Information Hochwasser in Deutschland

Gamma-Ray

Moderator
Teammitglied
Die letzten Tage waren hier in unmittelbarer Umgebung aber auch in anderen Landesteilen äußerst heftig und schlimm.
Solche Katastrophen wie jetzt das Hochwasser sind offensichtlich bald Normalität.
Ich kann nur hoffen, dass ihr nicht direkt betroffen seid und für die Betroffenen selbst, dass ihnen Hilfe gegeben wird.
Es gibt eine Menge Tote und vermisste Personen sind deshalb auch noch nicht einschätzbar, weil Telefonnetze nicht funktionieren.
Wie wir jetzt durch Naturgewalten reduziert werden, ist schon sehr eindrucksvoll.
Wir sind nur Teil eines Systems, das bestimmt wo es lang geht und wir können solche Dinge nicht verhindern, bestenfalls reduzieren.
Die Fehler aus der Vergangenheit fallen uns auf die Füße und missachtete Naturgefahren sind nun die Folgen der Katastrophe.
Nicht nur, es gibt halt immer wieder auf der Welt auch Naturkatastrophen, die so sind wie sie immer waren.
Und es gibt auch solche, die wir alle mit verursachen.
Wir sollten daraus lernen und unseren Egoismus gegenüber der Natur gewaltig mäßigen.
Jede einzelne kann etwas tun, wenn auch nur im kleinen Rahmen, was aber in der Summe bedeutend sein kann.

Gerade habe ich noch einen sarkastischen Artikel gelesen und obwohl ich selbst schon mal in die Kerbe gerne haue, irgendwie hat es mir jetzt doch den Atem angehalten.
Das liegt inzwischen daran, dass so eine irre Vorstellung, die eigentlich ein Witz sein soll, immer mehr Normalität ist.
Wir werden immer bekloppter als Menschen, nicht alle, aber es sind schon jetzt zu viel.

 

gisqua

ist wieder öfter hier
Gestern hab ich noch gedacht: "Gut, dass das alles weiter weg ist!"
Nun ist es auf einmal ganz nah und direkt - nicht bei uns, aber bei meinem Sohn in der Nähe von Euskirchen.
Stromausfall seit zwei Tagen, Anstieg des Dorfbachs auf Flussgröße, Wasser durchs Dach, Evakuierungsdurchsagen und Warnungen durch Polizeilautsprecher, längere Irrfahrten, um sich am Sammlungsort registrieren zu lassen, verschreckte Haustiere und, und, und.
Drückt mal die Daumen, dass der Damm der Talsperre nicht bricht.
 

TBuktu

assimiliert
Gestern hab ich noch gedacht: "Gut, dass das alles weiter weg ist!"
Heiliger Sankt Florian, verschon’ mein Haus, zünd’ andre an! 👍 Nimby? Nimby!


gibt es hier Leute denen man direkt helfen kann?
nicht mit Geld….ich meine z.B. Klamotten…wenn alles weg ist, fehlt es doch überall
ich könnte mehrere Haushalte durchsehen auf Sachen, die nicht mehr gebraucht werden - modisch wahrscheinlich eher für ältere Leute 😄
ist immer schwierig, weil man ja auch nicht peinlich rüberkommen will…

da geht doch vllt was in einer Community…

oder so..gerade gelesen…

 
Zuletzt bearbeitet:

AlterKnacker

Moderator
Teammitglied
Ja, auch bei uns war es zum ersten Mal richtig schlimm. 500 m Luftlinie ist die Altstadt von Velbert-Langenberg, soweit im Talgrund, komplett
überflutet worden. Tiefgaragen sind bis zum Dach gefüllt, Keller sind abgesoffen, PKW wurden durch die Wassermassen durch die Gegend
geschubst. Gott sei Dank weder Tote noch Verletzte, aber viele Menschen hier stehen gerade vor ziemlich großen Problemen. Da unser Haus
erhöht am Berghang steht, ist bei uns selbst nichts passiert. Die Hilfsbereitschaft hier im Dorf ist wirklich sehr hoch und lässt mich, wie
leider selten, mal wieder an das Gute im Menschen glauben.

Wer da direkt dran steht, kann eigentlich nicht mehr leugnen, was hier vorgeht: Der Klimawandel hat uns erwischt und Wetterextreme werden
weiter zunehmen und zur Normalität werden. Ob dieser Klimawandel nun Teil eines erdhistorisch normalen Zyklus ist oder tatsächlich
menschengemacht, ist da eigentlich egal. Denn seien wir ehrlich: Soviel wir uns hier in Deutschland oder auch Teilen Europas anstrengen mögen auf
alles zu verzichten, was den Klimawandel beschleunigt, wir werden das Wetter über Deutschland nicht wieder in den "normalen" Zustand
zurückbringen. Dafür sind wir zu klein und zu wenig. Solange die wirklich großen Länder sich uns nicht anschließen, können wir soviel
strampeln wie wir wollen. Traurig.
 

