News-Bote
Ich bring die Post
Gadgetcheck: UGREEN USB4 M.2 NVMe SSD Gehäuse
Wer kennt sie nicht, die alten USB-Festplatten oder -Festplattengehäuse. Nahezu jeder hat oder hatte viele solcher Gehäuse und externer Datenträger zu Hause und für den Transport oder die Sicherung von Daten genutzt. Doch die Welt der Datenträger ändert sich mehr und mehr zu kleineren, schnelleren Datenträgern und damit auch der Bedarf an anderen Gehäusen. Als die SSDs nach und nach den Markt eroberten, waren sie zunächst ebenfalls im SATA-Universum unterwegs.
Das hat zum einen die alten Gehäuse weiterhin nutzbar gehalten, aber auch die Datenübertragungsgeschwindigkeiten weiterhin eingedämmt, da das SATA-Protokoll mit SSDs schnell an seine Grenzen kam. Inzwischen ist State of the Art der M.2 Anschluss mit NVMe-Datenträgern. Durch den M.2 Anschluss sind die Datenträger zum einen schön klein und durch das NVMe-Protokoll unfassbar schnell. Hier sind Übertragungsraten von vielen Gigabytes pro Sekunde möglich. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, denn diese hohen Datenübertragungsraten und die sehr kleinen Datenträger produzieren unter Last eben auch jede Menge Wärme.
UGREEN war auch in diesem Bereich nicht untätig und hat verschiedene externe Gehäuse im Angebot. Für einen Test wurde mir hier das USB4 M.2 NVMe SSD Gehäuse überlassen, welches Platz für eine solche moderne M.2 NVMe-Festplatte bietet und diese mit bis zu 40 Gigabit direkt mit dem Computer verbinden soll. Dabei werden USB4 und auch Thunderbolt 3, 4 und 5 zum Anschluss unterstützt, die allesamt ebenfalls diese bis zu 40 Gigabit unterstützen.
Hier zunächst einmal die relevanten Spezifikationen des Gehäuses:

In der kleinen Verpackung befindet sich neben dem Gehäuse an sich noch ein 30 cm langes USB4-Kabel, ein Schraubendreher, eine Anleitung, ein Kühlpad für die NVMe und zwei Schrauben zur Befestigung.
Das Gehäuse ist UGREEN-Typisch super verarbeitet. Es gibt keine Ecken und Kanten und alles passt perfekt ineinander. Das Gehäuse ist vollständig aus Metall gefertigt und wirkt sehr robust. Auf der Oberseite befinden sich zwei kleine Kreuzschrauben. die mit dem mitgelieferten Schraubendreher geöffnet werden können. Werden sie geöffnet, ist der Bereich für die NVMe zugänglich. Hier befindet sich bereits eine vorinstallierte Befestigungsschraube, mit der die NVMe schnell befestigt werden kann. Eine kleine Einkerbung in der Schraube kann hier zur Arretierung der NVMe genutzt werden. Kommt diese Schraube einmal abhanden, sind zwei weitere Schrauben im Lieferumfang, die hier helfen können.
Meine Samsung 980 M.2 NVMe habe ich binnen weniger Sekunden eingesteckt und mit der vorhandenen Schraube befestigt, sodass das Gehäuse schnell wieder mit den beiden Schrauben verschlossen werden kann.
Das mitgelieferte 30 cm lange USB4-Kabel ist recht steif, erfüllt aber seinen Zweck. Problemlos lässt sich damit das Gehäuse mit meinem MacBook Pro mit M1 Pro und drei TB4/USB4-Anschlüssen anschließen. Eine Adaptierung auf klassisches USB-A ist hier nicht möglich, da über USB-A-Anschlüsse keines der vom Gehäuse genutzten Protokolle TB / USB4 genutzt werden können.
Nach dem Anschluss wird die NVMe sofort erkannt und ist sofort nutzbar. Um die Leistung zu testen, habe ich den AJA System Test und den Blackmagic Disk Speed Test verwendet, die beide für besonders hohe Datenübertragungsgeschwindigkeiten optimiert sind.
