Gadgetcheck: Pitaka MagEZ Slider 2 – Konsequente Weiterentwicklung?

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Gadgetcheck: Pitaka MagEZ Slider 2 – Konsequente Weiterentwicklung?

Pitaka MagEZ Slider 2


Im Mai letzten Jahres habe ich euch den Pitaka MagEZ Slider vorgestellt. Ein kompaktes Ladegerät mit der Möglichkeit, Smartphone, Kopfhörer und Smartwatch gleichzeitig aufzuladen. Ebenso sind Features wie Apple MagSafe enthalten und auch eine kleine Powerbank ist ebenfalls abnehmbar inklusive.

Mittlerweile gibt es eine zweite Generation des Multifunktionsladegeräts, welches ich freundlicherweise von Pitaka für einen Test zur Verfügung gestellt bekommen habe.

Die technischen Spezifikationen lesen sich recht ähnlich.

Die Größe und die Optik sind nahezu identisch. Das Dock hat lediglich auf der linken Seite einen kleinen Schieberegler, ähnlich dem Apple Ringer Switch der iPhones, eine Funktions-LED und ein kleineres Gel-Pad auf der Unterseite bekommen. Das Gesamtgewicht ist hierbei von 170 g auf 238 g angewachsen.
Die Powerbank besitzt weiterhin 4.000 mAh Kapazität und steigt im Gewicht von 106 g auf 112 g.

An der Eingangsleistung hat sich nichts verändert. Bei der Ausgangsleistung hingegen gibt es nun per Qi / MagSafe 7,5 W anstelle von 5 W maximal in der ersten Generation für das Smartphone, 5 W bleiben für die Kopfhörer und 10 W am USB-C-Ausgang verfügbar. All das setzt natürlich ein USB-C Ladegerät mit mindestens 20 W Leistung voraus.

Unboxing und Inbetriebnahme​


Pitaka MagEZ Slider 2

In der Verpackung befindet sich das Ladedock inklusive Powerbank, eine Kurzanleitung und ein USB-C-Kabel. Ein Ladegerät für die Steckdose, wie noch in der ersten Generation dabei, befindet sich nicht im Lieferumfang. Da das Ladegerät der ersten Generation allerdings für mich hörbar gefiept hat, habe ich damit kein Problem. Ich nutze ohnehin ein Ladegerät mit zwei Ausgängen, um beide Nachttische mit Strom für die nächtliche Ladung zu versorgen.

Die Inbetriebnahme ist so einfach wie bei der ersten Generation. Kabel eingesteckt und schon funktioniert alles auf Anhieb. Die Powerbank ist vorgeladen und zeigt ziemlich deutlich die MagSafe-typische Anordnung der Magnete durch einen abgesetzten Farbton. Hier setzt man ganz klar weiterhin auf den von Apple etablierten Standard, bietet aber auch für Samsung Smartphones passende Hüllen aus der MagEZ-Reihe an, um diese kompatibel zu dieser Ladestation zu machen. Die aktuellen MagEZ 3-Hüllen hat Manuel kürzlich im Test gehabt.

Der Schieberegler an der linken Seite sperrt die Drehung des Sliders. Ist dieser betätigt, ist eine Drehung nicht mehr möglich und der Slider steht stabil. Wird der Schalter wieder umgelegt, kann der Slider frei gedreht werden.

Das Gel-Pad auf der Unterseite ist nun darauf ausgelegt, mehrfach gelöst zu werden. Es ist etwas kleiner als noch in der ersten Generation und hält dennoch sehr stabil auf den meisten Untergründen. Auf Oberflächen aus Leder sollte das Gelpad allerdings nicht befestigt werden. Hier warnt Pitaka vor Beschädigungen an der Oberfläche.

Neu bei der Powerbank ist, dass diese schon durch das einfach “Ansnappen” des Smartphones eingeschaltet wird. Hier ist es nicht mehr notwendig, den Knopf unter den Magneten zu betätigen, um die Ladung außerhalb des Sliders zu ermöglichen. Im Slider ist die Powerbank weiterhin die ganze Zeit aktiv und eingeschaltet. Bei meinem iPhone 12 Pro ermöglicht die Powerbank eine Nachladung von etwa 75-80 % im Alltagsbetrieb.

Auf der Rückseite befindet sich ein weiteres Qi-Pad, über den Kopfhörer geladen werden, sofern sie von der magnetischen Halterung in der korrekten Position gehalten werden. Dies ist mit den AirPods Pro manchmal ein wenig hakelig. Glücklicherweise sind hier zwei verschiedene Positionen mit der Magnethalterung einstellbar.

Fazit​


Der MagEZ Slider 2 ist in meinen Augen eine gute Weiterentwicklung der ersten Generation des Sliders. Meine Kritikpunkte damals waren das doch sehr einfache, freie Drehen und die Geräuschentwicklung des Netzteils. Das freie Drehen kann nun auf Wunsch ausgeschaltet werden und die Geräuschentwicklung gibt es nicht mehr, dafür ist leider auch kein Netzteil mehr enthalten. Somit wurden grundsätzlich erst einmal alle meine Kritikpunkte beseitigt.

Ein wenig schade ist, dass hier per MagSafe lediglich 7,5 W unterstützt werden, wo doch per MagSafe an sich 15 W durch Apple freigegeben sind. Auch gibt es keinen neuen Dongle zum Laden einer Apple Watch, um die Schnellladefunktion nutzbar zu machen. Der bestehende Dongle wird weiterhin mit dem Slider 2 vermarktet. Dieser hat zwar eine MFi-Zertifizierung, jedoch nur für die Standardladung der Apple Watch, welche bis zur Series 6 dem Standard entsprach.

Positiv finde ich allerdings, dass man hier nicht nur eine Ladestation für Apple-Geräte anbietet, sondern durch passende Hüllen auch weitere Smartphones, beispielsweise von Samsung, schnell und einfach kompatibel gemacht werden können. Durch den USB-C Port am Gehäuse kann außerdem nicht nur der Dongle für die Apple Watch, sondern jedes beliebige USB-C Gerät mit maximal 10 Watt Leistung angeschlossen werden.

Insgesamt finde ich, dass Pitaka hier eine sehr gute, wenn auch nicht ganz günstige Ladelösung, die nicht viel Platz einnimmt und recht anschaulich ist, für den Alltag geschaffen hat. Aktuell ist die Station für 126,65 Euro im eigenen Shop zu erstehen. Die Version mit Dongle für die Apple Watch schlägt mit 177,65 Euro zu Buche. Immerhin ist hier allerdings trotz besserer Leistung eine Reduzierung von etwa 20 Euro zum Vorgängermodell zu verzeichnen.



Disclaimer: Das Testmuster wurde uns von Pitaka kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

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