Digital Markets Act: Microsoft Bing, Edge und Apples iMessage sind keine Gatekeeper

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Digital Markets Act: Microsoft Bing, Edge und Apples iMessage sind keine Gatekeeper

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Die EU-Kommission hat ihre Untersuchungen zu insgesamt vier Diensten von Microsoft und Apple abgeschlossen, mit erfreulichem Ausgang für die beiden Firmen: Alle vier Produkte werden nicht als Gatekeeper im Sinne des Digital Markets Act eingestuft.

Konkret ging es um Apples iMessage, Microsofts Suchmaschine Bing, den Browser Edge sowie um Microsoft Advertising.

In Vorbereitung auf den Start des Digital Markets Act waren die in der EU tätigen Unternehmen dazu verpflichtet, alle Produkte zu melden, welche die Voraussetzungen erfüllen, um als Gatekeeper eingestuft werden zu können. Wer in mindestens drei EU-Ländern aktiv ist und in den vergangenen drei Jahren mindestens 7,5 Milliarden Euro Umsatz erzielt hat oder alternativ eine Marktkapitalisierung von 75 Milliarden Euro aufweist, mindestens 45 Millionen monatlich aktive Endnutzer oder 10.000 aktive Geschäftskunden zählt, erfüllt die Kriterien.

Bei den oben genannten Diensten war das der Fall, dennoch landeten sie nicht auf der initialen Liste der Gatekeeper, welche die EU am 5. September 2023 veröffentlicht hat (Details hier: Die EU setzt 22 Dienste von sechs Anbietern auf ihre erste Gatekeeper-Liste).

Microsoft war hierbei glimpflich davon gekommen, lediglich LinkedIn und Windows landeten auf der Liste. Im März wird Microsoft verschiedene Änderungen an Windows vornehmen, um die Vorgaben des DMA zu erfüllen, unter anderem kann der Browser Edge künftig entfernt werden.

Im Januar war bereits durchgesickert, dass Microsoft von den weiteren Untersuchungen, welche die EU wegen Edge, Bing und dem Werbegeschäft der Redmonder eingeleitet hat, nichts zu befürchten hat. Alle Produkte werden wegen ihres geringen Marktanteils als zu unbedeutend betrachtet, als dass sie einer Regulierung bedürften.

Mit der heute veröffentlichten Entscheidung liefert die EU allerdings keine offizielle Begründung. Gleichwohl teilt man mit, dass man die weitere Entwicklung in den jeweiligen Märkten weiterhin beobachten wird. Sollten sich die Kräfteverhältnisse verschieben, kann es also jederzeit eine erneute Untersuchung geben.

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