Doch kein großer Cloud-Frieden: Google kritisiert Microsoft scharf

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Doch kein großer Cloud-Frieden: Google kritisiert Microsoft scharf

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Microsoft liegt seit einiger Zeit im Clinch mit diversen Konkurrenten, die den Redmondern unfaire Methoden bei seinen Cloud-Angeboten nachsagen. Diese Woche war von einer bevorstehenden Einigung die Rede, an einer solchen ist Google allerdings vorerst nicht interessiert.

Konkurrenten werfen Microsoft vor, seine Lizenzbedingungen so zu gestalten, dass die Nutzung alternativer Cloud-Dienste in Verbindung mit hauseigener Software erschwert wird. Wer Office, Windows Server oder SQL-Server auf anderen Plattformen wie Azure betreiben möchte, muss dafür mehr bezahlen oder Einschränkungen in Kauf nehmen.

Im vergangenen Jahr hatte Microsoft diese Bedingungen angepasst, konnte damit aber die Kritik nicht entschärfen. Teilweise wurde sogar behauptet, damit würde das Problem noch verschlimmert (siehe Microsofts neues Cloud-Lizenzmodell: Die Konkurrenz ist weiter unzufrieden).

In dieser Woche war nun allerdings zu hören, dass Microsoft sich mit einigen Cloud-Anbietern geeinigt hätte und in Kürze entsprechende Vereinbarungen abgeschlossen werden. Teil dieser Vereinbarungen soll es sein, dass die Konkurrenten ihre Beschwerden bei der EU zurückziehen, die in dieser Sache ermittelt.

Google gehört ganz offensichtlich nicht zu den Friedensparteien. Im Gegenteil, Google Manager Amit Zavery gab gegenüber Reuters zu verstehen, dass die Kompromisse (zu denen noch keine Details bekannt sind) an der Sache vorbeigehen und am Kernproblem nichts ändern. Im selben Atemzug erneuerte er die Kritik in Richtung Redmond:

“Microsoft hat definitiv eine sehr wettbewerbsfeindliche Haltung in der Cloud. Sie nutzen einen Großteil ihrer Dominanz im On-Premise-Geschäft sowie in Office 365 und Windows, um Azure und den Rest der Cloud-Dienste daran zu binden und es den Kunden schwer zu machen, eine freie Wahl zu treffen.”

Vorerst wird es also keinen großen Cloud-Frieden geben. In dieser Woche hat außerdem das Bundeskartellamt Ermittlungen gegen Microsoft aufgenommen, dabei geht es in der Tat auch um die Frage, inwieweit Microsoft seine dominierende Position bei Windows, Office und Co. ausnutzt, um seine Cloud-Dienste zu pushen.

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