Gadgetcheck: AlphaESS BlackBee1000 – Große “Powerbank” für zwischendurch

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Gadgetcheck: AlphaESS BlackBee1000 – Große “Powerbank” für zwischendurch

AlphaESS BlackBee1000


Powerbanks sind für die meisten Leute im Zeitalter der Smartphones, Tablets und anderen Smart Devices schon fast nicht mehr aus dem Leben zu denken. Von klein bis groß gibt es von einer Vielzahl von Herstellern immer wieder neue Geräte. Seitdem der Markt von akkubetriebenen Elektrogeräten bis zu Elektroautos jedoch immer größer wird, gibt es auch einen immer größer werdenden Markt für noch größere “Powerbanks”, die irgendwo zwischen Hausspeicher und Portabler Powerbank liegen.

AlphaESS ist ein chinesischer Anbieter von Energiespeicherlösungen und dazu passenden Dienstleistungen. Das Portfolio beginnt bei “portablen Kraftwerken”, wie der Hersteller diese nennt, und geht bis zu Energiespeichern für die Industrie mit bis zu 936 kWh.

Das BlackBee 1000 ist ein solch tragbares “Kraftwerk” und bietet eine Kapazität von 1.036 Wh. Zur Einordnung: Dies reicht etwa für 70 Ladungen eines iPhone 12 Pro, welches ich nutze, oder für 20+ Stunden Betrieb eines Autokühlschranks oder auch für zehn Ladungen eines Laptops mit einer 100 Wh-Batterie.

Mit seiner Größe von 34,3 x 25,4 x 26,7 cm und dem Gewicht von 11,35 kg ist die “Powerbank” in meinen Augen gerade noch als portabel zu bezeichnen, auch wenn sie so natürlich nicht in ein schlankes und leichtes Reisegepäck für eine Rucksacktour passt.

Unboxing​


AlphaESS BlackBee1000 Verpackungsinhalt

In der Verpackung befindet sich zunächst einmal die “Powerbank”, bzw. das portable Kraftwerk. Mitgeliefert werden ein USB-C-Kabel, welches zum Be- und Entladen genutzt werden kann, ein 12 V Autoladekabel und ein Netzteil für die Ladung an einer Schuko-Steckdose. Außerdem befinden sich noch ein Handbuch und eine Garantiekarte mit im Karton.

Geliefert wurde das Kraftwerk mit einem Ladestand von 80%, welches das kleine Display durch einen Druck auf die “Info”-Taste anzeigt. Zudem werden auf dem Display Ein- und Ausgangsleistung angezeigt.

Zum Beladen des Kraftwerks gibt es vier verschiedene Möglichkeiten.

  1. Das mitgelieferte Schuko-Netzteil / Ladezeit etwa 8 Stunden
  2. Das mitgelieferte 12 V Autoladekabel / Ladezeit 10 bis 12 Stunden
  3. Portable Solarpanels mit max. 200 W / Ladezeit 6-7 Stunden, abhängig von der Sonneneinstrahlung
  4. USB-C / Ladezeit 10 bis 12 Stunden bei USB-PD mit 100 W

Ein portables Solarpanel mit 200 W wurde mir ebenfalls zur Verfügung gestellt. Dieses ist sehr handlich und gut tragbar. Für mich sehr smart gedacht ist, dass das Panel an sich gleichzeitig Transporttasche ist. Es ist von außen mit Stoff bezogen und hat einen Tragegriff. Es wird in vier Segmenten zusammengefaltet und dann mit einem starken Klettverschluss verschlossen, sodass es einfach transportiert werden kann. An der Außen- / Rückseite des Panels ist noch eine kleine Tasche aufgenäht, aus der auch gleich das Ladekabel kommt.

Schade an dieser Stelle ist allerdings, dass das Panel nicht den Stecker-Standard MC4 für Solarsteckverbindungen nutzt, sondern einen klassischen Hohlstecker, der für eben dieses “Kraftwerk” ausgelegt ist. Somit kann das Panel nicht mit anderen Solarlösungen zum Erhöhen der Leistung verbunden werden. Auf der einen Seite im Produktdesign sehr smart gedacht, auf der anderen Seite dann leider doch wieder ein wenig unpraktisch.

Das mitgelieferte Schuko-Netzteil transformiert ebenfalls aus Gleichstrom und speist in dieselbe Hohlsteckerbuchse ein wie die Solarpanele. Gleichzeitiges Aufladen über eine Steckdose und den Solareingang ist somit nicht möglich.