Mit meiner verbauten Samsung 980 SSD, die nun schon einige Jahre auf dem Buckel hat, erziele ich hier mit beiden Tools in etwa 2 GB/s schreibend und etwa 3 GB/s lesend, wobei es hier durchaus ein paar kleine Abweichungen nach unten im Test von Blackmagic gibt. Laut Datenblättern, die ich im Internet finden konnte, kann die NVMe in der Theorie sogar bis zu 3GB/s schreibend und bis zu 3,5 GB/s lesend arbeiten. Da hier aber verschiedenen Controller verbaut wurden und die NVMe bereits 5 Jahre alt ist, schiebe ich die Abweichung nicht auf das Gehäuse, sondern auf das Alter meiner zum Testen genommenen NVMe.
In den Mac Systeminformationen ist ganz klar zu entnehmen, dass das Gehäuse mit einer Geschwindigkeit von 40 Gigabit/s über USB4 verbunden ist:
Dadurch das das Gehäuse bedingt durch seinen Aufbau im Prinzip ein großer Kühlkörper ist, wird die entstehende Abwärme der NVMe super auf das gesamte Gehäuse übertragen und auch nach mehreren Minuten der Benchmarks habe ich es nicht geschafft, dass die NVMe gedrosselt wurde. Bei moderneren, schnelleren NVMes kann das natürlich dennoch der Fall sein, allerdings habe ich aktuell leider keine schnellere, neuere NVMe zur Hand, sehe hier aber grundsätzlich kein großes Problem.
Wichtig zu erwähnen ist, dass bei der Nutzung des Gehäuses ganz klar auf die verwendeten Datenträger geachtet werden muss. Im M.2 Bauformat gibt es nämlich nicht nur NVMes, sondern ebenfalls noch günstigere SATA-Laufwerke. Diese können mangels SATA-Controller nicht in diesem Gehäuse verwendet werden.
Das hier getestete USB4 M.2 NVMe SSD Gehäuse von UGREEN ist im Vergleich zur Größe einer M.2 NVMe ein ganz schöner Brocken. Mit seinen 270 g und den großen Maßen verschwindet es definitiv nicht in jeder Jackentasche, wie andere Konkurrenzprodukte. Dafür bietet das Gehäuse aber Performance satt und das auch wirklich konstant ohne unangenehm heiß zu werden. Durch die Verbindung mittels USB4 oder Thunderbolt mittels USB-C-Anschluss ist das Gehäuse dazu noch kompatibel zu den meisten aktuellen Geräten.
Die nicht erreichten maximalen Datenübertragungsraten meiner NVMe gemäß Datenblatt schiebe ich auf das Alter des Datenträgers und nicht auf das Gehäuse. Hier war die ganze Zeit eine stabile Verbindung mit 40 GBit/s vorhanden. Wenn ich einen Kritikpunkt finden müsste, könnte ich mich allenfalls über das recht steife und kurze USB4-Kabel auslassen, welches beim Bewegen das ein oder andere Mal das Gehäuse auf die Seite geworfen hat, gerade wenn ich das Gehäuse zwischen Laptop und Smartphone umgesteckt habe. Alles andere an dem Gehäuse finde ich durchaus empfehlenswert. Mit dem Gehäuse können M.2 NVMe SSDs problemlos wie ein interner Datenträger verwendet werden, sodass dies als gute Speichererweiterung funktioniert und keine Leistungseinbußen, wie bei früheren USB-Festplatten hingenommen werden müssen.
Ganz günstig ist das Gehäuse allerdings leider nicht. Der reguläre Preis beträgt 79,99 Euro. Aktuell ist das Gehäuse allerdings bis zum 04.01.2026 um 27 % reduziert und somit für 58,76 Euro bei Amazon bestellbar. Auch das ist nicht unbedingt günstig, aber in Kombination mit einer guten M.2 NVMe durchaus noch günstiger, als die teure Speichererweiterung bei vielen Herstellern von OEM-Geräten.
Disclaimer: UGREEN hat uns das Gehäuse kostenlos zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf die Berichterstattung oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gibt es nicht.
Der Beitrag Gadgetcheck: UGREEN USB4 M.2 NVMe SSD Gehäuse erschien zuerst auf Dr. Windows.
zum Artikel...
