Festplatten fürs NAS

DS-Danila

gehört zum Inventar
Hallo zusammen,

da meine beiden NASse so langsam in die Jahre kommen, liebäugle ich mit einem Neukauf.
Es soll wieder ein 2bay-Gerät werden.

Bisher hatte ich beide Laufwerksschächte mit gleichen Laufwerken (Hersteller, Modell, Größe, Kaufdatum und Händler) bestückt.
Nun heißt es ja, dass (mit etwas Pech) ein Hersteller Serienfehler haben könnte, die zum gleichzeitigen Ausfall beider Laufwerke führen könnten.
Auch im normalen Alterungsprozess dürften sich Laufwerke derselben Serie ähnlich verhalten.

Daher meine unbedarfte Frage:
Macht es Sinn, das NAS mit Festplatten unterschiedlicher Hersteller zu bestücken?
Oder ist das eher kontraproduktiv?

Danke für eure Meinung.
 

koloth

Chef-Hypochonder
Laufen die Platten im RAID oder jede für sich?

Meine eigene, nicht wissenschaftlich fundierte Meinung:
Ich würde zu baugleichen Modellen greifen.

Wenn tatsächlich eine Serie Probleme hätte, würde ich darauf bauen, dass nicht beide Platten "tagesgleich" abrauchen.
Bei einem Problem kann man (hoffentlich) immer noch schnell genug reagieren, um die Daten der anderen Platte zu sichern.

Bei 2 unterschiedlichen Serien habe ich zweimal die Einzelchance, dass eine davon kaputt geht. Rein statistisch könnte die Chance, dass zumindest eine Platte den Geist aufgibt, höher sein.

Aber das ist nur ein Gefühl. :D
 

SoKoBaN

B.Ohlsen der alte Schwede
Teammitglied
Einfacher Tipp von mir, nimm Seagate Ironwulf. Oder was anderes. Nimm auf keinen Fall WD. Habe ich RED schon 6 Stück nach für ein NAS sehr kurzer Laufzeit tauschen müssen. Meiner Meinung nach taugt WD überhaupt nix mehr.

Ich kaufe grundsätzlich immer gleiche Platten. Noch nicht untergekommen, das das ein Problem besteht. Und letztendlich hängt an meinen NAS auch immer noch die USB-Backup Platte. ;)
 

DS-Danila

gehört zum Inventar
Danke erst einmal.

Bisher verwende ich zwei Seagate Barracuda 1TB aus 2010 (ups!) ohne Raid - also mit 2TB Speicherplatz,
und im anderen NAS zwei WD Red 2TB aus 2013 (nochmal ups!) mit Redundanz - also ebenfalls 2TB Speicherplatz.
Wobei alle 4 recht wenig Laufleistung haben, da die Geräte i.d.R. nur zweimal wöchentlich ca. 8 Stunden laufen.

Aus dem Bauch heraus, ohne Testberichte studiert zu haben, ist mir Seagate sympathischer.
Von WD habe ich noch eine externe Platte (WD Book oder ähnlich); dazu gab es mal ein Firmwareupdate ohne Angabe, was es eigentlich tut.
Damals hatte ich bei WD nachgefragt und wurde mit einer dreisten Antwort nach dem Schema "verraten wir dir nicht, geht dich nichts an" abgespeist. Fand ich äußerst unprofessionell. Aber auch zu Seagate wurde hier im Forum ja schon gesagt: "Sea gate oder Sea gate nicht."; meine jedenfalls "gate" bisher sehr gut ;)

Preislich ist momentan WD Red scheinbar günstiger als die Ironwolf (ich tendiere zu den 6TB-Platten); das ist aber natürlich nicht das einzige Kriterium.
 

Gamma-Ray

Moderator
Teammitglied
Es gibt bei WD von der RED auch mehrere Versionen, zum Beispiel die hier kostet rund 110 Euro für 4TB.
Da laufen in meinem PC 2 Stück von, die ich regelmäßig synchronisiere.
Ich kann eigentlich nichts schlechtes über die Platte sagen und der Händler hier im Ort verkauft sie als
sehr gute Platte, die wie warme Semmeln weggehen.
Die dreht mit 5.400 relativ langsam und man hört sie kaum, Ausfälle hatte ich noch nicht.
Aber im Rechner ist das vielleicht auch anders als im NAS.


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Timelord

assimiliert
Letztes Jahr gab es einige Berichte zu einer neueren Plattentechnik:
SMR (Shingled Magnetic Recording)
Das fiel wohl zuerst mit WD-Platten auf, betraf später dann wohl mehrere der namhaften Hersteller.

Ob es heute noch ein Problem ist, oder ob es z. B. durch NAS-Updates behebbar war: Keine Ahnung.
Ich hatte mir das unter "beim nächsten Plattenkauf mit beschäftigen" abgelegt, habe aber noch genug Platz und genügend Backup-Platten.
 

DS-Danila

gehört zum Inventar
So, habe das Ganze sacken lassen, drüber geschlafen und etwas recherchert:

Mein zukünftiges NAS soll ein Synology DS220+ werden.
Auf der Kompatibilitätsliste ist kein WD Red gelistet, nur das teurere Red Plus.
Da auch Heise vor WD Red mit SMR warnt (z.B. WD60EFAX), bin ich skeptisch.
Die Kompatibilitätsliste nennt neben den (teureren) Toshiba N300 noch das Ironwolf in der ST6000VN001-Variante.
Das soll dann auch ein CMR-Modell sein, wenn ich es richtig gelesen habe.

Tendenz ist also: zwei baugleiche Ironwolf ST6000VN001.

Habt ihr Einwände oder Ergänzungen?
 

SoKoBaN

B.Ohlsen der alte Schwede
Teammitglied
Synology + 2 Ironwolf.
Du hast alles Richtig gemacht.
Vermutlich hast du sehr viele Jahre Freude an einem stabilen & guten System.
Und wenn nicht, musst du dich nicht ärgern, weil du mistige Komponenten gekauft hast, dann wars einfach Murphy ;)
 
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