Schön finde ich, dass auch der 100 Watt USB-C Anschluss zum Be- und Entladen genutzt werden kann, auch über eine Onboardsteckdose von KFZ mit 12 V kann das “Kraftwerk” aufgeladen werden. Hier bleiben bis auf die parallele Beladung von Solar und Steckdose also eigentlich keine Wünsche offen.

Entladen werden kann das Kraftwerk dann ebenfalls über eine Autosteckdose, zwei Hohlsteckerbuchsen, den USB-C Anschluss mit 100 W PowerDelivery, einen USB-C Anschluss mit 15 W, zwei USB-A Anschlüssen, drei Schuko Steckdosen und zwei Qi-Ladepads auf der Oberseite. Hier bleiben also ebenfalls keine Wünsche unerfüllt. Die maximale Last, die über den Wechselrichter, also an den Schuko-Steckdose betrieben werden kann, beträgt 1 kW. Für einen Wasserkocher, einen Toaster oder eine Kaffeemaschine könnte es hier allerdings im Dauerbetrieb duster aussehen. Kurzzeitig ist eine Last von bis zu 2 kW Gesamtleistung aber durchaus möglich.

Auf der Rückseite des Kraftwerks gibt es auch noch eine Lampe, die entweder einfach nur leuchten, oder auch SOS als Morsecode blinken kann. Im Großen und Ganzen handelt es sich hierbei um einen guten Wegbegleiter für einen modernen Campingausflug, sofern dieser nicht zu Fuß und mit Rucksack bestritten wird. Auch für Festivals ist ein solches Gerät empfehlenswert und kann die Qualität des Campingurlaubs durch Nutzung gewohnter Alltagsgeräte, die allesamt Strom benötigen, durchaus erhöhen. Durch das 200 W Solarpanel kann auch bei einem längeren Campingurlaub immer wieder genug geladen werden, um Smartphones, Tablets und ggf. auch Laptops immer mit Strom zu versorgen. Für einen mobilen Lautsprecher oder eine Luftpumpe zum Aufpusten der Luftmatratze sollte auch noch genug Energie im Akku sein.

Das kleine, aber ausreichend informative Display zeigt auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbar auf Tastendruck den aktuellen Ladestand, die Be- und Entladung der Batterie an und zeigt so alles, was nötig ist.

Fazit​


In meinen Augen ist das “mobile Kraftwerk” BlackBee 1000 ein tolles Gerät. Durch sein Gewicht von etwa 11 kg ist es deutlich praktischer in der Nutzung, als das bereits von mir im letzten Jahr getestete “mobile Kraftwerk” mit 2 kWh. Natürlich hat es auch nur die Hälfte an Kapazität, allerdings ist es viel praktischer im Alltag nutzbar als der “Klotz” mit fast 25 kg.

Die Verarbeitung ist gut und die Leistung absolut ausreichend. Für Ausflüge zu einem Festival oder für eine Feier auf unserer Terrasse (ohne Stromanschluss) wird dieses Gerät in jedem Fall mein treuer Begleiter sein. Sollte ich noch einmal einen Campingurlaub mit Zelt angehen, werde ich das BlackBee 1000 ebenfalls einplanen.

Natürlich ist der Preis mit aktuell 1.099 Euro bei Amazon recht hoch, aber Akkus sind einfach zum aktuellen Zeitpunkt noch recht teuer. Aktuell gibt es einen aktivierbaren 10 % Coupon, wodurch der Preis unter die 1.000 Euro-Marke fällt. Immer noch nicht günstig, aber verglichen mit den Wettbewerbern in ein und derselben Preisregion.

Alles andere als günstig hingegen ist das 499 Euro teure Solarpanel SP200 bei Amazon. Hier gibt es deutlich günstigere Panels, die aber aufgrund der anderen Stecker wahrscheinlich nicht ohne Umbau mit dem Kraftwerk kombinierbar sind.

Mein einziger Kritikpunkt ist lediglich, dass das Laden an Steckdose und Solar nicht parallel möglich ist, da hierfür ein zweiter Eingang fehlt. Ansonsten kann ich dieses tragbare Kraftwerk für diejenigen, die nach einem solchen Gerät suchen, in jedem Fall empfehlen.

Disclaimer: Enthält Affiliate Links. Die Testmuster wurden mir vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

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