Wer kennt sie nicht, die alten USB-Festplatten oder -Festplattengehäuse. Nahezu jeder hat oder hatte viele solcher Gehäuse und externer Datenträger zu Hause und für den Transport oder die Sicherung von Daten genutzt. Doch die Welt der Datenträger ändert sich mehr und mehr zu kleineren, schnelleren Datenträgern und damit auch der Bedarf an anderen Gehäusen. Als die SSDs nach und nach den Markt eroberten, waren sie zunächst ebenfalls im SATA-Universum unterwegs.
Das hat zum einen die alten Gehäuse weiterhin nutzbar gehalten, aber auch die Datenübertragungsgeschwindigkeiten weiterhin eingedämmt, da das SATA-Protokoll mit SSDs schnell an seine Grenzen kam. Inzwischen ist State of the Art der M.2 Anschluss mit NVMe-Datenträgern. Durch den M.2 Anschluss sind die Datenträger zum einen schön klein und durch das NVMe-Protokoll unfassbar schnell. Hier sind Übertragungsraten von vielen Gigabytes pro Sekunde möglich. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, denn diese hohen Datenübertragungsraten und die sehr kleinen Datenträger produzieren unter Last eben auch jede Menge Wärme.
UGREEN war auch in diesem Bereich nicht untätig und hat verschiedene externe Gehäuse im Angebot. Für einen Test wurde mir hier das USB4 M.2 NVMe SSD Gehäuse überlassen, welches Platz für eine solche moderne M.2 NVMe-Festplatte bietet und diese mit bis zu 40 Gigabit direkt mit dem Computer verbinden soll. Dabei werden USB4 und auch Thunderbolt 3, 4 und 5 zum Anschluss unterstützt, die allesamt ebenfalls diese bis zu 40 Gigabit unterstützen.
Hier zunächst einmal die relevanten Spezifikationen des Gehäuses:
- Eingang: 1x USB-C (Thunderbolt 3/4/5, USB4)
- Kompatibler M.2 Slot: M-Key / B+M Key
- Unterstützte Laufwerke: M.2 NVMe SSD mit den Größen 2230/2242/2260/2280
- Stromversorgung: 5V, 3A
- Betriebssystemkompatibilität: Windows / MacOS / Linux
- Maße: 12,2 x 6,6 x 2,7 cm
- Gewicht: ca. 270 g
Unboxing

In der kleinen Verpackung befindet sich neben dem Gehäuse an sich noch ein 30 cm langes USB4-Kabel, ein Schraubendreher, eine Anleitung, ein Kühlpad für die NVMe und zwei Schrauben zur Befestigung.
Das Gehäuse ist UGREEN-Typisch super verarbeitet. Es gibt keine Ecken und Kanten und alles passt perfekt ineinander. Das Gehäuse ist vollständig aus Metall gefertigt und wirkt sehr robust. Auf der Oberseite befinden sich zwei kleine Kreuzschrauben. die mit dem mitgelieferten Schraubendreher geöffnet werden können. Werden sie geöffnet, ist der Bereich für die NVMe zugänglich. Hier befindet sich bereits eine vorinstallierte Befestigungsschraube, mit der die NVMe schnell befestigt werden kann. Eine kleine Einkerbung in der Schraube kann hier zur Arretierung der NVMe genutzt werden. Kommt diese Schraube einmal abhanden, sind zwei weitere Schrauben im Lieferumfang, die hier helfen können.
Meine Samsung 980 M.2 NVMe habe ich binnen weniger Sekunden eingesteckt und mit der vorhandenen Schraube befestigt, sodass das Gehäuse schnell wieder mit den beiden Schrauben verschlossen werden kann.
Das mitgelieferte 30 cm lange USB4-Kabel ist recht steif, erfüllt aber seinen Zweck. Problemlos lässt sich damit das Gehäuse mit meinem MacBook Pro mit M1 Pro und drei TB4/USB4-Anschlüssen anschließen. Eine Adaptierung auf klassisches USB-A ist hier nicht möglich, da über USB-A-Anschlüsse keines der vom Gehäuse genutzten Protokolle TB / USB4 genutzt werden können.
Nach dem Anschluss wird die NVMe sofort erkannt und ist sofort nutzbar. Um die Leistung zu testen, habe ich den AJA System Test und den Blackmagic Disk Speed Test verwendet, die beide für besonders hohe Datenübertragungsgeschwindigkeiten optimiert sind.
