Leben ist Veränderung – Update 3: Haus mit Windows

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Leben ist Veränderung – Update 3: Haus mit Windows

Haus mit Windows


Gut zwei Monate sind seit dem letzten Update zu meinem “Lebensprojekt” vergangen. Zeit, den ruhigen News-Freitag zu nutzen, um mal wieder das Nähkästchen zu öffnen und ein wenig daraus zu plaudern.

Falls sich jemand irritiert fragt, wovon ich rede: Ich führe hier ein kleines Tagebuch über einen neuen Lebensabschnitt, der vor etwa einem Jahr begann.

Was bisher geschah:


“Pläne ändern sich” wäre eine ebenso treffende Überschrift für diese Episode gewesen, ich entschied mich dann aber doch für die Kalauer-Variante.

Wie Ihr oben sehen könnt, hat unser zukünftiges Zuhause inzwischen nicht nur ein neues Dach inklusive Photovoltaik-Anlage, sondern auch schicke neue Fenster. Das Loch, welches man an der Front im Erdgeschoss sieht, ist inzwischen ebenfalls verschlossen, hier spielte sich die erste größere Katastrophe ab, die allerdings glimpflich ausging.

Vor besagtem Loch wird eine Terrasse entstehen, außerdem wollen wir viel Licht in unserem neuen Wohnzimmer haben, daher orderten wir eine mehr als drei Meter breite Glasfront, die sich halbseitig aufschieben lässt. Dieses Glas-Monster kostet knapp 10.000 €. Entsprechend groß war der Schreck, als die Fensterbauer hoch motiviert anrückten, das Teil an seinen Platz hieven wollten und feststellten: Passt nicht, ist zu hoch – und zwar um fast zehn Zentimeter. Die Einbauöffnung anzupassen, war nicht drin, denn wir hatten bereits die maximale Höhe ausgereizt, darüber und darunter verlaufen die Beton-Ringanker der Geschossdecken, von denen man besser keine zehn Zentimeter abschneidet.

Doppeltes Glück im Unglück: Es war nicht unser Fehler, der Fensterbauer hatte das Element falsch bestellt. Außerdem konnte das Problem durch den Umbau auf eine andere Rollladen-Variante gelöst werden, die uns jetzt sogar besser gefällt. Bis auf den einen kurzen, aber heftigen Schreck hatte die “Katastrophe” also sogar ihr Gutes.

Erfreuliches auch von der Heizungsfront: Die Wärmepumpe, die erst im Frühjahr 2024 hätte geliefert werden sollen, ist schon da. Der Installateur, der ursprünglich im Oktober damit beginnen wollte, die Fußbodenheizung und Sanitär-Rohre zu verlegen, lässt dagegen noch auf sich warten. Ich rechne eher nicht damit, dass sich diesbezüglich im alten Jahr noch viel tut.

An unserem Plan, Mitte 2024 einzuziehen, halten wir dennoch fest. Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich da aber so meine Zweifel. Es kommt, wie es kommt, wir haben keinen zeitlichen Druck und unsere aktuelle Wohnung ist auch schön.

Nun noch zu dem, was die Überschrift “Pläne ändern sich” gerechtfertigt hätte: Ursprünglich war in unserer Wohnung im Erdgeschoss (die oberen beiden Stockwerke werden meine Tochter und ihr Mann bewohnen) ein Zimmer als Büro für mich reserviert, der größte Raum wäre ein kombiniertes Wohn-/Esszimmer geworden. Der Gedanke an Letzteres störte mich zunehmend, weil dieser Raum dann voller Möbel gewesen wäre. Ich finde Räume umso gemütlicher, je weniger darin steht, darum entschloss ich mich, mein Büro in den Keller zu verlagern und mein Büro, das für diesen Zweck im Grunde ohnehin viel zu groß ist, zum Esszimmer umzuwidmen.

Die selbst gewählte “Verbannung” wird ihre Vor- und Nachteile haben. Einerseits habe ich einen echten Rückzugsort, wenn ich konzentriert arbeiten möchte, andererseits entziehe ich mich damit dem Familienleben. Das hatte ich, seit ich fast nur noch von zu Hause arbeite, als einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität empfunden, dementsprechend weiß ich noch nicht so recht, wie sich das anfühlen wird. Allerdings bieten sich mir im neuen Umfeld Alternativen zum Schreibtisch, die ich jetzt nicht habe, etwa auf der Terrasse oder an einem schattigen Plätzchen im Garten. Insofern gehe ich davon aus, dass ich künftig insgesamt seltener am Schreibtisch arbeiten werde, als ich das bisher tue.

Im Jahresendspurt widmen wir uns derzeit dem Ausbau im Dachgeschoss, ehe es anschließend an die Finalisierung der Elektro-Installation geht. Und so ganz langsam sollten wir uns dann auch Gedanken darüber machen, wie wir uns einrichten wollen. Büro, Esszimmer und unser Bett kommen mit in die neue Wohnung, der Rest nicht. Da gibt es also noch viel auszusuchen und dabei das Budget im Auge zu behalten.

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Das ist so eine typische Bauherrenerlebnisbeschreibung, wie ich sie schön des öfteren gehört habe.

Ja und manchmal stellt man fest, dass nichts so schlecht ist, dass es nicht für irgendetwas gut ist.
Mit dem Arbeitszimmer hast du einerseits einen guten Rückzugsbereich, aber auch die Option dich
mit einem Schlappi irgendwo anders nieder zu lassen zum Arbeiten.

Ja und es gibt ja auch noch das reale Familienleben, dass möglicherweise dann intensiver werden kann. 😊
 
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