Komplex wie ein Betriebssystem: Optionale Funktionen in Microsoft Edge künftig konfigurierbar?

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Komplex wie ein Betriebssystem: Optionale Funktionen in Microsoft Edge künftig konfigurierbar?

Microsoft Edge Titelbild


Microsoft Edge wird immer wieder mit neuen Funktionen ausgestattet, deren Sinnhaftigkeit nicht selten kontrovers diskutiert wird. Künftig könnte es einfacher werden, diese Funktionen zu deaktivieren.

Zumindest gefühlt vergeht kein Monat, ohne dass in Microsoft Edge eine Neuerung gesichtet wird, bei der man sich fragt: Muss das in einem Browser wirklich sein? Wie so oft konnte Microsoft nach dem geglückten Wechsel auf die Chromium-Engine ein gutes Produkt nicht einfach gut sein lassen, sondern versucht geradezu zwanghaft, es noch besser zu machen.

Ich will diesen Ansatz nicht einmal verteufeln. Die Sidebar, Split View oder die Arbeitsbereiche sind Funktionen in Edge, die ich nicht missen möchte, auf andere Features wie etwa die aufdringliche Einkaufsberatung könnte ich getrost verzichten.

Wie Twitter-Nutzer Leopeva64 (via Neowin) aufgefallen ist, testet Microsoft in der Canary-Version von Microsoft Edge derzeit eine Funktion, die es erlaubt, optionale Features zu deaktivieren. Diese werden entfernt und der Browser wird somit schlanker und schneller. Wenn man es sich später anders überlegt, kann man die Features wieder reaktivieren.

Konfiguration optionaler Funktionen in Microsoft Edge

Der Ansatz ist gut und einerseits bitter notwendig, andererseits wird Edge dadurch erneut komplexer. Ich sehe es schon kommen, dass bei der Einrichtung von Edge, die heute bereits unnötig kompliziert ist (ich werde zum Import von Chrome-Daten aufgefordert, auch wenn Chrome nicht einmal installiert ist), künftig noch ein Assistent aufpoppt, der fragt, was man denn hauptsächlich im Internet unternimmt. Ähnlich wie unter Windows, wo man gefragt wird, ob man den PC zum Arbeiten, Spielen oder zu Unterhaltungszwecken nutzt, ohne dass im Geringsten transparent wäre, was die Auswahl einer dieser Optionen für Konsequenzen hat.

Nach dem Minimalprinzip wäre es ideal, Microsoft Edge würde ohne jegliche optionale Funktionen installiert und man müsste gezielt auswählen, was man denn zusätzlich nutzen will. Das birgt jedoch die Gefahr, dass man Funktionen übersieht, die ansonsten wirklich nützlich wären. Einen Königsweg gibt es hierfür wohl nicht.

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