Erdowahn hat die Schleusen geöffnet

Desperado

Evolutionär
https://www.welt.de/politik/ausland/article206223203/Tuerkei-EU-Behoerde-Frontex-schickt-Verstaerkung-an-griechische-Grenze.html

Erdowahn ist wortbrüchig geworden und läßt jetzt, wie mehrfach angedroht, Migrationswillige Richtung EU ziehen. Griechenland ist bemüht, nach Kräften seine EU-Außengrenze zu schützen. Ich hoffe, daß die EU diesem Erpressungsversuch Erdowahns betreffs Unterstützung seines kriegerischen Abenteuers in Syrien widerstehen und ihn in seine Grenzen (zurück) weisen wird.
 

Grainger

Praktizierender Atheist
Die EU wird sich schnell etwas einfallen lassen müssen, wie sie auch ohne die (zweifelhafte) Unterstützung Erdogans ihre Außengrenzen sichern will.
Hätte man ja schon lange machen können, aber nach der ersten Flüchtlingskrise hat man halt die Hände in den Schoss gelegt und sich zu 100% auf die Türkei gesetzt.
Noch nicht mal über die Einrichtung von UN-Flüchtlingslagern und eine quotierte Aufnahme von Flüchtlingen hat man sich einigen können, weil die größten Subventionsempfänger innerhalb der EU geblockt haben.

Ob die Behauptung Erdogans, dass die EU nicht mit den versprochenen Hilfsgeldern rüber gekommen ist, stimmt, kann ich nicht beurteilen.
Falls ja hat man sich gleich zwei Mal dumm verhalten:
1) sich auf Erdogan zu verlassen
2) nicht zu zahlen

Wie man die Flüchtlingsströme von der EU fernhalten will ohne notfalls auch zu Gewaltmaßnahmen zu greifen weiß ich nicht, aber souveräne Staaten haben das Recht ihre Grenzen zu schützen und auch zu entscheiden, wenn sie herein lassen wollen.

Das wird dauerhaft wohl nicht ohne Maßnahmen funktionieren, die vielen nicht gefallen werden. Da muss man sich nichts vormachen.

Und auch Frau Merkel wird eine zweite Flüchtlingswelle wie 2015/2016 nicht mehr willkommen heißen, dass wäre für die CDU/CSU politischer Selbstmord und würde der AfD massenhaft Wähler in die Arme treiben.

Ich fürchte, man wird sich wieder mal Erdogan anbiedern (müssen).
Und ich fürchte auch, dass man früher oder später wieder vor der gleichen Situation stehen wird und innerhalb der EU immer noch keinen Schritt weiter gekommen ist.
 

Amon

assimiliert
Eure Empathiebefreitheit, Desperado und Grainger, gegenüber den Flüchtenden macht mich wie immer traurig und wütend.

Soweit ich weiß hat Erdogan sein Geld bekommen, meine Infos stammen da größtenteils aus dem Radio, DLF beim pendeln.

Die Frage sollte nicht sein wie wir uns besser abschotten und notfalls mit Gewalt, gibt es schon genug, direkt und indirekt z.B. in den Lagern auf den griechischen Inseln.
Die Frage sollte vielmehr sein, wie man die Geflüchteten verteilt, wie man legale Fluchtwege ermöglicht und den Schleusern Einhalt gebietet.
Es werden nicht weniger werden und wir werden sie nicht alle verrecken lassen können.
Grenzen zu schützen heißt, sich vor militärischen Übergriffen zu schützen.
Jeder Mensch hat erstmal das Grundrecht sein Land zu verlassen und woanders zu leben.
 

chmul

Moderator
Teammitglied
Ich sehe das ein bisschen anders. Jedes Land kann entscheiden, ob man jemand reinlässt, wen man reinlässt und ggf. wie lange man ihn im Land haben möchte. Nun hat Deutschland verschiedene Abkommen unterzeichnet und falls diese Abkommen dieses Recht zur Entscheidung einschränken, dann ist das so hinzunehmen. In anderen Worten: Innerhalb der Vorgaben kann Deutschland bzw. die EU (meiner Ansicht nach) die Grenzen dicht machen, solange die Abkommen nicht verletzt werden.

Das Recht in irgendein Land einzureisen und dort zu leben, sehe ich nicht als gegeben an. Dennoch bin ich dafür im Rahmen unserer Möglichkeiten Flüchtlinge aufzunehmen. Und ich sehe die restlichen EU-Länder da ebenfalls in der Pflicht. Allerdings hat Deutschland da schon eine gewaltige Vorleistung erbracht. Würden wir nochmals eine solche Zahl an Flüchtlingen aufnehmen, wäre der Rahmen unserer Möglichkeiten erschöpft.

