Information Ein Bürger, zwei Bürger, drei Bürger... 82 Millionen Bundesbürger: Die Volkszählung

Wie viele Einwohner hat Deutschland? Wie viele hat die EU? Das ist eine Frage, die sich nicht nur der Bund, sondern auch die Europäische Union stellt. Daher hat das Bundeskabinett nun beschlossen, dass 2011 eine Volkszählung durchgeführt wird. Im Gegensatz zu den beiden letzten Volkszählungen in der BRD (1987) und DDR (1981) werden dieses Mal hauptsächlich Melde- und Verwaltungsregister ausgewertet, wodurch nur etwa 8% der Bevölkerung befragt werden muss. Und die wichtigste Information zum Schluß: Das ganze kostet den Steuerzahler 528 Millionen €.

Meine Meinung: Ich finde es zwar interessant, wie viele Menschen denn nun wirklich in Deutschland leben, aber ist den finanziellen und administrativen Aufwand wert, um dies herauszufinden? Eigentlich ist es doch egal, ob wir eine Millionen mehr oder weniger sind.

Quelle: heise online - Kabinett beschließt Volkszählung für 2011
 
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sirmes

assimiliert
Ich habe mich bei dem Thema schon oft gefragt, warum die Behörden das nicht wissen. Bei der Geburt werden Geburtsurkunden ausgestellt, wird das nicht irgendwo gespeichert (ob nun in schriftlicher oder elektronischer Form)? Jeder hat einen Ausweis, auch das müsste doch irgendwo hinterlegt sein. Ich kann nicht glauben, daß Deutschland so wenig Überblick über seine Bürger hat.
 
B

Brummelchen

Gast
Ich fang mal an - da ist der tobim - 1 - die sirmes - 2 - ich - 3 - also ganz viele :D

>> daß Deutschland so wenig Überblick über seine Bürger hat.

Je nech!? So viele schwarz eingewanderte - der ganze Dreck, den die mitschleifen,
wer soll das dann putzen. Und wie ist das mit den Deutschen in Posemuckel dingenskirchen,
also das, was ausserhalb unserer Grenzen liegt. Werden die dann unter den Teppich gekehrt,
wo nur ein Dyson sie wieder rausholen kann?

Bekommen wir dann Deutsch-Schwarz-Afrika wieder zugeschrieben?

Fragen über Fragen - wie sehen Sie das denn, Hauser?

:D
 
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Timelord

assimiliert
Im Gegensatz zu den beiden letzten Volkszählungen in der BRD (1987) und DDR (1981) werden dieses Mal hauptsächlich Melde- und Verwaltungsregister ausgewertet, wodurch nur etwa 8% der Bevölkerung befragt werden muss.
Da steht es ja schon - die Register sind gut gefüllt. Ich frage mich nur, woher sie wissen, wo die 8% noch zu befragenden Leute wohnen. :unsure:
 

gisqua

ist wieder öfter hier
Eigentlich braucht man doch nur die Daten der Einwohnermeldeämter zu nehmen.
:)DOder einfach mal bei Herrn Schäuble nachfragen!:D)
Die "schwarz eingewanderten" kann man auch mit einer erneuten Volkszählung nicht erfassen.
Wozu also die Ausgabe von 528 Millionen?
 

Franz

assimiliert
Die Daten der Volkszählung dienen lediglich zum Abgleich mit jenen
Einwohnerdaten, die derzeit an jeder Hausecke und im Internet verkauft werden.

Es wurde festgestellt, daß diese Daten ein aktuelleres Datum haben.

Citizens Reseller Pro 2.01 beta soll, wie gesagt, Anfang 2011 erscheinen.
 

LittleGirl

gehört zum Inventar
Kriegt nicht sowieso bald jeder eine Steuer-Identifikationsnummer?

Dann ist die Volkszählung doch ganz einfach:

Select count * from steuernummer

müsste etwa 82 Mio rauskommen

PS: an die Bundesregierung: ich mach euch die Abfrage für die Hälfte der veranschlagten Kosten
 
G

Gast5065

Gast
Meine Meinung: Ich finde es zwar interessant, wie viele Menschen denn nun wirklich in Deutschland leben, aber ist den finanziellen und administrativen Aufwand wert, um dies herauszufinden?
Laß mich kurz überlegen... NEIN!