TBuktu

assimiliert

also ich will den Begriff Klimawandel nicht kleinreden….
aber Wetterextreme hatten wir schon wesentlich öfter, als so mancher sich erinnern mag
und wäre der Begriff „Klimawandel schon vor gut 50 Jahren erfunden wurden…nun…dann hätte man ja auch eine prima Erklärung für alles gehabt

ganz ehrlich…ich weiß da auch nix Genaues
was ich aber weiß, das ist, dass niemand das Wetter auch nur für 3 Tage sicher voraussagen kann
und von diesen Wissenschaftlern soll ich mir erklären lassen was es mit dem Klima auf sich hat?
bin skeptisch…nicht dagegen, nicht dafür…einfach nur skeptisch
 

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TBuktu

assimiliert
Ist das so?
kann sein - durchaus möglich
aber man muss immer auch die damals gängigen Dokumentationen berücksichtigen….
wenn alles so klar ist, warum kann man mir dann keine logisch absolut schlüssigen Gegebenheiten präsentieren, die schlicht und ergreifend keinen Zweifel mehr zulassen?

 

oxfort

Geht bald.
Vor rund 20 Jahren war es hier so. Damals war ich allerdings im Urlaub in Frankreich.

 

Tequilla

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Ich kann jetzt nur für mich und meine Umgebung sprechen, auch wenn davon einige Jahre im Nebel lagen. Und wahrscheinlich auch nur von den letzten 20-25 Jahren.

Wir hatten hier z.B. letzte Woche einen Erdrutsch von den Wassermassen der ein Dorf lahmgelegt und angeschnitten hat. Am Mittwoch war der kleine Fluss hier nebenan mit ca. 1m Wasserhöhe eine gefährlicher Strom mit dreifacher Höhe. Die Starkregen kommen jedes Jahr mehrfach, meist mit brachialen Gewittern, das gab es vor 20 Jahren höchstens einmal im Jahr. Diese Intensität der Witterung, Hitze mit anschließendem Regen/Gewitter im häufigen Wechsel, das ist schon spürbar mehr geworden. Schnee in den Wintermonaten kaum noch existent, das war hier mal Skigebiet.

Globale Erwährmung und Polkappenschmelze ist ja auch kein Werbegag sondern belegt. Um auf Deine Frage zurück zu kommen, ja, ich würde sagen das ist so. Die Natur gewinnt immer, am Ende.
 

Duftie

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Ich bin ja habe mich ja mittlerweile alterstechnisch in eine Zone abgesetzt, in der man über damals und früher sprechen kann, ohne ausgelacht zu werden.

Ich saß Mittwoch in unserem Büro in Köln und was ich als Nordeutscher mit Wettererfahrung ganz sicher sagen kann: Ich habe schon stärkeren Regen erlebt, ich habe schon längeren Regen erlebt, aber die Kombination von Stärke und Ausdauer wie letzten Mittwoch? Ich kann mich nicht entsinnen, sowas schon mal erlebt zu haben.

Ob dieses Unwetter jetzt durch den Klimawandel ausgelöst oder begünstigt wurde, ist mir eigentlich erstmal egal, denn das der Klimawandel existiert ist für mich keine Frage. Den Betroffenen ist es vermutlich auch gerade nicht so wichtig.

Es gab immer extreme Wetterlagen (z.B. Schneekatastrophe 78/79, Sturmflut in Hamburg, Hochwasser in Sachsen, in Südfrankreich vor ein paar Jahren). In geringerer Ausprägung sicherlich, aber für die Abwehr der Gefahren ist die Ursache erstmal Banane. In Hamburg hat man nach der Sturmflut die Deiche immer mehr erhöht. Vermutlich wird man auch in den jetzt betroffenen Gebieten über mögliche bauliche Maßnahmen nachdenken, um so eine Katastrophe beim nächsten Mal besser zu überstehen. Aber das nächste Mal wird es dann wieder einen anderen Teil Europas treffen, der nicht oder nicht gut auf so eine Wetterlage eingestellt ist.