Aber es ist mit dem Flüchtlingsproblem wie mit allem im Moment: Es gilt eine europäische Antwort zu finden.

Die Lösung wird aber weder die Verteilung noch legale Fluchtwege bringen. Ziel muss es sein die Fluchtursachen zu beseitigen. Krieg und Armut. So lange wir gewisse Staaten für Machtspiele und Geointeressen ausnutzen und auf deren Gebiet Stellvertreterkriege führen, so lange sind wir es, die die Flüchtlingsströme erzeugen. Dabei ist halt blöd, dass es vor allem die USA und Russland sind, die Kriege befeuern aber von den Flüchtlingen nicht betroffen sind. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass dort das eigentliche Problem liegt.
 
Zuletzt bearbeitet:

---rOOts---

Senior Member
Nach kurzem Überlegen komme ich zu folgendem Schluss!
Menschenleben sind nichts wert! Menschen sind nur Ressourcen, die nach gut dünken eingesetzt und ausgespielt werden.

Da werden Deals mit Algerien, Libyen, Niger und Tschad gemacht, Menschen werden wieder in die Wüste,
ohne Nahrung, ohne Wasser gekarrt und sich selbst überlassen. Alle wissen es, aber wichtig ist nur,
dass in Europa keine Flüchtlinge ankommen.
Türkei bekommt Geld in den Arsch geblasen, angeblich um die Flüchtlinge zu versorgen,
kaufen aber fürs Geld in Europa massenhaft Waffen. Alle wissen das, aber Scheißegal,
der Rubel rollt und Flüchtling werden ferngehalten.

Wichtig ist also nur, dass die Wirtschaft brummt!
Wer mal ernsthaft darüber nachdenkt und schaut wie die Politik der letzten (10 oder 30)
Jahren ausgerichtet ist/war, wird fest stellen, dass für die Menschen nie wirklich was gemacht wurde.
Alles Zielte nur darauf ab, der Wirtschaft den Arsch zu pudern.
Die Zeiten, dass die Wirtschaft den Menschen zu dienen hat, ist m.M. seit den 80'ern vorbei.

Der Mensch hat der Wirtschaft zu dienen und ist nur noch eine austauschbare Ressource.

Kann es sein, dass ich gefrustet bin?
 

Grainger

Praktizierender Atheist
Eure Empathiebefreitheit, Desperado und Grainger, gegenüber den Flüchtenden macht mich wie immer traurig und wütend.
Ich bin tatsächlich kein besonders emotionaler bzw. empathischer Mensch.
Ist halt so und ich beabsichtige auch nicht, mich diesbezüglich zu ändern.
Soweit ich weiß hat Erdogan sein Geld bekommen, meine Infos stammen da größtenteils aus dem Radio, DLF beim pendeln.
Er behauptet aber etwas anderes und imho wird ihm von Seiten unserer Regierung auch nicht energisch genug widersprochen.
Die Frage sollte nicht sein wie wir uns besser abschotten und notfalls mit Gewalt, gibt es schon genug, direkt und indirekt z.B. in den Lagern auf den griechischen Inseln.
Doch, genau das ist eine der Fragen.
Die Frage sollte vielmehr sein, wie man die Geflüchteten verteilt, wie man legale Fluchtwege ermöglicht und den Schleusern Einhalt gebietet.
Auch das muss geklärt werden.
Was imho aber nur über zentral verwaltete Flüchtlingslager geht.
Weiterverteilung innerhalb der EU dann erst nach Klärung und Feststellung der Personalität und ggf. Anerkennung des Flüchtlingsstatus.
Und wer nicht als Flüchtling anerkannt wird muss umgehend wieder abgeschoben werden.
Es werden nicht weniger werden und wir werden sie nicht alle verrecken lassen können.
Falls sich die schlimmsten Prognosen bezüglich des Klimawandels bewahrheiten sollten wird genau das die einzig mögliche Alternative sein, die Industrienationen werden nicht mehrere hundert Millionen Klimaflüchtlinge aufnehmen können (und das auch gar nicht wollen).
Grenzen zu schützen heißt, sich vor militärischen Übergriffen zu schützen.
Jeder Mensch hat erstmal das Grundrecht sein Land zu verlassen und woanders zu leben.
Und jeder Staat bzw. dessen Bürger hat das Recht, die Aufnahme dieser Menschen kritisch zu prüfen und ggf. zu verweigern.
Nur das dafür notwendige Regelwerk sollte innerhalb der EU einheitlich sein.
 

