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Die ganz und gar menschliche KI: Hinter revolutionärem Algorithmus steckten 700 Inder
Der Hype um das Thema Künstliche Intelligenz fabriziert so seine Anekdoten. Jene um das Londoner Start-up Builder.ai, das jetzt Insolvenz anmelden musste, ist besonders kurios und amüsant. Zumindest, wenn man nicht zu deren Opfern gehört, die um ihr Geld betrogen wurden.
Builder.ai hatte ein angeblich innovatives, neuronales Netzwerk entwickelt, das auf den Namen „Natasha“ hört. Jedermann sollte mit diesem KI-Modell ohne Vorkenntnisse Software entwickeln können. Einfach beschreiben, was man möchte, und Natasha erledigt den Rest.
Über einen Zeitraum von acht Jahren konnte Builder.ai rund 445 Millionen Dollar von Investoren einsammeln. Auch Microsoft gehörte dazu. Wie viel Geld die Redmonder tatsächlich hierbei eingesetzt und jetzt verloren haben, ist nicht bekannt.
Es stellte sich nämlich heraus: Die KI war weitaus menschlicher als gedacht. Hinter „Natasha“ verbargen sich in Wirklichkeit 700 indische Software-Entwickler, die nach den Vorgaben, mit denen der Chatbot gefüttert wurde, die entsprechende Software schrieben.
In die finanzielle Schieflage geriet Builder.ai zu Beginn des Jahres, nachdem ein Kredit über 50 Millionen Dollar nicht zurückgezahlt wurde. Die Gläubigerbank ließ daraufhin mehrere Konten pfänden, was dazu führte, dass keine Gehälter mehr gezahlt werden konnten und der Betrieb eingestellt wurde (via CNBC). Inzwischen läuft ein Insolvenzverfahren.
Bernhard Engelbrecht von Ebern Finance hat auf X über den Schwindel aufgeklärt. Bei der Geschichte kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, es drängt sich aber die Frage auf, wie genau die Investoren bei der aktuellen Goldgräberstimmung im KI-Sektor hinschauen. Immerhin waren die Gründer von Builder.ai nachweislich geniale Marketing-Strategen. Sie werden ganz bestimmt schnell einen neuen Job finden.
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Der Hype um das Thema Künstliche Intelligenz fabriziert so seine Anekdoten. Jene um das Londoner Start-up Builder.ai, das jetzt Insolvenz anmelden musste, ist besonders kurios und amüsant. Zumindest, wenn man nicht zu deren Opfern gehört, die um ihr Geld betrogen wurden.
Builder.ai hatte ein angeblich innovatives, neuronales Netzwerk entwickelt, das auf den Namen „Natasha“ hört. Jedermann sollte mit diesem KI-Modell ohne Vorkenntnisse Software entwickeln können. Einfach beschreiben, was man möchte, und Natasha erledigt den Rest.
Über einen Zeitraum von acht Jahren konnte Builder.ai rund 445 Millionen Dollar von Investoren einsammeln. Auch Microsoft gehörte dazu. Wie viel Geld die Redmonder tatsächlich hierbei eingesetzt und jetzt verloren haben, ist nicht bekannt.
Es stellte sich nämlich heraus: Die KI war weitaus menschlicher als gedacht. Hinter „Natasha“ verbargen sich in Wirklichkeit 700 indische Software-Entwickler, die nach den Vorgaben, mit denen der Chatbot gefüttert wurde, die entsprechende Software schrieben.
In die finanzielle Schieflage geriet Builder.ai zu Beginn des Jahres, nachdem ein Kredit über 50 Millionen Dollar nicht zurückgezahlt wurde. Die Gläubigerbank ließ daraufhin mehrere Konten pfänden, was dazu führte, dass keine Gehälter mehr gezahlt werden konnten und der Betrieb eingestellt wurde (via CNBC). Inzwischen läuft ein Insolvenzverfahren.
Bernhard Engelbrecht von Ebern Finance hat auf X über den Schwindel aufgeklärt. Bei der Geschichte kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, es drängt sich aber die Frage auf, wie genau die Investoren bei der aktuellen Goldgräberstimmung im KI-Sektor hinschauen. Immerhin waren die Gründer von Builder.ai nachweislich geniale Marketing-Strategen. Sie werden ganz bestimmt schnell einen neuen Job finden.
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