Der Mensch kann sich nur bedingt schützen, es helfen also langfristige Strategien, um den Klimawandel auszubremsen. Zum Stoppen ist es eh zu spät …
 

Schmoli

treuer Stammgast
In Menden im Märkischen Kreis sind wir noch mit einem "blauen Auge" davon gekommen.
Heftig erwischt hat es uns dennoch. Am Mittwoch habe ich um 17.00 Uhr die Arbeit eingestellt, da für die Feuerwehr Menden Stadtalarm raus gegeben und alles alarmiert wurde was wir hatten. Ich habe mich dann natürlich auch in den Feuerwehreinsatz begeben und meinem Schichtleiter gesagt. "Ich komm heut wohl nicht mehr wieder" So war das dann auch. Wir waren bis Donnerstag Morgen um 02:20 Uhr im Einsatz.
Um 07:00 Uhr ging es dann weiter, bis in den Abend.
Ein Teil unseres Zuges ist zur Überörtlichen Unterstützung nach Hagen gefahren, dort ist es wohl auch sehr schlimm gewesen, ein Teil unserer Mannschaft wurde mit dem Fahrzeug, vom Wasser eingeschlossen und kam über Stunden nicht mehr weg.
Gestern erhielten wir eine Vorabinfo vom Märkischen Kreis, das Morgen ein Löschzug gebildet und in den Rhein-Erft Kreis (nahe Köln) zur Überörtlichen Hilfe geschickt werden soll.

Was mir/uns in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag doch extrem auf gefallen ist, war der "Katastrophen-Tourismus"
Die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein. Natürlich ist das verständlich in einer Hinsicht. Wer hat schon ne ruhige Minute in so einer Situation.

Sich allerdings auf Brücken stellen, die sichtlich bedroht sind überspült zu werden und ein zu stürzen, entzieht sich bei mir jeglichem Verständnis.
Und nein, unsere Absperrungen haben natürlich so manch einen Bürger nicht abgehalten.
 

Gamma-Ray

Moderator
Teammitglied
Was mir/uns in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag doch extrem auf gefallen ist, war der "Katastrophen-Tourismus"
Die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein. Natürlich ist das verständlich in einer Hinsicht. Wer hat schon ne ruhige Minute in so einer Situation.

Sich allerdings auf Brücken stellen, die sichtlich bedroht sind überspült zu werden und ein zu stürzen, entzieht sich bei mir jeglichem Verständnis.
Und nein, unsere Absperrungen haben natürlich so manch einen Bürger nicht abgehalten.
Das sich mal jemand umschauen will, ob man helfen kann ist ja noch verständlich.
Aber sich dort aus lauter Neugier hinstellen und filmen oder fotografieren ist unterirdisch.
Aber es gibt wie immer im Leben auch eine Steigerung, nämlich Hilfskräfte behindern und sich dabei noch selbst in Gefahr bringen.
Klar, dann dürfen auch die Plünderungen noch als weitere Steigerung genannt werden.

Da würde ich auf solche Einzelschicksale keine Rücksicht nehmen und am besten die Smartphones gleich aus der Hand reißen und drauf treten.

Ich kann so etwas einfach nicht nachvollziehen und es ist absolut widerlich für mich.
 

Bio-logisch

Moderator
Teammitglied
Nun, es sind immer Wahrscheinlichkeiten, mit denen wir hier rechnen. Und da wir nur einen Planeten für dieses Experiment haben, haben wir leider eine zu kleine Grundgesamtheit, um eine wirklich aussagekräftige Stichprobe ziehen zu können. Die Venus hat zwar mehr CO2, aber sie taugt aufgrund ihrer engeren Umlaufbahn nur sehr bedingt als Vergleichsobjekt. Und der Mars hat ja fast keine Atmosphäre mehr, weil er zu klein ist und damit zu wenig Schwerkraft und kein planetares Magnetfeld hat, um die Atmosphäre vor dem Sonnenwind zu schützen.

Daher bleiben letztlich nur Simulationen. Und da gibt es schon sehr gute Modelle. Eine vorab veröffentlichte Studio sagt, dass diese Extremdürre in Nordamerika jetzt 150 mal wahrscheinlicher ist, als wie vor der Industrialisierung:

Originalquelle:

Anderswo wird es detailierter beschrieben:
Als Hauptursache wird ein zu schwach gewordener Wind in der Stratosphäre genannt, der Wärme und Feuchtigkeit nicht mehr wie früher verteilen kann. Und dass führ bei uns zu Regen, anderswo zu Trockenheit.

Das ist jetzt zwar eine sehr grobe Vereinfachung, hört sich für mich aber zumindest plausibel an.
 
