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Und jetzt?
Teammitglied
Wer hätte gedacht, dass man im Jahr 2012 mit einem Schwarz-Weiss-Stummfilm noch derart abräumen kann?
Der französische Film "The Artist" bekam gleich fünf der begehrten Oscar-Trophäen.
Neben der Auszeichnung als bester Film wurden noch Regisseur Michel Hazanavicius und Hauptdarsteller Jean Dujardin geehrt. Außerdem gewann The Artist noch die Oscars für die besten Kostüme und für die beste Musik.
Auch "Hugo Cabret" konnte fünf Preise einstreichen.
Meryl Streep wurde für ihre Darstellung von Margret Thatcher in "Die eiserne Lady" als beste weibliche Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Die deutschen Hoffnungen wurden leider nicht erfüllt. Weder der Kurzfilm "Raju"noch Wim Wenders Dokumentation "Pina" erhielten einen Oscar. Deutsch gesprochen wurde auf der Bühne aber trotzdem - Sandra Bullock (aufgewachsen in Nürnberg) kündigte den besten ausländischen Film in ihrer zweiten Muttersprache an.

Hier die Liste aller Preisträger:

  • Bester Film: The Artist
  • Beste Regie: Michel Hazanavicius (The Artist)
  • Bester Hauptdarsteller: Jean Dujardin (The Artist )
  • Bester Nebendarsteller: Christopher Plummer (Beginners)
  • Beste Hauptdarstellerin: Meryl Streep (Die Eiserne Lady)
  • Beste Nebendarstellerin: Octavia Spencer (The Help)
  • Bester animierter Spielfilm: Rango
  • Bestes Szenenbild: Hugo Cabret
  • Beste Kamera: Hugo Cabret
  • Bestes Kostümdesign: The Artist
  • Bester Dokumentarfilm: Undefeated
  • Bester Dokumentar-Kurzfilm: Saving Face
  • Bester Schnitt: Verblendung
  • Bester fremdsprachiger Film: Nader und Simin - eine Trennung (Iran)
  • Bestes Make-up: Die Eiserne Lady
  • Beste Filmmusik: The Artist
  • Bester Song: Man or Muppet aus Die Muppets
  • Bester animierter Kurzfilm: The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore
  • Bester Kurzfilm: The Shore
  • Bester Tonschnitt: Hugo Cabret
  • Bester Ton: Hugo Cabret
  • Beste visuelle Effekte: Hugo Cabret
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten
  • Bestes Originaldrehbuch: Midnight in Paris
  • Ehrenoscar: James Earl Jones
 

jakabar

Kino Beauftragter
Wer hätte gedacht, dass man im Jahr 2012 mit einem Schwarz-Weiss-Stummfilm noch derart abräumen kann?


War nicht überraschend! Der Film hat im Voraus bereits so viele Vorschusslorbeeren bekommen, das ein Sieg bei den Oscars schon fast sicher war. Das Geheimnis darin liegt einfach in der Tatsache begründet, das ein Schwarz-Weiß-Stummfilm im Zeitalter von 3D und "Größer-Breiter-Härter"-Effekten dermaßen heraus sticht, das es schon weh tut. In den 1920/30ern hätte dem Film wahrscheinlich niemand Beachtung geschenkt. Der Film ist eben etwas Besonderes im Action-Einerlei der letzten Monate. Da darf er ruhig ein paar Oscars abräumen. Für den Mut so einen Film in der heutigen Zeit zu drehen allemal!
 
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