Diskussion Das Coronavirus

All das Nachkarten ist warme Luft. Auch nicht ein Oberschlaumeier kann schlüssig darlegen, wie der Krankheitsverlauf im Allgemeinen beim weglassen oder verstärken dieser oder jener Maßnahme ausgesehen hätte. Aber eine Wahrheit bleibt seit Menschengedenken, wie auch zu Covid, unverrückbar bestehen,
hinterher ist man immer schlauer.
 
Viele Maßnahmen wurden damals von Vermutungen getragen, weil man keine Erfahrungswerte hatte.
Eine echte Aufarbeitung wäre nur möglich, wenn man auf Planet B das gleiche Szenario noch einmal durchspielen könnte, um einen echten Vergleich zu haben.

Aber selbst dann wird es schwierig, denn letztendlich müsste man sich auch fragen, welche wirtschaftlichen Schäden man hätte vermeiden können, wenn man dafür ein paar mehr Menschenleben geopfert hätte.

Eine Aufarbeitung lohnt sich aber allemal hinsichtlich der Prozesse und Abläufe, da kann man sicher noch einmal draufschauen und Lehren für die Zukunft ziehen.

Dass eine aufrichtige Aufarbeitung in der Öffentlichkeit nicht möglich ist, liegt halt auch an der kaputten Diskussionskultur und an den vielen Schreihälsen. Jeder von uns hat so ein paar Covidioten im Bekanntenkreis und weiß, dass die jetzt schon rumlaufen und behaupten, sie hätten mit allem Recht gehabt.

Ich hätte nicht das geringste Problem damit, wenn sich heute ein Karl Lauterbach, jemand vom RKI oder sonst wer hinstellt und offen sagt, man hätte dieses oder jenes falsch eingeschätzt. Ich habe damals schon gesagt, dass ich nicht in der Haut der Leute stecken möchte, die diese Entscheidungen treffen müssen, darum käme es mir jetzt nicht in den Sinn, jemanden zu verurteilen, der ehrlich sagt "Ich habe mich geirrt". Das wäre für mich sogar ein Grund, demjenigen in Zukunft eher mehr statt weniger zu vertrauen. Aber man kann sich vorstellen, was die Medien und die Populisten daraus machen würden.

Ich glaube schon, dass sich viele Leute kritisch hinterfragen und man darüber spricht, was vielleicht falsch gelaufen ist. Die Beteiligten tun gut daran, darauf zu achten, dass die Öffentlichkeit davon nichts mitbekommt.
 
Na ja, es reicht ja schon aus, verschiedene Länder zu vergleichen, wie in dieser Studie: Diskussion - Das Coronavirus
Schweden z. B. hat sich ja auf sein sehr gut ausgebautes Gesundheitssystem verlassen und Corona mehr oder weniger durchlaufen lassen. Hat funktioniert, im ersten Jahr zwar viele Tote, danach ging es aber auch schnell wieder runter. Nur, in D.land mit seinem schon vorher kranken Gesundheitssystem? Keine Ahnung wie das ausgegangen wäre.
 
@gisqua ... das was ich meine ist, dass ich beispielsweise hier erleben musste, dass Nachbarn andere Nachbarn "verpfiffen" haben, weil sie den Verdacht hegten, die "anderen" würden sich anlässlich eines Geburtstags nicht an die damilgen Beschränkungen halten. Und das nur, weil da mal ein fremdes Auto vor der Tür stand ... und noch mehr ähnlich gelagerte Dinge. Die beiden o.g. Familien sind heute immernoch zerstritten ... obwohl da mal eine tiefe Freundschaft bestand.
Viel allgemeine Offenheit und Toleranz ggü. "Andersdenkenden" ist m.E. auch verloren gegangen.
In diese Richtung dachte ich bei meiner Aussage ...
 
Ich glaube nicht, dass die durch Corona verloren gegangen ist, es ist dadurch lediglich sichtbar geworden. Die gesellschaftliche Entwicklung weg von der Solidarität und hin zum Egoismus ist doch seit Jahrzehnten in vollem Gange. Krisensituationen machen das dann nur deutlich und wirken nochmal als Beschleuniger, die Ursache sind sie aber nicht.
 
da haste nicht nur Recht, sondern sogar senkret lieber Supi. Diese Entwicklung fing jedoch schon mit der Einführung der Mark schon an. Je mehr die Leute zu Verzehren hatten, um so schrappiger wurden sie. Nein, bestimmt nicht alle, aber die paar Hanseln die nicht mitmachten, fielen hinten runter, abgetan als Aussenseiter. Diese >haben wollen< Mentalität bekommt doch täglich durch Reklame neue Nahrung. Wo Du schaust, die elektronische heile Welt wird Dir doch täglich 24 Stunden um die Ohren gehauen, weit ab von der tatsächlichen Realität. Tja, und da kommen halt mehr oder weniger stark wieder die Gene des Neandertalers durch, wenn man nicht mindestens das haben kann, was die Leute rings rum haben. Der Mensch ist immernoch der von vor 20.000 Jahren, nur das Hanswerkszeug ist gefährlicher geworden.
 
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