Zuletzt bearbeitet:

TBuktu

assimiliert
Nun, inzwischen wagen es ja tatsächlich die Metereologen zu sagen, dass dieses Ereignis nix mit dem Klimawandel zu tun hat sondern einfach nur das Ergebnis einer Extremwetterlage ist
Interessiert das die Betroffenen auch nur ansatzweise? eher nicht
was wurde seit ca. 1900 getan, um sowas zu vermeiden?
Stauseen, Hochwasserrückhaltebecken, etc….. know how und Erfahrung ist seit über 100 Jahren vorhanden

außerdem bitte aufhören mit diesem Scheiß, Flüsse gerade zu machen und auszubuddeln, damit größere Schiffe bequem durchpassen

ach…als Anhang noch ein aktuelles Bild, warum wir alle mit dem Fahrrad fahren sollten…zumindest in Deutschland, weil wer - wenn nicht wir - können die Welt retten?
 

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Bio-logisch

Moderator
Teammitglied
Nun, inzwischen wagen es ja tatsächlich die Metereologen zu sagen, dass dieses Ereignis nix mit dem Klimawandel zu tun hat sondern einfach nur das Ergebnis einer Extremwetterlage ist
Die Metereologen? Synomym zu alle oder einige? Quellenangabe?

Nun, habe ich bei der WDR Lokalzeit, im ZDF Heutejournal oder bei Anne Will anders gehört.
 

TBuktu

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Klimawandel als sichere Ursache? Meteorologen widersprechen​

DWD-Experte: „Ein solches regionales Unwetter ist ein Einzel-Ereignis, das ist Wetter. Die Behauptung, der Klimawandel ist schuld, ist so nicht haltbar.“​


Während sich das furchtbare Ausmaß der Flut-Katastrophe in Westdeutschland nach und nach zeigt, wird eine Frage viel diskutiert: War der fatale Starkregen einfach Wetter-Pech, wie es nun einmal alle paar Jahrzehnte passiert? Oder Folge und Zeichen des menschengemachten Klimawandels, ein Vorgeschmack auf Extremwetter-Phänomene, die uns in Zukunft immer häufiger treffen werden, wenn wir nicht handeln?
Die Politik legte sich schnell fest: Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckhardt (55) machte den Anfang, behauptete schon am Mittwochmorgen bei „ntv“: „Das sind Auswirkungen der Klimakatastrophe. Und das ist ein weiterer Aufruf, sich klarzumachen: Das ist schon da, das ist schon hier bei uns.“

Wenig überraschender Standpunkt für eine Grünen-Politikerin. Doch auch Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) und Innenminister Horst Seehofer (72, CSU) stellten blitzschnell Direktverbindungen zur Erderwärmung her.

Seehofer sagte BILD: „Diese extremen Wetterkapriolen sind die Folgen des Klimawandels.“ Laschet sagte, die Häufung von Starkregen- und Hitze-Episoden sei „verbunden mit dem Klimawandel“. „Das bedeutet, dass wir bei den Maßnahmen zum Klimaschutz mehr Tempo brauchen – europäisch, bundesweit, weltweit.“

In dieselbe Kerbe schlug Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) in seiner Ansprache am Freitag: „Nur, wenn wir den Kampf gegen den Klimawandel entschieden aufnehmen, werden wir Extremwetterlagen, wie wir sie jetzt erleben, in Grenzen halten können.“

Alle vier Politiker liegen damit auf der Linie der öffentlich-rechtlichen Sender, die bereits in den Hauptnachrichten am Mittwochabend die Klima-Spur präsentierten.

Doch so klar ist das gar nicht. Und das sagen nicht etwa Klima-Skeptiker oder -Leugner, die allerhand Zweifel an der unzweifelhaften globalen Erderwärmung schüren wollen. Sondern staatliche Stellen wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach.
DWD-Diplom-Meteorologe Andreas Friedrich zu BILD: „Ein solches regionales Unwetter ist ein Einzelereignis, das ist Wetter. Die Behauptung, der Klimawandel ist schuld, ist so nicht haltbar.“

Am Gefühl, dass Unwetter mit extremen Niederschlägen sich häufen, sei hingegen etwas dran. „Unsere Klimatologen nehmen einen Anstieg solcher Unwetterereignisse in den vergangenen 20 Jahren wahr – seitdem können wir dies deutschlandweit mithilfe eines Radarverbund-Systems exakt erfassen.“

Den heftigsten Ausschlag zeigt die Statistik im Jahr 2018.