Mit meiner verbauten Samsung 980 SSD, die nun schon einige Jahre auf dem Buckel hat, erziele ich hier mit beiden Tools in etwa 2 GB/s schreibend und etwa 3 GB/s lesend, wobei es hier durchaus ein paar kleine Abweichungen nach unten im Test von Blackmagic gibt. Laut Datenblättern, die ich im Internet finden konnte, kann die NVMe in der Theorie sogar bis zu 3GB/s schreibend und bis zu 3,5 GB/s lesend arbeiten. Da hier aber verschiedenen Controller verbaut wurden und die NVMe bereits 5 Jahre alt ist, schiebe ich die Abweichung nicht auf das Gehäuse, sondern auf das Alter meiner zum Testen genommenen NVMe.
In den Mac Systeminformationen ist ganz klar zu entnehmen, dass das Gehäuse mit einer Geschwindigkeit von 40 Gigabit/s über USB4 verbunden ist:
Dadurch das das Gehäuse bedingt durch seinen Aufbau im Prinzip ein großer Kühlkörper ist, wird die entstehende Abwärme der NVMe super auf das gesamte Gehäuse übertragen und auch nach mehreren Minuten der Benchmarks habe ich es nicht geschafft, dass die NVMe gedrosselt wurde. Bei moderneren, schnelleren NVMes kann das natürlich dennoch der Fall sein, allerdings habe ich aktuell leider keine schnellere, neuere NVMe zur Hand, sehe hier aber grundsätzlich kein großes Problem.
Wichtig zu erwähnen ist, dass bei der Nutzung des Gehäuses ganz klar auf die verwendeten Datenträger geachtet werden muss. Im M.2 Bauformat gibt es nämlich nicht nur NVMes, sondern ebenfalls noch günstigere SATA-Laufwerke. Diese können mangels SATA-Controller nicht in diesem Gehäuse verwendet werden.
Fazit
Das hier getestete USB4 M.2 NVMe SSD Gehäuse von UGREEN ist im Vergleich zur Größe einer M.2 NVMe ein ganz schöner Brocken. Mit seinen 270 g und den großen Maßen verschwindet es definitiv nicht in jeder Jackentasche, wie andere Konkurrenzprodukte. Dafür bietet das Gehäuse aber Performance satt und das auch wirklich konstant ohne unangenehm heiß zu werden. Durch die Verbindung mittels USB4 oder Thunderbolt mittels USB-C-Anschluss ist das Gehäuse dazu noch kompatibel zu den meisten aktuellen Geräten.
Die nicht erreichten maximalen Datenübertragungsraten meiner NVMe gemäß Datenblatt schiebe ich auf das Alter des Datenträgers und nicht auf das Gehäuse. Hier war die ganze Zeit eine stabile Verbindung mit 40 GBit/s vorhanden. Wenn ich einen Kritikpunkt finden müsste, könnte ich mich allenfalls über das recht steife und kurze USB4-Kabel auslassen, welches beim Bewegen das ein oder andere Mal das Gehäuse auf die Seite geworfen hat, gerade wenn ich das Gehäuse zwischen Laptop und Smartphone umgesteckt habe. Alles andere an dem Gehäuse finde ich durchaus empfehlenswert. Mit dem Gehäuse können M.2 NVMe SSDs problemlos wie ein interner Datenträger verwendet werden, sodass dies als gute Speichererweiterung funktioniert und keine Leistungseinbußen, wie bei früheren USB-Festplatten hingenommen werden müssen.
Ganz günstig ist das Gehäuse allerdings leider nicht. Der reguläre Preis beträgt 79,99 Euro. Aktuell ist das Gehäuse allerdings bis zum 04.01.2026 um 27 % reduziert und somit für 58,76 Euro bei Amazon bestellbar. Auch das ist nicht unbedingt günstig, aber in Kombination mit einer guten M.2 NVMe durchaus noch günstiger, als die teure Speichererweiterung bei vielen Herstellern von OEM-Geräten.
Disclaimer: UGREEN hat uns das Gehäuse kostenlos zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf die Berichterstattung oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gibt es nicht.
Der Beitrag Gadgetcheck: UGREEN USB4 M.2 NVMe SSD Gehäuse erschien zuerst auf Dr. Windows.
zum Artikel...