Es würde mich interessieren, ob die anderen Fähigkeiten darunter leiden oder nicht. Dass nur 2 Bereiche von über 20 sich verbessern ist eine Null Aussage, so lange nichts zum Rest gesagt wird. 150 Probanden sind selbst bei sorgfältiger Auswahl deutlich zu wenig, um eine nennenswerte statistische Signifikanz in Bezug auf die Gesamtzahl der Spieler hervor zu bringen.
Der Bericht war etwas reißerisch, denn die Charité hat kein größeres Hirnvolumen, sondern lediglich eine größere Dicke der Hirnrinde und ein ausgeprägteres Belohnungszentrum festgestellt.
Das Belohnungszentrum ist auch bei Süchtigen größer als bei "normalen" Menschen, denn es ist in den meisten Fällen der entscheidene Faktor für die Sucht und das größte jemals bei einem Menschen gemessene Hirnvolumen gehörte zu einem "Vollidioten" (Nicht meine Bezeichnung), der nicht einmal in der Lage war sich seinen eigenen Hintern abzuwischen (Fakt, keine Übertreibung), es wäre also keine besondere Qualifizierung, denn ein Gehirn nun einmal kein Motor, bei dem mehr Hubraum mehr Leistung verspricht.
Im lediglich zu Teilen im oben verlinkten Artikel zitierten
Original Artikel der Berliner Morgenpost steht übrigens, dass das Ergebnis am Rande einer Studie über Suchtverhalten bei Jugendlichen angefallen ist und dass Spielsüchtige (also die, von denen die Politik und der durchschnittliche BLÖD Leser annimmt, dass sie alle verkappte Amokläufer sind - SCNR) explizit aus der Studie ausgeschlossen wurden, also im Prinzip schon eine Gruppe ausgewählt wurde, die sowieso verantwortungsvoll mit dem Medium umgeht:
Spielsüchtige, die in ihrer Freizeit nichts anderes mehr machen außer am Computer zu sitzen und zu spielen, waren nicht in unserer Testgruppe
Auch ist die Schlussfolgerung "Mehr spielen = mehr Gehirn" ein wenig übertrieben, denn die konnte mit dieser Studie nicht getroffen werden:
Ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen der Spielhäufigkeit und den strukturellen Veränderungen am Gehirn gibt, soll eine der geplanten nachfolgenden Studien klären. „Es wäre ja auch denkbar, dass gerade die Jugendlichen, deren Hirnstruktur entsprechend ausgeprägter ist, sich stärker zu Computerspielen hingezogen fühlen und dann auch einfach häufiger spielen“, betont Simone Kühn.
Warten wir also auf das Ergebnis der nächsten Studie ...