Lohnt sich ein "Kaffeevollautomat" für eine Person?

B

Brummelchen

Gast
Lohnt sich ein "Kaffeevollautomat" für eine Person?

Ich trinke ab und an jeden Nachmittag 1-2 Tassen Kaffee. Leider muss ich den Kaffee
immer fertig gemahlen kaufen. Jetzt bin ich in den letzten 2 Wochen zu keiner schlüssigen
Suche bei Kaffeemühlen gekommen, die Testberichte sind alle uralt (2004/2005) und
die Geräte dazu auch nicht gerade "günstig" - 20-30 Euro für eine Kaffeemühle neu
halte ich für übertrieben, wenn...

...ich eine SAECO Vienna ab 100 Euro bei Ebay - gepflegt, mit neuen Gummis etc überholt -
bekommen könnte.

Aktuell: gemahlenes Kaffepulver für 4 Tassen einwerfen, Wasser einfüllen, Maschine starten,
10 Minuten warten. Geschmack je nach Alter des Kaffees und Standzeit der Kanne :/

Da ich jetzt Ebay rauf und runter zu besagter Maschine gelesen habe, ist mir schon
bewusst, welche Macken diese Geräte haben können und wie teuer eine Reparatur
werden kann. Die Frage für mich lautet daher: lohnt es sich für mich?

Kaffeeverbrauch aus dem Kaffeeladen: 3.50@ /250 Gramm pro Monat,
1 Packung Filter Gr 4, 0.4 Liter Wasser/Tag =12l/Monat, Strom.
 
Ich mache es so:

(Gute) Bohnen kaufen (zwischen 10-12 € das Pfund)
Von Hand mahlen (Zassenhaus Mühle)
French Press Methode (Bodum)

Der Kaffeepreis sieht auf den ersten Blick teuer aus, lohnt sich aber erstens geschmacklich und zweitens ist es immer noch billiger als dieser Fertigmüll à la Sen*eo etc.

Der Kaffee schmeckt genial, das Pulver ist immer frisch, das Wasser auch.

So ein Vollautomat ist, wenn man sich die hygienische Seite betrachtet, mit der Zeit fast immer eine Dreckschleuder.
Trotz Reinigungsprogramm etc.
Niemand, den ich kenne, lässt so ein Ding regelmässig warten.
Das Wasser ist auch nicht unbedingt immer frisch, im Tank hast Du auch sonst immer eine "feuchte Kammer".
 
Hallo zusammen.

Hatte über Jahre einen AEG Cafamosa CF80 Kaffeevollautomat, der leider meinem großen Blitzeinschlag zum Ofper gefallen ist.
Reparatur lohnt leider nicht. :(

Habe mich schweren Herzen, bin der einzige Kaffeetrinker im Haushalt, für eine SESEO entschieden und muss ehrlich zugeben: Sie kommt nahe an den Geschmack ran.
Es ist nicht dasselbe, aber wirklich nahe dran.
Könnte mir aber vorstellen, das wenn man guten Kaffee selber frisch mahlt und in ein "Dauerpad" packt das es noch eine Idee besser ist.

Fazit: Für einen alleine ist ein Kaffeevollautomat nicht rentabel, es sei den Geld spielt keine Rolle.
Senseo = 70€
Vollautomat = 400-1700€
Differenz = ne Menge Pads. ;)

Crawl
 
Ich möchte keine Pads, die sind mir zu teuer - ausserdem bin ich dann an Kaffeesorten
vom Hersteller gebunden, auch wenn es inzwischen selbst befüllbare gibt und diese
6.8-7.0mm gängiges Format sind. Ebenso kommt eine Handmühle nicht in Frage.

>> BODUM Kaffeebereiter

Ebenfalls in Betracht gekommen, bleibt die Mühle.

@Crawl - Geld ja, daher Ebay, muss ja auch nicht das neueste Modell sein.
Den Nachfolger der Vienna kenne ich schon, kostet um die 400, ich kenne auch die
Macke von dem Teil mit dem Wasserbehälter (Dichtung platt, Firma).