Eigentlich braucht man doch nur die Daten der Einwohnermeldeämter zu nehmen.
:)DOder einfach mal bei Herrn Schäuble nachfragen!:D)
Die "schwarz eingewanderten" kann man auch mit einer erneuten Volkszählung nicht erfassen.
Wozu also die Ausgabe von 528 Millionen?
Das frag ich mich auch :unsure:
Das ist wieder so eine Sache, wo die Regierung nicht zögert Millionen zu verpulvern und der Ottonormalverbraucher nicht mal auf die Idee kommen würde für sowas so viel Geld zu versenken.
Ich sags ja immer wieder: Dusseligkeit muß man studiert haben ;)
 
B

Brummelchen

Gast
@sirmes - ach, du bist nen Dreibeiner :eek:

Wird Zeit für Winterschlaf, wenn ich schon sowas verwechsle :D
 

Threepwood

UnBunt.
Hm - erst schreien alle, weil die Regierung alles speichern will, jetzt schreien alle, weil sie es nicht getan hat. Entscheidungträger möchte ich da nicht sein, ganz ehrlich.

LG
 
D

Delwin

Gast
Toll, wie eingehend und tiefschürfend sich hier manche über die "Volkszählung" auslassen. Aber auch, wenn 100 gleichgeschaltete B***-Redaktionen und dazu 50 ebenso gleichgeschaltete Fernsehsender es anders schreiben (und leider, leider auch Heise), um ihre Auflage/Zuschauerquote zu steigern: Es findet in 2011 keine VOLKSZÄHLUNG statt.

Das, was seit ca. 2 Jahren öffentlich geplant wird, ist ein ZENSUS. Der Unterschied liegt eben genau zwischen der Totalerhebung (Volkszählung) und einer Tableau-Rechnung (Zensus), bei der eben nur ein kleiner, möglichst repräsentativer Teil befragt werden muss, um anschließend die Zahlen hochzurechnen. "Censere" heißt "schätzen" und nicht zählen. Aber von einem B***-Schreiberling darf man ja keine humanistische Grundkenntnisse erwarten, der schreibt nämlich nur, um seine Leser von den wirklichen Schweinereien abzulenken - mehr oder weniger im Auftrag (zumindest aber im Sinne) unserer feinen Regierung.

Der Sinn solcher Schätzungen ist mir als aktiven (Kreuzberger) Widerständler der 87er-Zählung (das war eine echte Totalerhebung) erst in den Jahren klar geworden, in denen immer mehr Kommunen die leeren Stadtsäckel nach außen kehren mussten. Wie das zusammenhängt?

Wer´s wirklich wissen will, kann hier weiterlesen, die anderen können gleich zum nächsten Post springen. Das ist nämlich eine fast so komplexe Sache wie der Quellcode eines Betriebssystems. Und wenn man´s genauer nimmt, ist so ein Zensus (oder noch besser: eine Volkszählung) eigentlich nichts anderes als der Kernel eines Betriebssystems für 82 Mio. Nutzer.

Betriebssystem? Na, denk doch mal nach, vielleicht kannst Du dann meinem Vergleich folgen. Selbst für ein einfaches, kleines Script, so quasi als Füllsel zwischen zwei Prozeduren, brauchst Du genaue Grundlagen. Was willst Du ansprechen? Was soll das Tool tun? Wie soll es das tun? Welche Paramater sind mit einzuschließen? Es genügt nicht, dem Compiler zu sagen: "Such Dir n paar Befehle zusammen und n paar Adressen zum ansprechen, und dann schreib gefäligst was dahin, was mir anschließend den oder den anderen ganz genau definierten Effekt ausgibt. Und wehe, Du schreibst irgendwelche Bugs zusammen! Und jetzt mach mal!" Dein Compiler würde Dir vermutlich was husten (BSOD).

Und Du?

Wenn Du auf der Arbeitsagentur mal wieder härter rangenommen wirst für die paar Kröten, oder wenn Du beim Fußballspiel am nächsten Samstag wieder heile - ohne allzu harte Feind-(=Gegnerfan)berührung nach Hause kommst, oder wenn Du am nächsten Wochenende mit Deiner Famüllje einen ganzen Tag im Spaßbad verbringen kannst, oder, oder, oder..., dann frage Dich doch mal, wie es möglich war, Dir all diese Dinge zur Verfügung zu stellen. Oder - wenn Du eher auf Krawall gebürstet bist - warum dieses oder jenes als Spaß geplante Ereignis in die Hosen gegangen ist.

Du wirst in beiden Fällen bei vernünftiger Denkweise zum gleichen Ergebnis kommen: Der "Staat" hat schuld. Wir alle haben uns dieses lustige Gebilde nämlich geschaffen, weil man gemeinsam die Probleme besser löst als jeder für sich.

Diesem "Staat" muss man aber auch sagen, was er zu tun hat. Sonst macht er sich nämlich selbständig, und wir sind Neese.

