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Gaming unter Linux: Eine zunehmend attraktive Brückenlösung
Betrachtet man den angespannten Markt für Komponenten und andere Technik, befinden sich Gamer im Jahr 2026 eigentlich in einer schwierigen Situation. Das Wettrennen um Künstliche Intelligenz verknappt nicht nur das Angebot bei der Consumer-Elektronik zugunsten der Rechenzentren, sondern treibt sowohl bei Einzelelementen wie Grafikkarten als auch bei den Konsolen die Preise dramatisch nach oben. Auch bei den Games und Abo haben Anbieter wie Microsoft mit dem Game Pass die Preise teils kräftig angezogen.
Bis sich die Situation zumindest hardwareseitig etwas entspannt, dürften noch etliche Monate oder wenige Jahre ins Land ziehen. Eine mögliche Brückenlösung könnte dabei Linux sein, gerade vor dem Hintergrund, dass in vielen Haushalten dennoch weiterhin leistungsstarke Rechner stehen, die allein wegen der gestiegenen Mindestanforderungen zumindest ohne Bypass kein Upgrade auf Windows 11 hinlegen können. Das Gute ist: Im Gaming-Sektor tut sich bei Linux ganz aktuell eine ganze Menge.
Von Nvidia bis GOG
Die Pionierarbeit wird dabei weiterhin natürlich von Valve geleistet, die nicht nur mit SteamOS und Hardware wie dem Steam Deck ihrerseits eigene Produkte auf den Markt gebracht haben, sondern vor allem mit Proton auch die alles entscheidende Kompatibilitätsschicht auf Basis von Wine und anderen Komponenten entwickelt haben, deren Erfolge auch auf ProtonDB dokumentiert werden.
Aber auch sonst gab es in der jüngsten Vergangenheit einige Meldungen, die auf wesentliche Verbesserungen für Gamer hoffen lassen.
Frühere Möglichkeiten wollen wir hierbei natürlich nicht vergessen, darunter weitere Launcher wie Lutris oder Minecraft, wo die Java-Edition immer noch mit einem eigenen Launcher offiziell seitens Microsoft angeboten wird. Zudem sind auch relevante Plattformen wie Discord offiziell für Linux verfügbar.
Eine sinnvolle Ergänzung
Mir geht es in diesem kurzen Beitrag nicht darum, einen neuen Zweikampf mit Windows als führender Gaming-Plattform am Desktop auszurufen oder die Vorzüge von Linux gegenüber anderen Konsolen wie der Nintendo Switch zu preisen. Linux ist trotz aller Fortschritte und den sich aktuell sammelnden Ankündigungen bei weitem nicht perfekt und Probleme wie mit Anti-Cheat sind weiterhin lästige Begleiterscheinungen. Entsprechend wäre hier eine Missionierung in jeglicher Hinsicht auch komplett unangebracht.
Gleichzeitig kann man das aktuelle Dilemma aber auch nicht verleugnen, was das Wettrennen bei der Künstlichen Intelligenz verursacht. Die Preise für komplette Hardware oder einzelne Komponenten kennen momentan nur die eine Richtung nach oben und nicht jeder hat parallel große Lust dazu, noch ein zusätzliches Abo für einen etwaigen Cloud Gaming-Anbieter zu bezahlen. Bis hier eine nachhaltige Entspannung eintritt, könnte es mindestens bis 2028 oder 2029 dauern.
Viele haben aber sicherlich noch Hardware daheim, die weiterhin genug Leistung bietet, nur eben nicht auf Windows 11 upgraden kann. Hier können diese Nutzer zumindest in dem Rahmen, den Linux tatsächlich erlaubt, eine interessante Brückenlösung austesten und etablieren, ohne dafür (großes) zusätzliches Geld investieren zu müssen. Auch die Leute, deren Ausgaben inflationsbedingt in andere Prioritäten fließen (müssen), können hier eine Alternative finden.
Wenn ihr möchtet, können wir an diesem Thema gerne auch mal dranbleiben. Fakt ist jedenfalls eines: Bestehende Hardware mit ausreichenden Leistungsreserven für sowas weiter zu nutzen, wenn sie schon nicht auf Windows 11 kann, ist immer noch die weitaus bessere Idee, als noch voll funktionsfähige Bestandssysteme ohne Grund dem Elektroschrott zuzuführen.
Der Beitrag Gaming unter Linux: Eine zunehmend attraktive Brückenlösung erschien zuerst auf Dr. Windows.
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Betrachtet man den angespannten Markt für Komponenten und andere Technik, befinden sich Gamer im Jahr 2026 eigentlich in einer schwierigen Situation. Das Wettrennen um Künstliche Intelligenz verknappt nicht nur das Angebot bei der Consumer-Elektronik zugunsten der Rechenzentren, sondern treibt sowohl bei Einzelelementen wie Grafikkarten als auch bei den Konsolen die Preise dramatisch nach oben. Auch bei den Games und Abo haben Anbieter wie Microsoft mit dem Game Pass die Preise teils kräftig angezogen.