Grainger

Praktizierender Atheist
@roots

Unser System nennt sich selbst "Soziale Marktwirtschaft".

Nachdem man aber die soziale Komponente gegenüber der eigenen Bevölkerung seit mindestens 20 Jahren permanent reduziert erwartest Du doch nicht ernsthaft, dass man sich Fremden gegenüber sozial(er) verhält?
 
Zuletzt bearbeitet:

DeJaVu

treuer Stammgast
Man hat diesen bescheuerten Despoten gewarnt, sich in den Syrien-Krieg einzumischen. Und was macht dieser Vollpfosten?Mischt sich ein, bildet eine Schutzzone, attackiert Syrien, unterstützt noch andere Grüppchen. Und jetzt hat er eins auf's Maul zurück bekommen, bzw seine Truppen. Und aus Frust hält er sich nicht mehr an Verträge und lässt die Massen durch. Der Typ braucht ne Kugel, aber kein Eis. Sehr plakativ und einfach ausgedrückt, ich habe auch keine Lust, mich damit wirklich zu beschäftigen, dafür hat es Politiker. Nur eines sollten die jetzt nicht machen - nochmal über Anteile der Verteilung debattieren und nochmal 100.000e Flüchtlinge nach Deutschland lassen, das ist grad das falscheste Zeichen nach Hanau. Und gnade Erdogan, wenn Russland nach Säbelrasseln die Hunde von der Kette lässt, dann hat er den dritten Weltkrieg da unten.

PS
https://www.welt.de/politik/ausland...-Erdogans-Scheitern-Deutschlands-Problem.html
 

Amon

assimiliert

Hättest Du auch gerne "Willkommensgeld"?
Sozialer - das ist AfD Propaganda. Mit HartzIV hat man zwar auch viele Einschränkungen bezgl. Reisefreiheit, wenig Geld etc., aber es immer noch besser als Deutscher, als als Geflüchteter. Statt mal wieder das Eine gegen das Andere auszuspielen zu wollen müssen wir uns gegen den Abbau des Sozialstaates wehren.

@Chmul, klar Fluchtursachen bekämpfen. Das ändert aber nichts daran, dass die Flüchtenden jetzt da sind. Wenn das als Argument gegen Aufnahme genommen wird ist es doch nur wieder vorgeschoben. Klar denkt man zuerst an sich und seine Familie. Ich kann aber nicht so stark in "Wir und die" trennen. Sterbende Kinder an den EU Außengrenzen, wer kann das wollen oder in Kauf nehmen? Anscheinend viele.
Traurig erinnere ich mich an Supis Beitrag bezgl. "man muss retten" zurück (sonst ist man kein Mensch, sondern nur ein Häuflein Dreck - frei nach Astrid Lindgren aus "Die Brüder Löwenherz") und sehe jetzt sein Danke unter deinem Beitrag, der mich auch traurig macht, mit dem "Recht auf Grenzen und Abschottung". Irgendwelche Rechte herbeiziehen kann man immer - was richtig ist, fühlt man.

Willkürliche Grenzen von irgendwelchen Nationen sind einfach nur Bullshit. Die Erde gehört uns allen und es ist unsere Aufgabe fair damit umzugehen. Schön, wenn ihr gut in einer "gatet community" schlafen könnt. Ich kann's nicht.
*gähn*
 

SoKoBaN

B.Ohlsen der alte Schwede
Teammitglied
Amon, ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber
Die Erde gehört uns allen
ist tatsächlich Bullshit. Und ich erkläre dir auch warum. Ich komme aus einer Gesellschaft, in der hat Alles Allen gehört. Das nannte man Volkseigentum. Und weil Alles Allen gehörte, war auch keiner in irgendeiner Weise dafür verantwortlich. Im Bedarfsfall hat es ja auch dem Anderen gehört und der kann sich schließlich darum kümmern.
Wenn in bestimmten Ländern der Dreck auf die Straßen oder in die Flüsse gekippt wird, liegt das an genau dieser Denkweise. Gehört schließlich Allen, können dann die Anderen auch sauber machen.

