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Künstliche Intelligenz: Die Forderungen nach Regulierung in Deutschland werden lauter
Bereits am vergangenen Mittwoch habe ich berichtet, dass nach der Sperrung von ChatGPT in Italien auch in Deutschland die Debatte um den Umgang mit solchen Formen Künstlicher Intelligenz Fahrt aufgenommen hat. Nachdem der Ball zunächst von den deutschen Datenschützern aufgenommen wurde, werden nun auch die kritischen Stimmen aus der aktuellen Bundesregierung lauter.
Der Digitalpolitiker Konstantin von Notz von den Grünen, der auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Bundestag sowie Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums zur Überwachung der deutschen Geheimdienste ist, äußerte sich verhalten zu ChatGPT und bezeichnete die Funktionsweise der Algorithmen hinter dem Dienst von OpenAI als aktuell intransparent und nicht nachvollziehbar. Die Geheimformel bei KI-Anbietern müsse geprüft werden können, damit sichergestellt werden kann, dass ein rechtlich und ethisch vertretbares Produkt angeboten wird. Die zuständigen unabhängigen Aufsichtsbehörden müssten gerade auf EU-Ebene dafür auch sehr genau hinschauen.
Momentan sieht der Politiker vor allem eine große Gefahr darin, dass ein erhöhtes Risiko für Manipulation und Desinformation besteht, solange nicht klar ist, auf welcher Basis die verwendeten Informationen gefiltert und zusammengestellt werden. Als mögliche Lösung schlägt von Notz ein neues Prüfsiegel vor, mit dem sich KI-Anbieter in Europa zertifizieren lassen könnten.
Da das zuständige Ministerium unter FDP-Politiker Volker Wissing das bekanntlich insgesamt liberaler sieht, wird hier unter Umständen auch wieder eine neue Front zwischen FDP und Grünen aufgemacht. Klar ist aber auch, dass die kritischen Stimmen auch gerade gegenüber OpenAI in Deutschland lauter werden und dass das für Microsoft zusammen mit der Kritik, die sie ohnehin schon beschäftigt, hierzulande gerade mit ihrer aktuellen KI-Offensive nicht leichter wird.
Inwieweit die Bundesregierung dem Beispiel von Italien folgen würden und eigene Maßnahmen ergreift, kann man aber tatsächlich hinterfragen. Mit dem Digital Markets Act und dem Digital Services Act springen der bereits geltenden DSGVO zwei neue Digitalgesetze auf europäischer Ebene demnächst zur Seite und gerade der DSA setzt sich bereits umfassend mit dem Thema Algorithmen auseinander. Gerade diesen Punkt dürften die großen Anbieter solcher Dienste bereits auf dem Schirm haben.
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Bereits am vergangenen Mittwoch habe ich berichtet, dass nach der Sperrung von ChatGPT in Italien auch in Deutschland die Debatte um den Umgang mit solchen Formen Künstlicher Intelligenz Fahrt aufgenommen hat. Nachdem der Ball zunächst von den deutschen Datenschützern aufgenommen wurde, werden nun auch die kritischen Stimmen aus der aktuellen Bundesregierung lauter.
Der Digitalpolitiker Konstantin von Notz von den Grünen, der auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Bundestag sowie Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums zur Überwachung der deutschen Geheimdienste ist, äußerte sich verhalten zu ChatGPT und bezeichnete die Funktionsweise der Algorithmen hinter dem Dienst von OpenAI als aktuell intransparent und nicht nachvollziehbar. Die Geheimformel bei KI-Anbietern müsse geprüft werden können, damit sichergestellt werden kann, dass ein rechtlich und ethisch vertretbares Produkt angeboten wird. Die zuständigen unabhängigen Aufsichtsbehörden müssten gerade auf EU-Ebene dafür auch sehr genau hinschauen.
Momentan sieht der Politiker vor allem eine große Gefahr darin, dass ein erhöhtes Risiko für Manipulation und Desinformation besteht, solange nicht klar ist, auf welcher Basis die verwendeten Informationen gefiltert und zusammengestellt werden. Als mögliche Lösung schlägt von Notz ein neues Prüfsiegel vor, mit dem sich KI-Anbieter in Europa zertifizieren lassen könnten.
Da das zuständige Ministerium unter FDP-Politiker Volker Wissing das bekanntlich insgesamt liberaler sieht, wird hier unter Umständen auch wieder eine neue Front zwischen FDP und Grünen aufgemacht. Klar ist aber auch, dass die kritischen Stimmen auch gerade gegenüber OpenAI in Deutschland lauter werden und dass das für Microsoft zusammen mit der Kritik, die sie ohnehin schon beschäftigt, hierzulande gerade mit ihrer aktuellen KI-Offensive nicht leichter wird.
Inwieweit die Bundesregierung dem Beispiel von Italien folgen würden und eigene Maßnahmen ergreift, kann man aber tatsächlich hinterfragen. Mit dem Digital Markets Act und dem Digital Services Act springen der bereits geltenden DSGVO zwei neue Digitalgesetze auf europäischer Ebene demnächst zur Seite und gerade der DSA setzt sich bereits umfassend mit dem Thema Algorithmen auseinander. Gerade diesen Punkt dürften die großen Anbieter solcher Dienste bereits auf dem Schirm haben.
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