Fast ein Viertel aller deutschen Haushalte ist offline

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
23 Prozent aller deutschen Haushalte haben aktuell keinen Zugang zum Internet.
Dies ist nicht etwa eine Meldung über eine großflächige DSL-Störung, sondern beschreibt den Normalzustand.
Hauptsächlich Single- und Zweipersonenhaushalte ohne Kinder sind noch vollständig vom Netz abgeschnitten - zum größten Teil, weil sie das so wollen.

Das ist das Ergebnis einer Studie des statistischen Bundesamtes.
93 Prozent der aktuell 28 Millionen Haushalte, die ins Internet gehen, tun dies über einen "schnellen Anschluss" - wobei hier bereits eine UMTS-Mobilfunkverbindung als "schnell" gilt.
Vom Breitband-Ziel der Bundesregierung - 50 Megabit für Alle - sind wir also noch meilenweit entfernt.
Abhilfe ist wohl so schnell keine in Sicht - die Telekom investiert nur dort, wo es sich lohnt, und der LTE-Ausbau geht nur schleppend voran.

Hier in meiner Heimatstadt Rastatt ist fast alles vertreten - von "gar kein DSL" in den Vororten über reguläres DSL und VDSL in einigen Gebieten bis hin zu Glasfaser (ab 2012) mit bis zu 200 Mbit.
Ein grausiger Flickenteppich, und im Rest von Deutschland sieht es wohl nicht besser aus.
 

Pixel-Toast

schläft auf dem Boardsofa
Ganz ehrlich, ich sehe auch kein Ende in Sicht, was diesesn zerlegte Kuchen, in dem die einen über die schnellste Internetleitung der Welt, die andern über fast gar nichts verfügen, betrifft.

Für die nächsten Tage halte ich mich in der Stadt auf, da ist es wunderbar, DSL6000, wie wir es hier haben, reicht mir wunderbar aus und selbst das 3G-Netz hier bietet mir Geschwindigkeiten, vergleichbar mit DSL2000, wenn es denn so sein soll.

Doch bis auf weiteres, wohne ich eigentlich noch auf dem Land und da können wir gerade uns gerade mal über DSL1000 erfreuen, umso mehr, weil wir in einem Loch leben, um dem herum alles an Technik herrscht, bloß im Loch selbst fast nicht.
Am Ende des Dorfes gelegen, in dem ich normalerweise hause, ist Hoffnung auch fast vergebens, denn die ganze Ortschaft sei schon mit schnellerer Anbindung versorgt, nur bis wir an die Reihe kommen, dauert es wohl noch einige Zeit, wenn überhaupt.

Grund genug für mich, dass ich bald umziehe.
Doch dies mal außer Acht gelassen, frage ich mich, wo ist hier die gerechte Aufteilung von Kapazitäten?

Begeistert war ich damals, als es hies, 3G soll Flächendeckend ausgebaut werden, gerade in den ländlichen Gegenden, wo kein DSL vorherrscht, doch machen sie?
Werkeln an 4G/LTE und haben 5G auch schon fertig, müssen nur noch die Technik zum akzeptablen Preis durch bekommen.

Wie wäre es, wenn man sich mal um das kleinste machbare kümmert und dann immer aufrüstet?
Wobei, warum mach ich mir überhaupt die Mühe und sage das?

Gemacht wird das eh nicht, die Firmen wollen immer nur das neuste dem Kunden andrehen und kommen damit leider auch durch, muss man doch entweder mitziehen, oder bleibt auf der Strecke liegen.
 
D

ditto

Gast
@Pixel-Toast
Das ist der Grund, warum der Telekom die Bestandskunden weglaufen und auf diesem Sektor wird wesentlich mehr Aufwand investiert durch Aquisition als im übrigen Sektor, jedoch mit mässigem oder mangelndem Erfolg. Kunden, die auch die Mittel haben, kannst du alles verkaufen, solange es sich gut liest, ausschaut und sch damit im gewissen Umfang vor die Konkurrenz setzen kann. Die letzten Prestigeobjekte der Telekom sind für 0.x Promille aller angeschlossenen Benutzer, dafür gibt es auch Entwicklungszuschüsse vom Staat/EU - damit wird der Batzen gemacht. Das ist jedoch kein Einzelphänomen, sämtliche großen Unternehmen handeln so. Im Handwerk würde so ein Laden kein erstes Jahr überleben, die Schere klafft nicht nur bei Arm und Reich so weit auseinander.

gd.
 
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