Und ganz nüchtern, ob es dir gefällt oder nicht, das Krebsgeschwür dieses Planeten heißt Mensch. Je mehr davon verschwinden, auch in der Entstehungsphase um so besser.
Muss niemandem Gefallen, ist aber so.
 

shinshan

optimistischer Pessimist
Die Medien tun auch alles dafür, dass die "armen" Flüchtlinge (haben Smartphones usw) auch sehr schwer haben. Da werden Kleinkinder über ausgetreten Feuer gehalten, sodass der Rauch in die Augen kommen und anfangen zu weinen und schreien. Dann rennen die Erwachsenen schnell Richtung Kamera und halten das weinende Kind davor.
Oder am Strand wo eine Frau mit einem "Gummischlauch" um die Hüfte trägt und weinend vor der Kamera sitzt.

ich meine, wieso flüchten diese Flüchtlinge aus der sicheren Türkei Richtung andere EU-Staaten? Weil die kein Geld bekommen von der Türkei? Alles was Griechenland und deren Einwohner machen, halte ich für richtig und legitim. Soll Deutschland wieder einen Großteil auffangen? Das hat man ja 2015 gesehen, was passiert ist (falsche Angaben von denen usw.). Wer bezahlt dann diese Menschen? Richtig, die Steuerzahler. Mein hart erkämpftes und verdientes Geld ist dafür zu schade. Ohne Geld kommt man auf der Welt zu gar nichts.

Und ich bin mir sicher, wenn dies wieder kommt, dann haben die AFD-Partei viel leichteres Spiel, Wähler zu gewinnen.
 

Grainger

Praktizierender Atheist
BBC-Bericht von der türkisch/griechischen Grenze

Zumindest in den Kurzinterviews der BBC sind da auch nicht überwiegend Syrier unter den Flüchtlingen, sondern mehr Afghanen und alle möglichen Afrikaner.
We want to go to Germany, we don't want to stay here in Greece. You understand?
We want a better life for us, our families. That's why we crossed.
Das trifft jetzt mit Sicherheit nicht auf alle (oder auch nur einen Großteil) der Flüchtlinge zu, aber es zeigt schon wie viele denken.
Es geht nicht primär um die eigene Sicherheit, sondern darum seinen Lebensstandard zu verbessern. Das ist durchaus legitim und das würde ich selbst in vergleichbarer Situation wahrscheinlich ebenfalls versuchen.
Das bedeutet aber nicht, dass wir das auch noch gut heißen oder gar fördern müssen.

Innerhalb der EU (und wahrscheinlich sogar global) hat Deutschland immer noch mit die höchsten Sozialleistungen und natürlich hat sich das auch unter den Flüchtlingen (egal ob es nun politische oder wirtschaftliche sind) herum gesprochen.
 

Duftie

assimiliert
dass die "armen" Flüchtlinge (haben Smartphones usw)
Sorry, aber wenn ich sowas lese, keimt Wut in mir auf! Was würdest Du denn auf Deiner Flucht über tausende Kilometer mitnehmen? Die Fotoalben der Familie, ein schnurgebundenes Telefon mit Kabeltrommel und einen Telegrafenmast, damit Du Dich informieren kannst und Kontakte halten kannst?

Nur um mal zu differenzieren:
Ein Flüchtling muss nicht arm sein, es reicht, wenn er aus seiner Heimat vertrieben wurde oder vor Krieg und Verfolgung flüchtet. Die Definition "Flüchtling" sagt absolut nichts über den sozialen Status vor der Flucht aus. Ein Teil meiner Familie ist damals aus Ostpreußen geflohen. Alles was irgendwie passte wurde auf einen Karren geschmissen und versucht in den Westen zu retten. Arm waren meine Großeltern nicht, sie hatten in Ostpreußen einen Hof und ein gutes Einkommen. Als meine Oma mit ihren vier Kindern in Schleswig-Holstein ankam, hatte sie neben vielen Erfahrungen zum Thema Missbrauch und Gewalt nicht mehr viel, außer ein paar Fotos. Mit einem Smartphone in der Tasche wäre die Flucht sicherlich einfacher gewesen.

Dafür wurden Sie dann hier als Schmarotzer beleidigt und zunächst ausgegrenzt, weil sie ja arme Flüchtlinge waren, die nichts als Hunger mitbrachten. Aber damals war die Versorgung eben wirklich stark eingeschränkt. Heute jammern alle rum, weil sie Ihre sauer verdienten Steuern ja lieber irgendwelchen Banken in den Hintern schieben, anstatt es in Menschen investiert zu sehen.
 