Das einzige, was ich nicht weiss - wieviel Kaffee kommt unten eigentlich raus?
Ich trinke "Becher", das sind 0.2-0.24 l, also zwei Tassen - wenn ich 4 einfülle,
bekomme ich 2 grosse Becher heraus. Bei der letzten Saeco war so ein kleiner
Becher (~0.16) gerade mal gefüllt. Ich müsste wohl also alles auf 2 Tassen
einstellen von der Menge her.
 
Hallo zusammen.

Das einzige, was ich nicht weiss - wieviel Kaffee kommt unten eigentlich raus?

Das kannst Du individuell einstellen.
Zumindest bei einem Vollautomaten.
Ich hatte an meinem KVA einen Drehregler, also analog. ;)
Steve hat an seinem KVA (glaube Siemens) ein Display wo er versch. Tassengrößen einstellen kann.

Das sollte also kein Problem sein. ;)

Crawl
 
Brummelchen schrieb:
Ebenfalls in Betracht gekommen, bleibt die Mühle.
Bei der Metro gibt es noch die "alten" elektrischen Kaffeemühlen. Noch einiges billiger als diese hier.
Wir haben so ein Ding, da wir den Kaffee damit aber nicht mahlen (sondern z.B. Gewürze), kann ich zu der Qualität nichts sagen.

Vorteil der Handmühle:
Man kann den Mahlgrad einstellen (un der bleibt dann auch so), für die French Press-Methode (Bodum o.ä.) wird der Kaffee grober gemahlen.
Für Espresso habe ich noch eine zweite Mühle, weil der viel feiner gemahlen wird.
 
Falls du dich doch zu einer Kaffeepadmaschine hinreißen läßt - wobei man nicht unbedingt nur auf wenige Kaffesorten beschränkt sein muss - dann wäre die Petra die erste Wahl. Senseo liefert den Kaffee bei weitem nicht so schhön heiß.

Ok, die Petra kann mit Saeco nicht mithalten. Aber Saeco ist auch nur Mittelmaß. ;)
 
Ich habe schon den Testbericht darüber gelesen, soll klasse sein.
Nur nirgends zu bekommen hier - da müsste ich weiter fahren
 
Kann nur zu den kleinen elektrischen Mühlen was sagen: Bin auch allein und ich mahle mir für die "normale große-Tassen-Abmessung" meiner stinknormalen Kaffeemaschine die Bohnen für 4 Tassen (~2 Becher bzw. Mugs). Das funktioniert ganz prima und bis 10 Tassen ists mit dem Gerät auch kein Problem. Habe eine kleine Krups-Mühle!
Geschmacklich wirklich kein Vergleich zu Pulverkaffee.
Die Bodum pressopresso-Variante von koloth habe ich auch mal eine zeitlang ausprobiert, aber das schmeckte mir persönlich überhaupt nicht. Viel zu fläp!

Gruß, Hopi :)
 
Ich bin glücklicher Besitzer einer Jura F50. Das Teil ist zwar sackteuer, aber ich würde es immer wieder kaufen.
Bei Genussfragen kann man nicht nach Wirtschaftlichkeit gehen. Die Frage ist nur die, ob man sich es leisten kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin eigentlich eher Teetrinker, morgens brauche ich aber meine Tasse Kaffee, manchmal im Laufe des Tages im Büro vielleicht auch noch eine zweite.

Da ich aber zum Typ "extremer Morgenmuffel" zähle und mich bis zur denkbar letzten Minute vor dem Aufstehen drücke bin ich morgens immer in Zeit extermer Zeitnot. :D

Um mir einen "richtigen" Kaffee zu kochen fehlt mir dann die Zeit und Schnellkaffee schmeckt selbst für meinen nicht gerade kaffeeverwöhnten Gaumen Pfui-Bah.

Also habe ich mich vor einigen Monaten zum Kauf einer Senseo entschlossen und diese Anschaffung habe ich auch nicht bereut, Kaffeepads gibt es inzwischen überall und in diversen Aromavarianten, geschmacklich habe ich nichts auszusetzen und der Preis geht imho (bei einem Konsum von rund einer Tasse am Tag) auch in Ordnung.

Abens trinke ich dann ohnehin lieber gemütlich einen schönen schwarzen Tee, teetrinken ist sowieso zivilisierter. ;)
 
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