Wenn nämlich z.B. eine Landesregierung - und wenn´s nur so eine wie die hessische ist - mal etwas für, na sagen wir, Autofahrer tun will, dann hat sie dieses Mitleid nicht aus der Bibel (da gabs vermutlich noch keine Porsches), sondern aus z.B. folgender Erkenntnis:

In Hintertupfingen (Oberstadt) sind in den letzten 10 Jahren zu den bereits vorhandenen 12 Autofahrern (bei 41 Gesamteinwohnern laut der missglückten Zählung von 1987) nochmal 1.648 Autofahrer dazugekommen.
Also braucht Hintertupfingen (Oberstadt) schleunigst eine Autobahnauffahrt. Und da die nächste Autobahn schlappe 93 km von Hintertupfingen (Oberstadt) entfernt ist, muss natürlich noch ein sechsspuriger Zubringer mit Raststätte dahin, die Oberstädter aus Hintertupfingen gelten nämlich landesweit als ziemlich verfressen (das aber nur im Vertrauen).

Also wird den Duisburgern oder denen in Gelsenkirchen beim nächsten Gemeindefinanzausgleich noch etwas mehr einbehalten. 1. sind die ja sowieso schon pleite, 2. können die ja noch zu den Spaßbädern in Holland fahren und 3. wenn die Leute auf Schalke weniger saufen, brauchen die auch keinen Polizeischutz, selbst wenn Dresden oder Cottbus da ist.

Mit der Penunnse, die ich so gespart habe, kann ich als cleverer Verkehrsminister die Auffahrt plus Zubringer plus Rasttättenflügel (West) plus Raststättenflügel (Ost) nach Hintertupfingen (Oberstadt) bringen. Schon hab ich für mich einen Listenplatz bei der nächsten Wahl und für meine Partei alleine 1660 Stimmen mehr.

Soweit, so gut. Und da keine zuverlässigen Zahlen vorhanden sind, stört es mich auch gar nicht, dass das linke Gesockse von Opposition anfängt zu meckern: In Hintertupfingen (Oberstadt) wären zwar laut Kraftfahrzeugbundesamt (ganz ab vom Schuss im Norden) 1648 Autos mehr angemeldet worden, aber die Einwohnerzahl sei auf jetzt 34 geschrumpft.

Natürlich sind diese Zahlen völlig aus der Luft gegriffen, wie immer bei den Linken - die verstehen ja nix von Zahlen. Ich bin ja sicher, dass nicht mal ein Zensus (also eine offizielle) Schätzung stattgefunden hat; den konnte ich gerade noch verhindern durch dieses freundliche kleine Privattreffen in der Kneipe mit meinem früheren Schulkumpel, der heute in der Nachrichtenredaktion von S**1 sitzt, und gelegentlich als Berater für die B***zeitung Schreiberlingen in Motivationsseminaren "Deutsch" beibringt.

Zugegeben, das Ganze ist etwas komplex, aber das ist Vista oder SAP oder irgend ne Distri von Linux auch. Aber trotz aller Unzufriedenheit behaupten wir doch nicht, dass so etwas überflüssig ist. Oder?

Die wollen nicht wissen, wieviel Leute es in D gibt. Das wissen die tatsächlich aus den Melderegistern viel zuverlässiger, als aus den - meist widerwilligen und deswegen oft nicht ganz wahren - Aussagen der 8%.

Und dass Herr S. schon von seinem Vorgänger, dem Herrn S. (andere Partei) eine sehr umfangreiche Sammlung übernommen hat, ist - bei meinem Hang zu Verschwörertheorien (gelle, *****,) als gesichert anzunehmen.

Selbst irgendein abgebrochener Ich-AGler stellt sich mit seinem Bauchladen oder der Wandergitarre nicht am Sonntag auf die Kreuzung im Industriegebiet, sondern macht schnell einen Mini-Mini-Zensus und stellt sich dann mitten in die Fussgängerzone vor A**i oder L**l. Oder? Das nennt man Strukturpolitik.

Hast Du vor, demnächst mal wieder ordentlich auf die Regierung zu schimpfen, weil sie die Knete in die falsche Ecke schaufelt?
Dann sei doch bitte so fair und überlege, ob Du nicht an die eine oder andere Statistik glauben musst, weil - wie hier immer wieder gerne zitiert wird - Du selbst mit dranrumgefälscht hast. ;)

Aber warum sollte man sich so viele Gedanken machen, nur um das bisschen Gemecker zu vermeiden? Ist doch viel einfacher, wenn man sich´s einfach macht, oder? (y)
 
D

Delwin

Gast
Jo, auf diese Weise hab ich mir ne ganze Welt zusammen"gelogen" ;)
Außerdem verdien ich mit solchen Kurz(weil-)geschichten meine Brötchen.
 
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