SoKoBaN

B.Ohlsen der alte Schwede
Teammitglied
Ein Teil meiner Familie ist damals aus Ostpreußen geflohen. Alles was irgendwie passte wurde auf einen Karren geschmissen und versucht in den Westen zu retten. Arm waren meine Großeltern nicht, sie hatten in Ostpreußen einen Hof und ein gutes Einkommen.
Ging meiner Familie genau so. Da möchte ich aber anmerken, das die, sobald man sich in Sicherheit wähnte, die Reise abgebrochen haben. Der Krieg tobt gerade nicht in Polen, Tschechien Österreich oder anderen DE Anrainerstaaten. Das man sich im Falle von Bombenwetter oder bleihaltiger Luft verpisst ist ohne Diskussion legitim. Aber quer durch einen Kontinent, auf der Suche nach dem goldenen Topf am Ende des Regenbogens ist etwas Anderes. Meine Meinung.
 

Desperado

Evolutionär
...
Zumindest in den Kurzinterviews der BBC sind da auch nicht überwiegend Syrier unter den Flüchtlingen, sondern mehr Afghanen und alle möglichen Afrikaner. ...

Entsprechendes hatte ich in einem Bericht aus dem Grenzgebiet auch gelesen, 60% Afghanen plus Afrikaner. Der Rest wahrscheinlich Syrer.

"Eine Situation wie 2015 kann, soll und darf sich nicht wiederholen." (Angela Merkel)
"Wir müssen die Außengrenzen besser schützen." (Sebastian Kurz)
"Wir brauchen Asylzentren außerhalb Europas." (Emmanuel Macron)

Richtige Überlegungen der Politiker, aber abwarten und auf Erdowahn, ähm, Gott vertrauen, ist eben doch politisch bequemer als zu handeln.
 

Grainger

Praktizierender Atheist
Genauso würden wir alle in so einer Situatuion denken.
Natürlich.
Aber das sind dann eben Wirtschaftsflüchtlinge, die auch nach der UN-Charta kein Asylrecht haben.

Nicht jeder, der sich selbst als (politischen) Flüchtling bezeichnet, ist auch einer.
 
Zuletzt bearbeitet:

Duftie

assimiliert
Da möchte ich aber anmerken, das die, sobald man sich in Sicherheit wähnte, die Reise abgebrochen haben.
Wo war es denn, dank der verbrannten Erde, wirklich "schön" und wo konnte man als Deutscher überhaupt hin? Ich denke die Rahmenbedingungen waren etwas anders.

Aber das sind dann eben Wirtschaftsflüchtlinge, die auch nach der UN-Charta kein Asylrecht haben.
Sind aber trotzdem Menschen.
 

SoKoBaN

B.Ohlsen der alte Schwede
Teammitglied
Wo war es denn, dank der verbrannten Erde, wirklich "schön" und wo konnte man als Deutscher überhaupt hin? Ich denke die Rahmenbedingungen waren etwas anders.
Sich in Sicherheit wähnen ist etwas anderes als etwas Schönes suchen. Die Rahmenbedingungen sind sogar sehr ähnlich. Es herrschte Krieg. "Krieg bleibt immer gleich".

Sind aber trotzdem Menschen.
Totschlagargument.
Kann man nicht als Diskussionsgrundlage nutzen.
 

Duftie

assimiliert
Sich in Sicherheit wähnen ist etwas anderes als etwas Schönes suchen. Die Rahmenbedingungen sind sogar sehr ähnlich. Es herrschte Krieg. "Krieg bleibt immer gleich".
Auch unsere Vorfahren haben versucht die besten Optionen abzuwägen. Sonst dürfte es in Westdeutschland wohl kaum irgendwelche Ostpreußen gegeben haben. Die hätten ja nach der Ankunft im Reich alle Feierabend machen können. Und nein, Krieg ist nicht immer gleich. Im Krieg gibt es immer mehr Verlierer als Gewinner, aber die Art und Weise, auf die Kriege geführt werden, haben sich in den letzten 100 Jahren doch arg gewandelt.

Totschlagargument.
Kann man nicht als Diskussionsgrundlage nutzen.
Schon etwas schräg in einer Diskussion um Menschen, die an der Grenze zu verrecken drohen oder bei dem Versuch die Grenze zu überqueren niedergeknüppel werden von einem Totschlagargument zu sprechen ...

Aber es ist ein Fakt, dass wir an erster Stelle immer Menschen sind und die kulturelle/religiöse Zugehörigkeit oder die Nationalität erst im Nachgang kommen.
 
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