Bis sich die Situation zumindest hardwareseitig etwas entspannt, dürften noch etliche Monate oder wenige Jahre ins Land ziehen. Eine mögliche Brückenlösung könnte dabei Linux sein, gerade vor dem Hintergrund, dass in vielen Haushalten dennoch weiterhin leistungsstarke Rechner stehen, die allein wegen der gestiegenen Mindestanforderungen zumindest ohne Bypass kein Upgrade auf Windows 11 hinlegen können. Das Gute ist: Im Gaming-Sektor tut sich bei Linux ganz aktuell eine ganze Menge.
Von Nvidia bis GOG
Die Pionierarbeit wird dabei weiterhin natürlich von Valve geleistet, die nicht nur mit SteamOS und Hardware wie dem Steam Deck ihrerseits eigene Produkte auf den Markt gebracht haben, sondern vor allem mit Proton auch die alles entscheidende Kompatibilitätsschicht auf Basis von Wine und anderen Komponenten entwickelt haben, deren Erfolge auch auf ProtonDB dokumentiert werden.
Aber auch sonst gab es in der jüngsten Vergangenheit einige Meldungen, die auf wesentliche Verbesserungen für Gamer hoffen lassen.
- Nvidia hat die Verfügbarkeit von GeForce Now für Linux angekündigt, zunächst für Ubuntu 24.04.
- GOG dürfte seinen Launcher GOG Galaxy in absehbarer Zeit auch für Linux bringen.
- Hytale wurde mit einem eigenen Launcher für Linux als Early Access veröffentlicht.
- Führende Linux-Distributionen wie Bazzite schließen sich als Open Gaming Collective zusammen, um eine größere Standardisierung zu erreichen.
- Opera GX wird eine native Linux-Version erhalten.
- Der von Windows bekannte Launcher Playnite wird voraussichtlich in diesem Jahr mit einer Portierung auf AvaloniaUI zu Linux kommen.
- Die Entwickler hinter Heroic hatten kürzlich Version 2.19 als Interimsupdate veröffentlicht, während die nächste Hauptversion zusätzliche Integrationen neben GOG, Epic und Amazon Games bringen soll.
Frühere Möglichkeiten wollen wir hierbei natürlich nicht vergessen, darunter weitere Launcher wie Lutris oder Minecraft, wo die Java-Edition immer noch mit einem eigenen Launcher offiziell seitens Microsoft angeboten wird. Zudem sind auch relevante Plattformen wie Discord offiziell für Linux verfügbar.
Eine sinnvolle Ergänzung
Mir geht es in diesem kurzen Beitrag nicht darum, einen neuen Zweikampf mit Windows als führender Gaming-Plattform am Desktop auszurufen oder die Vorzüge von Linux gegenüber anderen Konsolen wie der Nintendo Switch zu preisen. Linux ist trotz aller Fortschritte und den sich aktuell sammelnden Ankündigungen bei weitem nicht perfekt und Probleme wie mit Anti-Cheat sind weiterhin lästige Begleiterscheinungen. Entsprechend wäre hier eine Missionierung in jeglicher Hinsicht auch komplett unangebracht.
Gleichzeitig kann man das aktuelle Dilemma aber auch nicht verleugnen, was das Wettrennen bei der Künstlichen Intelligenz verursacht. Die Preise für komplette Hardware oder einzelne Komponenten kennen momentan nur die eine Richtung nach oben und nicht jeder hat parallel große Lust dazu, noch ein zusätzliches Abo für einen etwaigen Cloud Gaming-Anbieter zu bezahlen. Bis hier eine nachhaltige Entspannung eintritt, könnte es mindestens bis 2028 oder 2029 dauern.
Viele haben aber sicherlich noch Hardware daheim, die weiterhin genug Leistung bietet, nur eben nicht auf Windows 11 upgraden kann. Hier können diese Nutzer zumindest in dem Rahmen, den Linux tatsächlich erlaubt, eine interessante Brückenlösung austesten und etablieren, ohne dafür (großes) zusätzliches Geld investieren zu müssen. Auch die Leute, deren Ausgaben inflationsbedingt in andere Prioritäten fließen (müssen), können hier eine Alternative finden.
Wenn ihr möchtet, können wir an diesem Thema gerne auch mal dranbleiben. Fakt ist jedenfalls eines: Bestehende Hardware mit ausreichenden Leistungsreserven für sowas weiter zu nutzen, wenn sie schon nicht auf Windows 11 kann, ist immer noch die weitaus bessere Idee, als noch voll funktionsfähige Bestandssysteme ohne Grund dem Elektroschrott zuzuführen.
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