eine moderate Preissteigerung wegen der Chipknappheit ist ja in der freien Marktwirtschaft ganz normal und verständlich, nicht jedoch diese Wuchermethoden der Scalper.
 
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