Unwetter mit Starkregen nehmen leicht zu – Infografik

Die Datenmenge reiche aber noch nicht für Schlussfolgerungen aus: „Wetter-Experten sind sehr vorsichtig, errechnen frühestens nach 30 Jahren genaue Mittelwerte und treffen dann erst Aussagen über das Klima. Da sind wir noch nicht.“



„Blockierende Wetterlagen“ bringen Rekord-Regenmassen​



Einigkeit besteht immerhin in der Beschreibung des Wetterphänomens: Ein Hoch über Nord-Osteuropa und ein Hoch über dem Atlantik hielten ein Tiefdruckgebiet über Deutschland „gefangen“, es bewegte sich kaum. Meteorologen sprechen in solchen Fällen von „blockierenden Wetterlagen“.


Doch noch bevor die Zuschauer des ZDF-„heute journals“ dies auf der Wetterkarte zu Gesicht bekamen, erklärte Moderator Claus Kleber (65) ihnen die angebliche Ursache für diese gefährlichen Wetterlagen: „Dass sie häufiger werden, liegt daran, dass die Arktis und die Luft darüber immer wärmer werden, und dem Jetstream, dem Antrieb des Wettergeschehens, die Kraft entziehen“.

Klingt einleuchtend, bekam bei Twitter auch viel Zustimmung. Der Zusammenhang ist aber unbewiesen und unter Wissenschaftlern umstritten. Hinzu kommt: Laut Klimaforschern gibt es überhaupt keine Häufung blockierender Wetterlagen in Mitteleuropa.

ZDF-Mann Kleber ist sich seiner Sache dennoch sicher. In seiner Abmoderation am Donnerstag schlussfolgerte er, dass Klimasünden letztlich töten: „Das war's von uns am Tag, an dem die Gewalt der Natur und die Folgen menschlichen Handelns und Nichthandelns mindestens 58 Menschen das Leben gekostet hat.“

Meteorologe und Klimaforscher Peter Hoffmann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
„Aus den Erfahrungen der letzten Extremjahre ist sehr deutlich geworden, dass wir uns mitten im Klimawandel befinden. Nicht nur woanders, sondern auch bei uns können Extremwetterereignisse große Schäden verursachen.“ Davor warne die Klimaforschung „schon lange“.

Fakt ist: Bereits 2015 wiesen die Potsdamer Forscher einen Zusammenhang zwischen Unwettern und Klimawandel nach. „Einer von zehn Rekord-Regen in den vergangenen dreißig Jahren ist nur durch den Einfluss der langfristigen Klima-Erwärmung zu erklären. Und im letzten untersuchten Jahr, 2010, ist es sogar einer von vier Rekord-Regenfällen“, so die Studie.

Heißt im Umkehrschluss auch: In drei von vier Fällen ist es nicht so. Die „Welt“ zitiert dazu DWD-Klimaforscher Florian Imbery mit den Worten, ein Starkregen-Ereignis wie dieses sei statistisch „bedeutend seltener als einmal in 100 Jahren“.
 

TBuktu

assimiliert
Der Mensch, insbesondere der Deutsche, hat immer das Bedürfnis, irgendeinen Schuldigen zu finden
herrje….ob nun Klimawandel oder Extremwetterlage - das ist den Betroffenen sowas von scheißegal…
und überhaupt…die Deutschen müssen die Welt retten - darunter tun wir es nicht mehr - früher waren es Wälder oder Atomkraft - nein…heute muss es die ganze Welt sein - völlig absurd
Chinesen, Russen, Amis…die geben einen Furz auf uns kleines Deutschland
 

Bio-logisch

Moderator
Teammitglied
Fullquotes finde ich doof. Aber nun gut, "ein Metereologe vom DWD sagt..." währe also drei Beiträge weiter oben Deine richtige Zeile gewesen.

Und weißt Du was? Der Mann hat recht. Rein von den Definitionen sind Wetter und Klima getrennte Begriffe. Hat aber auch nie jemand was anderes behauptet. Und von der akademischem Debatte über Begrifflichkeiten abgesehen, in der Sache sagt er doch auch nichts anderes.
 

TBuktu

assimiliert
Fullquote (wörtlich übersetzt aus dem Englischen: „Vollzitat“) bezeichnet eine Antwort auf eine elektronische Nachricht, die selbst die komplette ursprüngliche Nachricht beinhaltet.

ich habe keinen hier geposteten Text vollzitiert!!!

was soll das also?

egal…du bist Mod - lösche oder führe zusammen oder mach sonst was…
 

Tequilla

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@TBuktu was ist mit Dir grade los?

es geht bei der Thematik nicht um schuld, höchstens Ursache. Zumindest für mich.

vor allem würde mich interessieren was ich tun kann um Dinge zu verändern.

Ignoranz und „aber die Anderen“ hat bisher nichts bewegt, zumindest ist mir davon nichts hängen geblieben
 
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